Manuelle KostenverrechnungMit Hilfe der manuellen Kostenverrechnung können Sie sekundäre Kosten manuell buchen. Dabei wird ein Senderobjekt (z.B. eine Kostenstelle) entlastet und ein Empfängerobjekt (z.B. ein Auftrag) belastet. Bisher standen Ihnen lediglich maschinelle Verfahren für die Kostenverrechnung (z.B. Umlage, Verteilung) zur Verfügung (siehe: Umlage , Verteilung ).
Sie können die manuelle Verrechnung sekundärer Kosten einsetzen,
um bei einfachen Verrechnungen aufwendige Customizingeinstellungen zu vermeiden
um Fremddaten manuell zu übernehmen
einfache Korrekturen zu fehlerhaften Sekundärbuchungen vornehmen.
Beachten Sie dabei, daß Informationen über den Wertefluß verloren gehen, da mit der manuellen Verrechnung eine neue Prozeßkette beginnt (siehe Beispiel).
Die manuelle Kostenverrechnung darf nicht mit einer Stornierung im eigentlichen Sinn verwechselt werden. Werden maschinelle Verrechnungen, die nachträglich manuell korrigiert wurden, storniert, so werden bei diesem Stornovorgang die manuellen Verrechnungen nicht berücksichtigt. Diese manuellen Verrechnungen müssen Sie einzeln manuell stornieren.
Mit der manuellen Kostenverrechnung können sowohl primäre als auch sekundäre Kostenartentypen verrechnet werden. Dabei können Sie alle Kostenartentypen verwenden, die für Verrechnungen innerhalb des Controlling eingesetzt werden. Eine Ausnahme bildet der Typ 43 (Verrechnung Leistung/Prozesse), der ausschließlich für die Leistungsverrechnung verwendet wird.
Hinweis
Wird eine Abgrenzungskostenart manuell umgebucht, so werden die entsprechenden Werte im Rahmen einer nachfolgenden Abgrenzung nicht berücksichtigt.
Einschränkungen
Die manuelle Kostenverrechnung kann nur für Istbuchungen eingesetzt werden. Es ist nicht möglich, Datensätze, die mit der manuellen Kostenverrechnung erzeugt wurden, in Plandaten zu kopieren.
Die Übernahme von Massendaten wird derzeit nicht unterstützt.
Beispiel
Die Kostenstelle "Energie" hat im Rahmen einer Umlage irrtümlicherweise an den Messeauftrag Heizkosten in Höhe von 1.000 DEM maschinell verrechnet. Diese Kosten sollten eigentlich an die Kostenstelle "Allgemeine Verwaltung" verrechnet werden. In diesem Fall können Sie die manuelle Verrechnung zu Korrekturzwecken einsetzen. Dabei sollten Sie wie folgt vorgehen:
Verrechnen Sie manuell die Heizkosten in Höhe von 1.000 DEM erneut, diesmal jedoch negativ, von der Kostenstelle "Energie" an den Messeauftrag.
Verrechnen Sie danach die 1.000 DEM manuell an die Kostenstelle "Allgemeine Verwaltung".
So wird sichergestellt, daß dem Empfänger die Kostenstelle "Energie" als Sender bekannt ist.
Wenn Sie nach einer manuellen Verrechnung eine Umlage oder Verrechnung maschinell durchführen, beachten Sie, daß auch die Kostenarten, die bei der manuellen Verrechnung verwendet wurden, in entsprechenden Verrechnungsschemata für Umlage bzw. Abrechnung hinterlegt sein müssen.
Werden im oben genannten Beispiel die Heizkosten in Höhe von 1.000 DEM direkt von dem Messeauftrag an die Kostenstelle "Allgemeine Verwaltung" manuell verrechnet, ist der Kostenstelle "Allgemeine Verwaltung" die Kostenstelle "Energie" als ursprünglicher Sender unbekannt.
Die manuelle Verrechnung von dem Messeauftrag an die Kostenstelle "Allgemeine Verwaltung" erfolgt ohne Bezug zu vorherigen Buchungen. Daher können Binnenumsätze nicht ausgewiesen werden, auch wenn die Kostenstelle "Energie" und die Kostenstelle "Allgemeine Verwaltung" derselben Kostenstellengruppe angehören.
Um eine manuelle Verrechnung zu erfassen, wählen Sie im Menü der jeweiligen Anwendung
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Um eine manuelle Verrechnung zu stornieren, wählen Sie im Menü der jeweiligen Anwendung
Siehe auch:
Manuelle Istbuchungen erfassen
Manuelle Istbuchungen anzeigen