Show TOC

FunktionsdokumentationIstbuchungen in der Kostenträgerrechnung

 

Durch das Erfassen von Istkosten zu Kostenträgern erfolgt in der Kostenträgerrechnung die mitlaufende Kalkulation.

Im Periodischen Produkt-Controlling können Sie Istkosten erfassen für:

  • Produktkostensammler

  • Kostenträgerhierarchien

    Sie können zu den einzelnen Kostenträgerknoten einer Kostenträgerhierarchie Kosten erfassen, die Sie zu den der Kostenträgerhierarchie zugeordneten Produktionsaufträgen oder Produktkostensammlern nicht erfassen möchten.

Im Auftragsbezogenen Produkt-Controlling können Sie Istkosten für Produktionsaufträge (Fertigungsaufträge oder Prozessaufträge) erfassen.

Im Kundenauftrags-Controlling erfassen Sie die Istkosten zur kosten- und erlösführenden Kundenauftragsposition.

Im Controlling für Immaterielle Güter und Dienstleistungen erfassen Sie die Istkosten zum Kostenträger-allgemein oder zum erlösführenden Innenauftrag.

Sie können die aktuellen Istkosten jederzeit im Informationssystem anzeigen und mit Planwerten vergleichen.

Integration

Kostenträger können mit primären Kosten belastet werden

  • durch Buchungen in der Finanzbuchhaltung (FI)

  • durch Buchungen in der Materialwirtschaft (MM)

  • durch Buchungen in der Personalwirtschaft (HR)

Kostenträger können mit sekundären Kosten belastet werden

  • durch Buchungen im Controlling (CO)

  • durch Verwendung des Arbeitszeitblattes (CATS)

Kostenträger können auch durch Rückmeldungen in der Logistik (LO) mit Istkosten belastet werden. Bei den Rückmeldungen kann ein Kostenträger belastet werden

  • mit sekundären Kosten durch innerbetriebliche Leistungsverrechnungen, die bei der Rückmeldung automatisch stattfinden

  • mit primären Kosten durch Materialentnahmen, die bei der Rückmeldung automatisch stattfinden

Siehe auch: Integration der Kostenträgerrechnung.

Voraussetzungen

Um Produktkostensammler und Produktionsaufträge (Fertigungsaufträge und Prozessaufträge) mit Istkosten belasten zu können, müssen Sie im Customizing des Controlling Allgemein unter Anfang des Navigationspfads Organisation Navigationsschritt Kostenrechnungskreis pflegen Ende des Navigationspfads die Auftragsverwaltung auf aktiv setzen.

Um Kostenträgerhierarchien und Kostenträger-allgemein mit Istkosten belasten zu können, müssen Sie im Customizing des Controlling Allgemein unter Anfang des Navigationspfads Organisation Navigationsschritt Kostenrechnungskreis pflegen Ende des Navigationspfads das Kennzeichen Kostenträger setzen.

Um Kundenauftragspositionen mit Istkosten belasten zu können, müssen Sie im Customizing des Controlling Allgemein unter Anfang des Navigationspfads Organisation Navigationsschritt Kostenrechnungskreis pflegen Ende des Navigationspfads das Kennzeichen Vertriebsaufträge setzen.

Produktionsaufträge, Produktkostensammler und Kundenauftragspositionen müssen den Status FREI (freigegeben) haben, damit sie mit Istkosten belastet werden können (siehe auch: Produktionsauftrag freigeben).

Überprüfen Sie die Kalkulationsvariante, die Sie als Vorschlagswert im Customizing des Periodischen Produkt-Controlling oder des Auftragsbezogenen Produkt-Controlling unter Vorschlagswerte pro Auftragsart festlegen unter Mitlaufende Kalkulation hinterlegt haben. Überprüfen Sie die zugehörige Bewertungsvariante.

Erfassen Sie Istkosten zu Produktionsaufträgen, welche mit Produktkostensammlern verknüpft sind, dann werden die Istkosten direkt auf den Produktkostensammler gebucht.

