Beachten von dynamischen Pegging-BeziehungenWenn Sie mit dynamischem Pegging arbeiten, können Sie in der Feinplanungsstrategie einstellen, ob das System bei der Ein- oder Umplanung eines Objekts (Aktivität, Vorgang oder Auftrag) dynamische Pegging-Beziehungen zu anderen Objekten beachtet. Nach einer Ein- oder Umplanung führt das System grundsätzlich ein dynamisches Pegging durch, bei der es die bestehenden dynamischen Pegging-Beziehungen auflöst und neue herstellt. Dynamische Pegging-Beziehungen bei der Ein- oder Umplanung zu beachten bedeutet, die Ein- oder Umplanung eines Objekts und seiner abhängigen Objekte so durchzuführen,
dass die Pegging-Beziehungen zwischen dem Objekt und seinen abhängigen Objekten, die vor der Ein- oder Umplanung bestanden, möglichst erhalten bleiben, d.h. beim dynamischen Pegging nach der Ein- oder Umplanung wieder hergestellt werden
dass keine Bedarfstermine verletzt werden
Dynamische Pegging-Beziehungen können Sie nur zusammen mit fixierten Pegging-Beziehungen beachten . Sie haben folgende Optionen:
dynamische Pegging-Beziehungen nicht beachten
dynamische Pegging-Beziehungen im Propagierungsbereich beachten
Wenn Sie im Lokationsproduktstamm das dynamische Pegging deaktiviert haben, gibt es keine dynamischen Pegging-Beziehungen. Das System kann daher auch keine dynamischen Pegging--Beziehungen beachten und führt die Ein- oder Umplanung eines Auftrags ohne entsprechende zeitliche Einschränkungen durch.
Wenn das System dynamische Pegging-Beziehungen beachten soll, müssen Sie in der Feinplanungsstrategie auch einstellen, dass das System zeitliche Anordnungsbeziehungen zwischen Vorgängen und fixierte Pegging-Beziehungen beachtet .
Dynamische Pegging-Beziehungen nicht beachten
Das System führt die Ein- oder Umplanung eines Objekts ohne zeitliche Einschränkungen durch, d.h. ohne Beachtung des Pegging-Intervalls . Nach der Ein- oder Umplanung führt das System ein dynamisches Pegging gemäß den Pegging-Einstellungen im Lokationsproduktstamm (z.B. Pegging-Intervall und Pegging-Strategie ) durch. Da bei der Ein- oder Umplanung das Pegging-Intervall nicht beachtet wurde, kann die ursprüngliche Pegging-Beziehung, d.h. die ursprüngliche Verknüpfung von Zugangs - und Bedarfselement, verloren gehen. Wenn das System keine entsprechende neue Pegging-Beziehung herstellen kann, können jetzt Mengenprobleme vorliegen: Wenn z.B. einem Bedarf eines Auftrags kein Zugang zugeordnet ist, liegt für den Auftrag eine Unterdeckung vor. Wenn ein Zugang eines Auftrags keinem Bedarf zugeordnet ist, erzeugt der Auftrag einen Überschuss. Wenn das System bei der Ein- oder Umplanung das Pegging-Intervall zwar einhalten konnte, können trotzdem neue Terminprobleme entstanden sein, wenn die Abweichung des Verfügbarkeitstermins vom Bedarfstermin die im Produktstamm eingestellten Alert-Schwellen für Termin-Alerts überschreitet.
Dynamische Pegging-Beziehungen im Propagierungsbereich beachten
Eine dynamische Pegging-Beziehung zwischen einem Objekt im Propagierungsbereich und einem Objekt außerhalb des Propagierungsbereichs muss das System nicht beachten; das System darf das Objekt im Propagierungsbereich ohne zeitliche Einschränkung ein- oder umplanen (siehe oben).
Dynamische Pegging-Beziehungen zwischen Objekten im Propagierungsbereich muss das System dagegen beachten; das System muss die Ein- oder Umplanung eines Objekts so durchführen, dass die dynamische Pegging-Beziehung zu einem abhängigen Objekt im Propagierungsbereich erhalten bleibt und dass der Verfügbarkeitstermin möglichst pünktlich, zumindest zwischen dem Beginn des Pegging-Intervalls und dem Bedarfstermin liegt. Wenn das Objekt eine dynamische Pegging-Beziehung zu einem nicht fixierten Objekt hat, muss das System dieses abhängige Objekt ggf. entsprechend ein- oder umplanen; für eine nicht fixierte ausgeplante Aktivität muss das System ggf. die Termine und Modi anpassen. Ein fixiertes abhängiges Objekt definiert einen festen Verfügbarkeitstermin oder einen festen Bedarfstermin, der die Ein- oder Umplanung des Objekts einschränkt. Ist eine entsprechende Ein- oder Umplanung des Objekts und ggf. seiner abhängigen Objekte nicht möglich, z.B. weil die Ressourcen belegt sind, führt das System die Ein- oder Umplanung nicht durch.
Da das System bei dieser Option für eine dynamische Pegging-Beziehung innerhalb des Propagierungsbereichs das Pegging-Intervall einhält, stellt das System beim dynamischen Pegging nach der Ein- oder Umplanung (mit großer Wahrscheinlichkeit) wieder dieselbe dynamische Pegging-Beziehung her.
Hinweis
In komplexen Planungssituationen kann es trotzdem geschehen, dass die ursprünglichen Pegging-Beziehungen verloren gehen. Wenn das System eine andere Pegging-Beziehung herstellen kann, weicht der Verfügbarkeitstermin aber nicht stärker vom Bedarfstermin ab, als durch das Pegging-Intervall erlaubt ist.
Das System kann eine bestehende Verspätungssituationin einer Pegging-Beziehung liegt der Verfügbarkeitstermin nach dem Bedarfsterminnicht korrigieren, d.h. es führt die Ein- oder Umplanung eines Objekts ohne zeitliche Einschränkungen durch.
Wenn zwischen Zugängen und Bedarfen Pegging-Beziehungen bestehen , kann die Optimierung Verspätungen von Zugängen minimieren . Wenn zwischen einem Bedarf, z.B. einem Kundenauftrag, und dem Planauftrag zu diesem Kundenauftrag keine Pegging-Beziehung (mehr) besteht, kann der Kundenauftragstermin bei der Optimierung nicht berücksichtigt werden.