Queue einspielen 
Der Support Package Manager bietet zwei Szenarien zum Einspielen der Support Packages bzw. der Queue:
Testszenario
Verwenden Sie das Testszenario, um vor dem eigentlichen Einspielen festzustellen, ob Konflikte oder Probleme auftreten (z.B. nicht freigegebene Reparaturen) oder ob ein Modifikationsabgleich notwendig ist.
Mit diesem Szenario können Sie den Zeit- und Arbeitsaufwand für das Einspielen der Support Packages abschätzen und gegebenenfalls minimieren. In diesem Szenario werden keine Daten in das System importiert, und Sie können im Fehlerfall auch ohne Behebung des Fehlers das Einspielen fortsetzen.
Sie müssen das Testszenario explizit auswählen.
Hinweis
Nach dem Durchlaufen des Testszenarios ist die Queue wieder leer und muss neu definiert werden. Außerdem müssen Sie anschließend explizit das Standardszenario auswählen.
Standardszenario
Im Standardszenario werden die in der Queue stehenden Support Packages vollständig eingespielt. Im Fehlerfall können Sie das Einspielen nur erfolgreich fortsetzen und abschließen, wenn der bzw. die Fehler beseitigt sind.
Wenn Sie das Standardszenario gewählt haben, können Sie zusätzlich zwischen dem konventionellen Einspielmodus und dem Einspielmodus: Downtime-minimized zur Reduzierung der Ausfallzeit wählen.
Sie haben die Queue bereits definiert.
Um das Testszenario einzustellen, wählen Sie .
Wählen Sie auf der Registerkarte Queue einspielen die Option Test, und legen Sie die weiteren Einstellungen für das Einspielen fest.
Wählen Sie .
Mit dieser Funktion können Sie auch eine abgebrochene Einspielprozedur wieder aufsetzen.
In der Statuszeile erhalten Sie Informationen über den Fortschritt des Testeinspielens und die aktuellen Phasen des Support Package Manager. Während des Einspielens gelangen Sie gegebenenfalls in den Modifikationsabgleich (Transaktionen SPDD und SPAU). Beachten Sie, dass der Modifikationsabgleich nur im Anzeigemodus zur Verfügung steht. Sie können ihn erst durchführen, wenn Sie die Support Packages im Standardszenario einspielen.
Um das Standardszenario einzustellen, wählen Sie .
Wählen Sie auf der Registerkarte Queue einspielen die Option Standard, und legen Sie die weiteren Einstellungen für das Einspielen fest.
Wählen Sie den gewünschten Einspielmodus.
Wählen Sie .
Mit dieser Funktion können Sie auch eine abgebrochene Einspielprozedur wieder aufsetzen.
Sie gelangen auf ein Dialogfeld zur Auswahl der Startoptionen. Legen Sie die gewünschten Startoptionen fest, und bestätigen Sie das Dialogfeld.
Abhängig von gewähltem Einspielmodus und Startoptionen führt der Support Package Manager die Verarbeitung weiter.
Konventioneller Einspielmodus
Wenn Sie die Standardstartoptionen unverändert übernommen haben, dann startet der Import nach Bestätigung der Startoptionen. Der Support Package Manager führt die gesamte Verarbeitung im Dialog durch. Da der gesamte Einspielprozess in diesem Fall ohne Anzuhalten durchläuft, muss sich Ihr System zu diesem Zeitpunkt bereits im nichtproduktiven Betrieb befinden.
Hinweis
Um das System geordnet in einen nichtproduktiven Zustand zu bringen, planen Sie alle eingeplanten Hintergrundjobs mit Hilfe des Reports BTCTRNS1 aus, und lassen Sie bei Bedarf laufende Hintergrundjobs zu Ende laufen, oder beenden Sie diese manuell. Fordern Sie alle Benutzer auf, laufende Transaktionen abzuschließen und sich vom SAP-System abzumelden.
Wenn Sie für das Modul Import 2 einen Startzeitpunkt oder Manuelles Fortsetzen gewählt haben, dann können Sie den produktiven Betrieb aufrecht erhalten, bis das Modul Import 2 gestartet wird.
Nach dem Starten des Imports durchläuft der Support Package Manager eine festgelegte Folge von Phasen. Wenn in einer dieser Phasen ein Fehler auftritt, dann wird der Import angehalten und der Fehler, soweit möglich, beschrieben. Wenn das Problem behoben ist, können Sie den Import fortsetzen.
