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ProzessPrognose mit dem Modell „Sporadisches Modell“

 

In diesem Prozess führt das System eine Prognose mit dem sporadischem Modell durch. Dieses Prognosemodell eignet sich für Produkte mit sporadischem Bedarf. Das System ermittelt die Prognose aus zwei Größen: aus dem Bedarf der Nicht-Nullperioden und der Zeit zwischen den Bedarfsperioden. Um den Bedarf zu berechnen, bildet das System den Mittelwert der Nicht-Nullperioden. Um die Zeit zwischen den Bedarfsperioden zu berechnen, glättet das System diese Bedarfslücken.

Hinweis Hinweis

Hier liegt der Unterschied zur Croston-Methode, die in anderen Planungsbereichen des SAP Advanced Planning and Optimization (SAP APO) verwendet wird. Bei der Croston-Methode glättet das System sowohl bei der Berechnung des Bedarfs als auch bei der Berechnung der Zeit zwischen den Bedarfsperioden, während das System beim sporadischen Modell bei der Berechnung des Bedarfs mittelt.

Ende des Hinweises

Vor der Berechnung der Prognose führt das System eine Ausreißerkorrektur durch.

Informationen über die Kriterien, nach denen das System dieses Modell auswählt, finden Sie unter Automatische Modellauswahl.

Prozess

  • Das System benutzt die Bedarfe der ersten x Perioden des historischen Betrachtungszeitraums und errechnet daraus die Prognose.

    x können Sie vom Bild SAP Easy Access aus unter Anfang des Navigationspfads Advanced Planning and Optimization Navigationsschritt Ersatzteilplanung (SPP) Navigationsschritt Planung Navigationsschritt Prognose Navigationsschritt Prognoseprofil Ende des Navigationspfads auf der Registerkarte Modellparameter im Parameter Initialisierungsperioden zum sporadischen Modell definieren.

    Den historischen Betrachtungszeitraum können Sie auf der Registerkarte Allgemein im Parameter Vergangenheitsperioden definieren.

  • Dieses Prognosemodell verwendet einen aktuellen Zähler für Nullbedarfsperioden. Wenn es in der aktuellen Periode einen Bedarf gibt, setzt das System diesen Zähler auf Eins. Anderenfalls erhöht es den Zähler um eins.

  • Das System führt nur unter folgenden Bedingungen eine Prognose durch:

    • In der aktuellen Periode tritt ein Bedarf auf.

      oder

    • Bei der Initialisierung ist der Zähler größer als die durchschnittliche Zeit zwischen den Bedarfsperioden, oder er ist größer als die geglättete Zeit zwischen den Bedarfsperioden innerhalb des Prognoselaufs. Nach der Initialisierung ist der Zähler größer als die geglättete Zeit zwischen den Bedarfsperioden innerhalb des Prognoselaufs.

      Wenn keine der beiden Bedingungen zutrifft, verwendet das System den Prognosewert der letzten Periode.

Das System führt die Neuberechnung der Prognosewerte folgendermaßen durch:

  1. Der prognostizierte Bedarf ist der durchschnittliche Bedarf geteilt durch die geglättete Durchschnittszeit zwischen den Bedarfsperioden.

    1. Den durchschnittlichen Bedarf berechnet das System folgendermaßen:

      Abhängig von der Initialisierungsperiode berechnet es die Menge des durchschnittlichen Bedarfs der Perioden, die während der Initialisierungsperiode keinen Nullbedarf haben.

    2. Die geglättete Zeit zwischen den Bedarfsperioden berechnet das System nach folgender Formel:

      Geglättete Zeit zwischen den Bedarfsperioden = α x aktueller Zähler für Nullbedarfsperioden + (1-α) x geglättete Zeit zwischen den Bedarfsperioden

      Die geglättete Zeit zwischen den Bedarfsperioden, die mit (1 - alpha) multipliziert wird, ist die geglättete Zeit zwischen den Bedarfsperioden der letzten Periode. Für die Berechnung der ersten Ex-post-Prognose gibt es jedoch keine geglättete Zeit zwischen den Bedarfsperioden einer vorherigen Periode. Für diese Berechnung verwendet das System stattdessen einen Startwert. Dieser Startwert ist die durchschnittliche Zeit zwischen Bedarfsperioden (Initialisierungsperioden geteilt durch die Anzahl Nullbedarfsperioden).

      Alpha können Sie auf der Registerkarte Modellparameter im Parameter Glättungsfaktor für die Zeit im sporadischen Modell definieren.

  2. Die mittlere absolute Abweichung (MAD) des Bedarfs ist die MAD der Bedarfsmenge geteilt durch die geglättete Durchschnittszeit zwischen den Bedarfsperioden.

    1. Die MAD der Bedarfsperioden berechnet das System nach folgender Formel:

      MAD der Bedarfsmenge = (β x (letzter tatsächlicher Bedarf - prognostizierte Menge des alten Bedarfs)) + (1 - β) x alte MAD der Bedarfsmenge

      Beta können Sie auf der Registerkarte Modellparameter im Parameter MAD-Glättungsfaktor im sporadischen Modell definieren.

  3. Das System berechnet die Standardabweichung, indem es die MAD mit 1,25 multipliziert.

  4. Nach der Prognose für die im Parameter Prognoseperioden auf der Registerkarte Allgemein definierten Perioden schiebt das System das Zeitfenster um eine Periode nach vorne und führt, wie oben beschrieben, die Berechnung der Prognose erneut durch.

  5. Diese Verschiebung des Zeitfensters um jeweils eine Periode und die Berechnung der Prognose für jedes neue Zeitfenster führt das System so lange durch, bis es an der aktuellen Periode ankommt. Zu diesem Zeitpunkt geht die Ex-post-Prognose in die tatsächliche Prognose über.