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 Überschüsse oder Verspätungen vermeiden

Einsatzmöglichkeiten

Die Verrechnungsverfahren Überschüsse vermeiden und Verspätungen vermeiden unterstützen das Ziel, bei der Planung möglichst wenig Überschüsse bzw. Verspätungen zu erzeugen. Im Gegensatz zum FIFO-Verfahren ist die Planung außerdem relativ stabil gegenüber verschiedenen manuellen Eingriffen. So ist es möglich, im Laufe des Planungsprozesses einen Zugang zu fixieren, der nach nicht fixierten Zugängen liegt, ohne damit starke Änderungen der gesamten Planung zu verursachen.

Die Nettobedarfsrechnung der Standardheuristik SAP_PP_003 für die Planung von Unterdeckungsmengen (Algorithmus /SAPAPO/HEU_PLAN_DEFICITS) und die Aktionen , die neue oder geänderte Sekundärbedarfe sofort decken sollen, verwenden immer das Verfahren Überschüsse vermeiden . Bei der Standardnettobedarfsrechnung haben Sie die Auswahl zwischen den Verfahren Überschüsse vermeiden , Verspätungen vermeiden und dem FIFO-Verfahren .

Ablauf

Die ersten zwei Schritte im folgenden Ablauf sind bei beiden Verfahren identisch. Den dritten Schritt führt das System nur beim Verfahren Überschüsse vermeiden durch.

  1. Die Nettobedarfsrechnung verrechnet Bedarfe, die in der Vergangenheit oder im Fixierungshorizont liegen, mit Beständen und mit fixierten Zugängen, die in der Vergangenheit oder im Fixierungshorizont liegen. Die Nettobedarfsrechnung geht in diesem Schritt nach dem FIFO-Verfahren vor. Die Nettobedarfsrechnung verrechnet also zuerst den frühesten Bedarf mit den frühesten Beständen und Zugängen, dann kommt der nächste Bedarf an die Reihe usw. (Beachten Sie hierzu die Voraussetzungen für das FIFO-Verfahren .) Bedarfe, die in diesem Schritt ungedeckt bleiben, versucht die Nettobedarfsrechnung im dritten Schritt (siehe unten) mit Zugängen zu verrechnen.

  2. Die Nettobedarfsrechnung verrechnet die noch nicht verrechneten, Bestände und fixierten Zugänge mit später liegenden Bedarfen außerhalb des Fixierungshorizonts. Die Bedarfe dürfen aber auch früher liegen, sofern die Verspätung des Verfügbarkeitstermins die Alert-Schwelle für verspätete Zugänge nicht überschreitet. Beachten Sie: Bei Konti-Heuristiken(z.B. SAP_PP_C001) und bei Heuristiken, die Haltbarkeitsbedingungen berücksichtigen (z.B. SAP_PP_SL001), ist die Verrechnung mit früher liegenden Bedarfen nicht möglich.

    Hinweis Hinweis

    Alert-Schwellen für zu frühe und für zu späte Zugänge definieren Sie im Lokationsproduktstamm. Weitere Informationen finden Sie unter Überwachen von PP/DS-Alerts .

    Ende des Hinweises
  3. Wenn Sie das Verfahren Überschüsse vermeiden eingestellt haben, verrechnet die Nettobedarfsrechnung die noch nicht verrechneten, fixierten Zugänge mit früher liegenden Bedarfen. Dadurch wird die Erzeugung von Überschüssen vermieden. Es können aber Verspätungen entstehen. Dieser Schritt entfällt bei folgenden Anwendungen:

    • beim Verfahren Verspätungen vermeiden

    • bei den Aktionen, die neue oder geänderte Sekundärbedarfe sofort decken sollen

    • bei Konti-Heuristiken

    • beim Planen mit Haltbarkeitsdaten