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 Tripping

Verwendung

Tripping prüft, ob es in der Prognose zum aktuellen Prognosemodell systematische Abweichungen zur Absatzhistorie gibt, d.h. ob die Prognosewerte andauernd ober- oder unterhalb der Werte der Absatzhistorie liegen. Wenn dies der Fall ist, initialisiert das System die Basiswerte und die mittlere absolute Abweichung (MAD) für ein Lokationsprodukt und schränkt die Anzahl der Vergangenheitsperioden, die es zur Prognoseberechnung verwendet, ein. Somit kann das System auf systematische Änderungen in der Absatzhistorie reagieren.

Beispiel Beispiel

Das Absatzverhalten von Produkt A ist auf Grund einer gesetzlichen Änderung innerhalb kurzer Zeit stark angestiegen. Sie verkaufen Produkt A im Durchschnitt jetzt nicht mehr 10 Mal pro Monat, sondern 500 Mal. Tripping bewirkt in diesem Fall, dass das System für die Berechnung der Prognose von Produkt A nicht mehr die gesamte Absatzhistorie, sonder nur die Absatzhistorie seit dem Zeitpunkt der gesetzlichen Änderung berücksichtigt.

Ende des Beispiels.

Das System wendet Tripping bei folgenden Prognosemodellen an:

Funktionsumfang

Tripping wertet aus, ob Bedarf, Auftragspositionen und durchschnittlicher Bedarf pro Auftragsposition innerhalb der Grenzen der Prognose lagen. Das System berechnet diese Grenzen für den Bedarf, Auftragspositionen und den durchschnittlichen Bedarf pro Auftragsposition jeweils verschieden.

  • Das System berechnet die Grenze für den Bedarf folgendermaßen:

    Obergrenze = Prognose plus k mal der Standardabweichung für die Prognose

    Untergrenze = Prognose minus k mal der Standardabweichung für die Prognose

    kkönnen Sie vom Bild SAP Easy Access aus unter Anfang des Navigationspfads Advanced Planning and Optimization Navigationsschritt Ersatzteilplanung (SPP) Navigationsschritt Planung Navigationsschritt Prognose Navigationsschritt Prognoseprofil Ende des Navigationspfads auf der Registerkarte Modellauswertung im Parameter Trip-Grenze – Parameter zum Bedarf definieren.

  • Das System bestimmt die Grenze für Auftragspositionen nach Tabellen , die Intervalle von Prognosewerten jeweils einem Wert für die Obergrenze und einem Wert für die Untergrenze zuweisen.

  • Das System berechnet die Grenze für den durchschnittlichen Bedarf pro Auftragsposition folgendermaßen:

    Obergrenze = Prognose plus k mal der Standardabweichung für den Bedarf/Pos.

    Untergrenze = Prognose minus k mal der Standardabweichung für den Bedarf/Pos.

    k können Sie im Prognoseprofil auf der Registerkarte Modellauswertung im Parameter Trip-Grenze – Parameter zum Bedarf/Position definieren.

Wenn der tatsächliche Bedarf, die tatsächlichen Auftragspositionen oder der tatsächliche Bedarf/Pos. außerhalb dieser Grenzen liegt, erhöht oder reduziert das System den Trip-Zähler um eins. Wenn eine spätere Prognose innerhalb der Grenzen liegt, setzt das System den Trip-Zähler auf null zurück. Wenn der Zähler im positiven Bereich, d.h. größer als Null ist, und der tatsächliche Bedarf, die tatsächlichen Auftragspositionen oder der tatsächliche Bedarf/Pos. die Untergrenze unterschreitet, setzt das System den Trip-Zähler auf minus eins. Wenn der Zähler im negativen Bereich, d.h. kleiner als Null ist, und der tatsächliche Bedarf, die tatsächlichen Auftragspositionen oder der tatsächliche Bedarf/Pos. die Obergrenze überschreitet, setzt das System den Zähler auf plus eins.

Wenn der Trip-Zähler einen positiven oder einen negativen Grenzwert übersteigt oder unterschreitet, gibt es einen Trip.

  • Die Grenzwerte für die den Trip-Zähler für den Bedarf können Sie in den Parametern Tripping: Untergrenze zum Bedarf und Tripping: Obergrenze zum Bedarf definieren.

  • Die Grenzwerte für die den Trip-Zähler für Auftragspositionen können Sie in den Parametern Tripping: Untergrenze zur Position und Tripping: Obergrenze zur Position definieren.

  • Die Grenzwerte für die den Trip-Zähler für den durchschnittlichen Bedarf pro Auftragsposition können Sie in den Parametern Tripping: Untergrenze zum Bedarf/Position und Tripping: Obergrenze zum Bedarf/Position definieren.

Nachdem ein Trip erfolgt ist, initialisiert das System die entsprechenden Prognosemodelle neu.

Diese Initialisierung führt das System entsprechend der Gewichtungstabelle durch, die Sie im Customizing unter Basiswerte initialisieren definiert haben. Weitere Informationen finden Sie im Einführungsleitfaden (IMG) des Advanced Planning and Optimization unter Anfang des Navigationspfads Supply-Chain-Planung Navigationsschritt Ersatzteilplanung (SPP) Navigationsschritt Prognose Ende des Navigationspfads .

Die geänderten Werte können Sie im Prognoseprofil auf der Registerkarte Initialisierung in den Parametern Basiswert zum Bedarf , Basiswert zur Position , Basiswert zum Bedarf/Position , MAD zum Bedarf , MAD zur Position , MAD zum Bedarf/Position , Initialisierungsdatum zum Bedarf , Initialisierungsdatum zur Position und Initialisierungsdatum zum Bedarf/Position ansehen.

Weiter Informationen finden Sie unter Modellinitialisierung der exp. Glättung 1. und 2. Ordnung und unter Modellinitialisierung des sporadischen Modells .

Wenn das System die Basiswerte neu berechnet, setzt es den Trip-Zähler auf Null.