Funktionsumfang

Buchungen im FI

Buchungen im FI können manuell erfasst oder automatisch auf der Basis von Warenbewegungen im MM erzeugt werden.

Wird eine Sachkontenbuchung im FI durchgeführt, so erfolgt eine entsprechende Buchung im Controlling (CO) unter der primären Kostenart, die mit dem Sachkonto verknüpft ist.

Im FI wird je Buchung ein Buchhaltungsbeleg geschrieben.

Buchungen im MM

Auf Basis folgender betriebswirtschaftlicher Vorgänge im MM kann ein Kostenträger mit Istkosten belastet werden:

  • Warenausgänge

  • Wareneingänge zur Bestellung

  • Rechnungseingänge zur Bestellung

Bei Warenbewegungen im MM werden automatische Buchungen im FI erzeugt.

Hinweis Hinweis

In der Serienfertigung werden sämtliche Warenbewegungen im Menü der Serienfertigung gebucht. Bei Serienfertigung werden Warenbewegungen nicht über das Menü der Materialwirtschaft gebucht.

Ende des Hinweises
Warenausgänge

Der Warenausgang ist eine Warenbewegung in der Bestandsführung, mit der Materialien zur Fertigung eines Produktes entnommen werden. Auf Basis des Warenausgangs:

  • wird der Lagerbestand um die entnommene Menge reduziert

  • wird der Kostenträger unter der primären Kostenart belastet

    Der Wert des Warenausgangs wird auf Basis der entnommenen Menge und des Preises aus der Buchhaltungssicht des Materialstammsatzes ermittelt.

    Das Preissteuerungskennzeichen im Materialstammsatz bestimmt, ob die Kosten zum Standardpreis oder zum Gleitenden Preis fortgeschrieben werden.

  • wird ein Einzelposten im CO erzeugt

  • erfolgt im FI die Buchung "Bestandsveränderung an Bestand"

  • wird ein Buchhaltungsbeleg im FI erzeugt

  • wird ein Materialbeleg im MM erzeugt

Das System kann Warenausgänge auch automatisch ausführen. Sie können im System hinterlegen, dass Warenausgangsbuchungen retrograd im Zuge einer Rückmeldung oder einer Wareneingangsbuchung erfolgen sollen.

Retrograde Warenentnahmen ermöglichen schlanke Produktionsszenarien. Insbesondere in der Serienfertigung findet die retrograde Warenentnahme eine häufige Verwendung.

Wareneingänge und Rechnungseingänge zur Bestellung

Der Wareneingang ist eine Warenbewegung in der Bestandsführung.

  • Über Wareneingänge können Sie den Erhalt von Waren bestätigen.

    Ist die MM-Anwendungskomponente Einkauf im Einsatz, so können Sie beispielsweise für Handelsware, Zukaufteile oder bei externer Durchführung von Leistungen eine Bestellanforderung mit Bezug auf einen Kostenträger manuell anlegen. Aufgrund der Bestellanforderung wird eine Bestellung an einen Lieferanten geschickt.

    Bei Kundenauftragsfertigung mit bewertetem Kundenauftragsbestand mit kosten- und erlösführender Kundenauftragsposition wird die kosten- und erlösführende Kundenauftragsposition bei der Warenausgangsbuchung bei Lieferung an den Kunden mit den Kosten für das Zukaufteil beziehungsweise für die Handelsware belastet.

    Bei Kundenauftragsfertigung mit unbewertetem Kundenauftragsbestand mit kosten- und erlösführender Kundenauftragsposition wird die kosten- und erlösführende Kundenauftragsposition bei der Wareneingangsbuchung des Zukaufteils beziehungsweise der Handelsware mit den Kosten für das Zukaufteil beziehungsweise für die Handelsware belastet.

    Bei externen Leistungen wird die kosten- und erlösführende Kundenauftragsposition immer direkt mit den für die externe Leistung entstandenen Kosten belastet.