Zuerst führt der Support Package Manager Vorbereitungs- und Prüfschritte durch (Modul Vorbereitung). Sollten Fehler in diesem Modul nicht behebbar sein, so können Sie die Queue zurücksetzen.
Hinweis
Weitere Informationen zu den Prüfschritten im Modul Vorbereitung finden Sie unter Prüfungen beim Einspielen einer Queue.
Anschließend führt er die Importschritte der Module Import 1 und Import 2 durch.
Achtung
Da in diesen Phasen der Datenbankinhalt bereits verändert ist, können Sie den Import nach Beginn des Moduls Import 1 nicht mehr zurücksetzen. Sie müssen sie nach Behebung eventueller Fehler fortsetzen.
Einspielmodus Downtime-minimized
Wenn Sie die Standardstartoptionen unverändert übernommen haben, dann können Sie den produktiven Betrieb zunächst aufrecht erhalten, da der Support Package Manager Sie zur Unterbrechung des produktiven Betriebs explizit auffordert.
Zuerst führt der Support Package Manager Vorbereitungs- und Prüfschritte (Modul Vorbereitung) durch. Sollten Fehler in diesem Modul nicht behebbar sein, so können Sie die Queue zurücksetzen.
Hinweis
Weitere Informationen zu den Prüfschritten im Modul Vorbereitung finden Sie unter Prüfungen beim Einspielen einer Queue.
Anschließend führt er die Importschritte durch (Modul Import 1), bei denen Sie den produktiven Betrieb aufrecht erhalten können.
Achtung
Da in diesen Phasen der Datenbankinhalt bereits verändert ist, können Sie die Queue nach Beginn des Moduls Import 1 nicht mehr zurücksetzen. Sie müssen den Import nach Behebung eventueller Fehler fortsetzen.
Zu Beginn des Moduls Import 1 wird die Entwicklungsumgebung gesperrt, damit nicht durch ändernden Zugriff auf Objekte ungewollt die Konsistenz des Systems gefährdet wird. Der Support Package Manager weist Sie anschließend in einem Dialogfenster darauf hin, dass Sie für das nächste Einspielmodul (Import 2) den produktiven Betrieb unterbrechen müssen.
Bringen Sie Ihr System geordnet in einen nichtproduktiven Zustand.
Planen Sie hierzu alle eingeplanten Hintergrundjobs mit Hilfe des Reports BTCTRNS1 aus, und lassen Sie bei Bedarf laufende Hintergrundjobs zu Ende laufen, oder beenden Sie diese manuell. Fordern Sie alle Benutzer auf, laufende Transaktionen abzuschließen und sich vom SAP-System abzumelden.
Um das Einspielen fortzusetzen, wählen Sie . Im Modul Import 2 erfolgt das Aktivieren der vorher inaktiv importierten Objekte und der Import der restlichen Objekte aus den Support Packages in der Queue.
Nach Abschluss dieses Moduls informiert Sie der Support Package Manager darüber, dass Sie Ihre produktive Arbeit im System wieder aufnehmen können.
Hinweis
Dies gilt nur, wenn keine oder nur kleine Modifikationen an SAP-Objekten vorgenommen wurden. Ansonsten muss vor der Aufnahme des Produktivbetriebs der Modifikationsabgleich durchgeführt werden.
Wenn Sie Modifikationen an SAP-Objekten durchgeführt haben, fordert Sie der Support Package Manager zur Abarbeitung des Modifikationsabgleichs auf.
Den Abgleich von Dictionary-Objekten (Transaktion SPDD) müssen Sie sofort durchführen, wohingegen Sie beim Abgleich von Repository-Objekten (Transaktion SPAU) die Wahl haben, diesen sofort oder später, bzw. parallel zu den Nachbearbeitungsschritten nach Einspielen eines Support Package, durchzuführen. Gehen Sie dazu vor, wie unter Modifikationsabgleich durchführen beschrieben.
Um das Einspielen abzuschließen, wählen Sie erneut Queue einspielen.
Im folgenden Einspielmodul (Nachbereitung) findet die Nachbearbeitung statt. Der Einspielvorgang wird abgeschlossen.
Hinweis
Parallel zu diesem Einspielmodul können Sie den Produktivbetrieb wieder aufnehmen, oder Sie können mit den Vorbereitungsaktionen zur Wiederaufnahme des Produktivbetriebs beginnen (z. B. ABAP-Massengenerierung mit dem SAP-Load-Generierer durchführen). Das Einplanen der vorher ausgeplanten Hintergrundjobs kann mit dem Report BTCTRNS2 erfolgen.