    Sie können im Customizing des MM oder des Kundenauftrags-Controlling unter Anfang des Navigationspfads  Steuerung der Kundenauftragsfertigung Navigationsschritt Kontierungstypen überprüfen Ende des Navigationspfads im Kontierungstyp festlegen, ob die Bewertung fremdbeschaffter Materialien zum Zeitpunkt des Wareneingangs oder des Rechnungseingangs erfolgt. Erfolgt der Wareneingang vor dem Rechnungseingang und haben Sie festgelegt, dass die Bewertung bei Wareneingang erfolgen soll, so berechnet sich der Wert des Wareneingangs aus der gelieferten Menge und dem Bestellnettopreis. Der Kostenträger (in der Regel die kosten- und erlösführende Kundenauftragsposition) wird gegebenenfalls mit diesem Wert belastet. Bei Rechnungseingang wird gegebenenfalls die Differenz zwischen dem Bestellwert und dem Rechnungswert auf dem Kostenträger fortgeschrieben.

    Siehe auch: Ausgewählte logistische Prozesse und Kostenträger.

  • Über Wareneingänge können Sie die Lieferung eigengefertigter Materialien an das Lager melden.

    Bei Lieferung eigengefertigter Materialien an das Lager wird der Produktionsauftrag oder Produktkostensammler entlastet. Im FI erfolgt eine Bestandsbuchung.

    Hinweis Hinweis

    In der Serienfertigung können Sie durch Zählpunktmeldungen und durch Wareneingänge mit retrograden Materialentnahmen und mit automatischen Leistungsverrechnungen ein schlankes Produktionsszenario abbilden.

    Sie müssen im Serienfertigungsprofil hinterlegen, dass Sie mit Zählpunkten arbeiten möchten. Verzweigen Sie dazu ins Customizing des Periodischen Produkt-Controlling unter Anfang des Navigationspfads Mitlaufende Kalkulation Navigationsschritt Steuerungsdaten für Serienfertigungsprofile überprüfen Ende des Navigationspfads.

    Stellen Sie sicher, dass Sie mindestens zu einem Arbeitsvorgang einen Steuerschlüssel mit Meilensteinrückmeldung hinterlegt haben. Ist nur ein Vorgang als Meilenstein definiert, so sollte dies in der Regel der letzte Vorgang des Arbeitsplanes sein.

    Sie können mit obligatorischen und mit optionalen Zählpunkten arbeiten.

    In der Kundenauftragsfertigung können Sie bei Serienfertigung keine Zählpunktmeldungen vornehmen.

    Ende des Hinweises
Buchungen im PP
Rückmeldungen

Bei der Rückmeldung zeigt das System Vorschlagswerte für die rückzumeldenden Mengen an, die Sie überschreiben können. Die Vorschlagswerte für die rückzumeldenden Mengen werden aus einem Mengengerüst übernommen.

Bei der Serienfertigung arbeiten Sie in der Regel mit Zählpunktmeldungen. Bei der Rückmeldung eines Zählpunktes werden alle dem Zählpunkt vorgelagerten Vorgänge, die größer als der vorherige Zählpunkt sind, automatisch rückgemeldet.

In der Werkstattfertigung und in der Prozessfertigung können Sie mit Meilensteinrückmeldungen arbeiten. Bei der Rückmeldung eines Meilensteins werden alle dem Meilenstein vorgelagerten Vorgänge, die größer als der vorherige Meilenstein sind, automatisch rückgemeldet.

Wenn Sie mit Zählpunktmeldungen und mit Meilensteinrückmeldungen arbeiten, müssen Sie die Zählpunkte und Meilensteine in der vorgegebenen Reihenfolge rückmelden. Vorgänge, die nicht Zählpunkt und nicht Meilenstein sind, aber bereits manuell rückgemeldet worden sind, werden bei der Zählpunktmeldung oder Meilensteinrückmeldung nicht mehr berücksichtigt.

Sie können den letzten Zählpunkt oder Meilenstein mit einem automatischen Wareneingang versehen. Ob ein Vorgang ein Zählpunkt oder Meilenstein ist, definieren Sie im Arbeitsplan durch den Steuerschlüssel des Vorgangs. Ob zum letzten Vorgang ein automatischer Wareneingang durchgeführt werden soll:

  • definieren Sie in der Serienfertigung im Serienfertigungsprofil

  • definieren Sie in der Werkstattfertigung und in der Prozessfertigung durch den Steuerschlüssel des Vorgangs

Bei der Rückmeldung liegen folgende Mengengerüste zugrunde:

Selektion des für die Rückmeldung von Leistungsmengen relevanten Arbeitsplanes.

  • Bei Verwendung von Fertigungsaufträgen bildet der in den Produktionsauftrag kopierte Arbeitsplan die Basis zur Bestimmung der Vorschlagswerte der in Anspruch genommenen Mengen.

  • Bei Verwendung von Prozessaufträgen bildet das in den Produktionsauftrag kopierte Planungsrezept die Basis zur Bestimmung der Vorschlagswerte der in Anspruch genommenen Mengen.

  • In der Serienfertigung kann bei der Rückmeldung von Leistungen der Arbeitsplan berücksichtigt werden,

    • der der Vorkalkulation zum Produktkostensammler zugrunde liegt

    • der der Plankalkulation zum Material zugrunde liegt

    Welcher Arbeitsplan bei Serienfertigung bei der Rückmeldung berücksichtigt wird, definieren Sie im Customizing des Periodischen Produkt-Controlling unter Anfang des Navigationspfads Mitlaufende Kalkulation Navigationsschritt Steuerungsdaten für Serienfertigungsprofile überprüfen Ende des Navigationspfads.

    Auf Basis dieses Arbeitsplanes schlägt das System die rückzumeldenden Leistungsmengen vor.

Selektion der für die Rückmeldung von Materialentnahmen relevanten Stückliste:

Das System bucht eine retrograde Materialentnahme (Warenausgang) auf Basis folgender Informationen:

  • In der Werkstattfertigung wird die Menge der entnommenen Materialien je Vorgang aus der im Fertigungsauftrag hinterlegten Stückliste vorgeschlagen.

  • In der Prozessfertigung wird die Menge der entnommenen Materialien je Phase aus der im Prozessauftrag hinterlegten Materialliste vorgeschlagen.

  • In der Serienfertigung wird die Menge der entnommenen Materialien je Zählpunkt aus der aktuellen Stückliste (d.h. die in der Fertigungsversion eingetragene Stückliste) vorgeschlagen.

Sie können die vorgeschlagenen Leistungsmengen und Materialmengen manuell ändern. Vorgeschlagene Materialien können Sie durch andere Materialien substituieren. Vorgeschlagene Leistungen können Sie durch andere Leistungen substituieren.

Bei der retrograden Materialentnahme wird der Auftrag durch eine Warenausgangsbuchung belastet. Die Bewertung der eingesetzten Materialmengen erfolgt gemäß der Preissteuerung und dem entsprechenden im Materialstammsatz hinterlegten Preis.

Bei der Rückmeldung von Leistungen und von Geschäftsprozessen wird der Auftrag automatisch durch eine interne Leistungsverrechnung belastet. Der Tarif, der zur Bewertung der eingesetzten Leistungen und Geschäftsprozesse herangezogen wird, wird gemäß der Bewertungsvariante ermittelt, die über die Kalkulationsvariante zur mitlaufenden Kalkulation mit dem Auftrag verknüpft ist. Es gilt die Bewertungsvariante, die der Kalkulationsvariante zugeordnet ist, die im Produktionsauftrag oder im Produktkostensammler im Feld Kalkulationsvariante Ist eingetragen ist. Diese Kalkulationsvariante können Sie als Vorschlagswert im Customizing des Periodischen Produkt-Controlling oder des Auftragsbezogenen Produkt-Controllingunter Vorschlagswerte pro Auftragsart festlegen hinterlegen. Ist der empfangende Auftrag nicht mit einer Kalkulationsvariante für die mitlaufende Kalkulation verknüpft (dies ist zum Beispiel bei Fertigungsaufträgen ohne Mengengerüst der Fall), so wird der Plantarif der Periode zur Bewertung herangezogen. Das System übernimmt den Tarif aus der Kostenstellenrechnung (CO-OM-CCA) beziehungsweise aus der Prozesskostenrechnung (CO-ABC).

Buchungen im CO

Das Gemeinkosten-Controlling (CO-OM) umfasst die Anwendungskomponenten Kostenstellenrechnung (CO-OM-CCA), Prozesskostenrechnung (CO-ABC) und Innenaufträge (CO-OM-OPA). Aus diesen Anwendungskomponenten können sekundäre Kosten an die Kostenträgerrechnung weitergeleitet werden.

Sekundäre Kosten können entstehen:

  • durch innerbetriebliche Leistungsverrechnungen

    Durch die innerbetriebliche Leistungsverrechnung werden auf einer Kostenstelle erbrachte Leistungen auf den Kostenträger gebucht, der die Leistung in Anspruch genommen hat. Dabei wird die Leistungsmenge mit einem Leistungstarif multipliziert und der Kostenträger unter einer Verrechnungskostenart entsprechend belastet.

    Der Tarif, der zur Bewertung der eingesetzten Leistung herangezogen wird, wird gemäß der Bewertungsvariante ermittelt, die über die Kalkulationsvariante zur mitlaufenden Kalkulation mit dem Auftrag verknüpft ist (siehe oben unter Rückmeldungen). Ist der empfangende Auftrag nicht mit einer Kalkulationsvariante für die mitlaufende Kalkulation verknüpft (dies ist zum Beispiel bei Fertigungsaufträgen ohne Mengengerüst der Fall), so wird der Plantarif der Periode zur Bewertung herangezogen.

    Das System kann innerbetriebliche Leistungsverrechnungen auch automatisch durchführen. Sie können im System hinterlegen, dass zum Zeitpunkt einer Rückmeldung automatisch eine Leistungsverrechnung durchgeführt werden soll. Sie können automatische Leistungsverrechnungen durch manuelle Leistungsverrechnungen ergänzen (siehe oben unter Rückmeldungen).

    Automatische Leistungsverrechnungen ermöglichen schlanke Produktionsszenarien. Insbesondere in der Serienfertigung findet die automatische Leistungsverrechnung bei Zählpunktmeldung eine häufige Verwendung.

    Hinweis Hinweis

    Zählpunktmeldungen in der Serienfertigung sind bei Kundenauftragsfertigung nicht möglich.

    Ende des Hinweises
  • durch Umbuchung innerbetrieblicher Leistungsverrechnungen

    Umbuchungen innerbetrieblicher Leistungsverrechnungen.

  • Template-Verrechnung

    Die Ermittlung der Tarife bei der Template-Verrechnung erfolgt wie bei der innerbetrieblichen Leistungsverrechnung.

  • durch Nachbewertung von Leistungsarten und Geschäftsprozessen zu Isttarifen

    Wenn Sie die Anwendungskomponente Istkalkulation/Material-Leger aktiv haben und dort eine Istkalkulation durchführen, dann können Sie die Differenz zwischen Plantarif und Isttarif auch direkt dem Material belasten. In diesem Falle führen Sie die Funktion Nachbewertung zu Isttarifen nicht aus.

    Informationen hierzu finden Sie im Customizing unter Anfang des Navigationspfads Controlling Navigationsschritt Produktkosten-Controlling Navigationsschritt Istkalkulation/Material-Ledger Navigationsschritt Istkalkulation Navigationsschritt Istkalkulation aktivieren Ende des Navigationspfads.

  • durch die Berechnung von Zuschlägen

Sie führen die Template-Verrechnung, die Nachbewertung zu Isttarifen und die Berechnung von Zuschlägen im Periodenabschluss der jeweiligen Anwendungskomponente der Kostenträgerrechnung (d.h. z.B. im Periodenabschluss des Periodischen Produkt-Controlling) durch.

Beispiel Beispiel

  • Im FI wird eine Eingangsrechnung zu einem Zukaufteil gebucht. Der Kostenträger wird mit Materialeinzelkosten belastet.

  • Zu einem Kostenträger wird ein Material aus dem Lager entnommen. Der Kostenträger wird mit Materialeinzelkosten belastet.

  • Von einer Fertigungskostenstelle werden innerbetriebliche Leistungen auf einen Kostenträger verrechnet. Diese Kosten werden auf dem Kostenträger als Fertigungseinzelkosten fortgeschrieben.

  • Am Periodenende führen Sie zu dem Kostenträger eine Zuschlagsberechnung durch. Dabei werden Materialgemeinkosten auf Basis der Materialeinzelkosten und Fertigungsgemeinkosten auf Basis der Fertigungseinzelkosten berechnet. Die Zuschläge werden als Gemeinkosten fortgeschrieben.

Ende des Beispiels.
Erfassungsvarianten

Sie können für vorgangsbezogene Istbuchungen im Customizing der Kostenstellenrechnung Erfassungsvarianten anlegen. In der Erfassungsvariante legen Sie fest, welche Daten der Benutzer bei der Listerfassung von Belegen eingeben kann.

Mit benutzerspezifische Erfassungsvarianten können Sie je Benutzer festlegen, welche Erfassungsvariante das System bei einer bestimmten Transaktion vorschlägt. Wenn Sie beispielsweise regelmäßig innerbetriebliche Leistungen von einer Kostenstelle an einen Kostenträger verrechnen, so können Sie festlegen, dass das System die Erfassungsvariante für diese Buchung regelmäßig vorschlägt. Dazu verknüpfen Sie in den Benutzerparametern einen Parameterwert, der die Erfassungsvariante identifiziert, mit einer Parameter-ID, die die Transaktion identifiziert. Dazu wählen Sie Anfang des Navigationspfads System Navigationsschritt Benutzervorgaben Navigationsschritt Eigene Daten Ende des Navigationspfads.

Transaktionswährung

Ist im Customizing des Controlling für den Kostenrechnungskreis das Kennzeichen Alle Währungen gesetzt, so können Sie die Transaktionswährung auf dem Listbild oder auf dem Detailbild setzen, solange noch keine Belegposition erfasst worden ist. Nach der ersten Eingabe einer Belegposition kann die Transaktionswährung nicht mehr geändert werden. Das System schlägt die Kostenrechnungskreiswährung vor.

Verwendung Statistischer Kennzahlen

Sie können Istkosten zum Kostenträger mit Hilfe statistischer Kennzahlen erfassen.

Statistische Kennzahlen dienen dazu, Objekte im CO zu charakterisieren. In der Kostenträgerrechnung werden statistische Kennzahlen für Informationszwecke sowie als Grundlage für die Verteilung von Gemeinkosten verwendet. Statistische Kennzahlen können in der Kostenträgerrechnung als Hilfsmittel bei der Umbuchung verwendet werden.

Sie können die Funktionen Leistungsverrechnungen, Umbuchungen, Statistische Kennzahlen und Arbeitszeitblatt in den Menüs des Periodischen Produkt-Controlling, des Auftragsbezogenen Produkt-Controlling, des Kundenauftrags-Controlling und des Controlling für immaterielle Güter und Dienstleistungen unter Istbuchungen wählen.

Verrechnung von Prozessen mit der Template-Verrechnung bei Serienfertigung

Wenn Sie in der Serienfertigung mit der Template-Verrechnung arbeiten, so erfolgt die Verrechnung von Prozessen immer in der Form Ist = Soll. Das System versucht dabei immer, die Sollkosten zunächst auf Basis der versionsgenauen Kalkulation (Vorkalkulation zum Produktkostensammler bei Controlling-Ebene Fertigungsversion) zu ermitteln. Ist keine versionsgenaue Kalkulation vorhanden, so werden die Sollkosten auf Basis der Plankalkulation zum Material ermittelt.

Fortschreibung der Kosten in der Kostenträgerrechnung

Primärkostenbuchungen werden auf dem Kostenträger als Einzelkosten fortgeschrieben. Primärkosten werden auf dem Kostenträger unter einer Primärkostenart fortgeschrieben. Jede Primärkostenart im CO ist mit einem Sachkonto im FI verknüpft.

Sekundärkostenbuchungen werden auf dem Kostenträger je nach Entstehung als Einzelkosten oder als Gemeinkosten fortgeschrieben. Sekundärkosten werden auf dem Kostenträger unter einer Sekundärkostenart fortgeschrieben. Sekundärkostenarten haben keine Entsprechung im FI.

Im CO werden die Istkosten als Summensätze und als Einzelposten fortgeschrieben:

  • Summensätze

    Im Summensatz werden alle Kosten gesammelt, die unter einer Kostenart auf einen bestimmten Kostenträger geschrieben worden sind.

    Durch das Fortschreiben der Daten in Summensätzen können Sie jederzeit zu jedem Kostenträger die Istkosten mit den Plankosten kostenartengerecht vergleichen.

  • Einzelposten

    Zu jeder Buchung wird ein Einzelposten geschrieben. Ein Einzelposten ist eine vorgangs- und belegummernorientierte Darstellung von Buchungen. Er enthält genaue Informationen über die Herkunft der Kosten. Sie können vom Einzelposten aus beispielsweise in den Materialbeleg oder in den Buchhaltungsbeleg zu einem Buchungsvorgang verzweigen.

Sie können bei Fehlbuchungen Umbuchungen vornehmen für:

  • Primärkosten

    Bei Umbuchungen zu Primärkosten bleibt die Originalkostenart erhalten

  • Einzelposten

  • Leistungsverrechnungen

Besonderheiten zur Kostenträgerhierarchie und zum Kostenträger-allgemein

Sie können zur Kostenträgerhierarchie folgende betriebswirtschaftlichen Vorgänge nicht ausführen:

  • Rückmeldung

  • Retrograde Materialentnahme

  • Wareneingang

Sie können eine Sachkontenbuchung für eine Kostenträger-Identnummer (Kostenträgerknoten einer Kostenträgerhierarchie oder Kostenträger-allgemein) nur durchführen, wenn für das Sachkonto, unter dem die Buchung fortgeschrieben werden soll, eine Feldstatusgruppe gepflegt ist, die eine Zusatzkontierung auf eine Kostenträger-Identnummer erlaubt.

Wenn Sie einen Wareneingang zu einer Kostenträger-Identnummer erfassen möchten, dann muss zudem die Bewegungsart diese Kontierung zulassen.

Weitere Informationen

Informationen zu:

finden Sie im Dokument / Abschnitt

Sachkontenbuchungen

FI – Kreditorenbuchhaltung – Buchen Belege

Materialbewegungen

LO-MM-Bestandsführung

Innerbetrieblichen Leistungsverrechnungen

CO-Gemeinkosten-Controlling

Personalwirtschaft

HR-Personalwirtschaft

Informationssystem des Produktkosten-Controllings

Informationssystem CO-PC

Rückmeldungen zu Produktionsaufträgen

Warenbewegungen bei Rückmeldungen (retrograde Materialentnahme und automatischer Wareneingang)

LO-PP-Fertigungsaufträge-Rückmeldungen

LO-PP-Serienfertigung-Istdatenerfassung/Rückmeldung

Besonderheiten der Prozessfertigung

LO-PP-Prozessindustrie

Informationen zu:

finden Sie im Einführungsleitfaden

Erfassungsvarianten

Kostenstellenrechnung