Prüfungen beim Einspielen einer Queue 
Damit das Einspielen von OCS-Packages (Support Packages, Add-On-Installation Packages, Add-On Upgrades) möglichst reibungslos verläuft, führt das Einspielwerkzeug im Modul Vorbereitung verschiedene Prüfungen durch.
Wenn Sie eine Softwarekomponentenversion installieren möchten, kann es sein, dass bestimmte Datenbanken vorausgesetzt werden. Da die volle Funktionalität der Softwarekomponente auf anderen Datenbanken nicht gewährleistet ist, warnt das System, wenn die aktuell installierte Datenbank von den geforderten abweicht. Sie können die Installation trotzdem durchführen, allerdings ist dies nur sinnvoll, wenn sie anschließend eine Datenbankmigration auf eine der geforderten Datenbanken planen. Andernfalls brechen Sie die Installation ab.
Wenn mehrere Softwarekomponentenversionen gleichzeitig installiert werden sollen, kann es vorkommen, dass diese Softwarekomponenten verschiedene, sich widersprechende Datenbanken voraussetzen. Da diese Voraussetzungen nicht gleichzeitig erfüllt werden können, ist die Installation der Softwarekomponenten nicht sinnvoll und der Installationsprozess wird mit einer Fehlermeldung abgebrochen, welche die inkompatiblen Softwarekomponenten auflistet. Wählen siein diesem Fall lediglich kompatible Softwarekomponenten aus und starten sie deren Installation neu. Wenn sie weiterführende Fragen zu Datenbankabhängigkeiten einer Softwarekomponente haben, konsultieren Sie den Installationsleitfaden oder wenden Sie sich an den Hersteller dieser Softwarekomponente.
Für den Import einer Queue müssen die Transportwerkzeuge tp und R3trans korrekt arbeiten. Wenn hierbei Fehler auftreten, zeigt das System die folgende Fehlermeldung an: TP_CANNOT_CONNECT_TO_SYSTEM. Typischerweise ist die Ursache eine Fehlkonfiguration des Transportwesens im Transport Management System (Transaktion STMS). Genauere Informationen zu den Fehlern und den möglichen Ursachen erhalten Sie, wenn Sie die Detailprüfung aufrufen. Wählen Sie dazu . Beheben Sie die Fehler, und setzen Sie das Einspielen fort.
Einige Funktionen der Einspielwerkzeuge sowie einige OCS-Packages selbst erfordern Mindestversionen der Transportwerkzeuge tp und R3trans. Wenn die geforderten Mindestversionen der Transportwerkzeuge nicht installiert sind, zeigt das System diese in einem Dialogfenster an. Laden Sie mindestens die geforderten Versionen (oder neuere Versionen) der Werkzeuge aus dem SAP Service Marketplace, und installieren Sie diese (siehe SAP-Hinweis 19466). Setzen Sie anschließend das Einspielen fort.
Einzelne Importschritte führt das System unter Kontrolle des Benutzers DDIC durch. Dazu muss der Benutzer DDIC existieren und darf nicht gesperrt sein. Ist dies nicht der Fall, zeigt das System eine Meldung an, die Sie darüber informiert, wie Sie das Problem beheben können. Folgen Sie den Anweisungen. Setzen Sie anschließend das Einspielen fort.
Wenn durch den Import Änderungen an DDIC-Strukturen durchgeführt werden, können offene Datenextraktions- und V3-Verbucher-Aufträge möglicherweise nicht mehr abgearbeitet werden. Die Abarbeitung muss erfolgen, bevor das Modul Import 2 gestartet wird. Weitere Informationen zu solchen Datenextraktionsaufträgen finden Sie in den SAP-Hinweisen 1081287, 1083709 und 328181.
Wenn das System offene Aufträge findet, zeigt es diese in einem Dialogfenster an und unterbricht den Einspielprozess. Abhängig davon, ob Sie in den Startoptionen festgelegt haben, dass das Einspielwerkzeug die Abarbeitung des Moduls Import 2 sofort durchführt oder ob diese manuell gestartet wird, müssen Sie die offenen Aufträge vor dem Fortsetzen des Einspielens abarbeiten oder nicht. Wenn Sie für das Modul Import 2 manuelles Starten gewählt haben, dann können Sie diese Warnung mit der Drucktaste Überspringen zunächst ignorieren.
Um Probleme zu vermeiden, sollten Sie Transportaufträge nur in Systeme importieren, die den gleichen Systemzustand bezüglich installierter Softwarekomponentenversionen einschließlich Support-Package-Stand haben wie das Exportsystem zum Zeitpunkt des Exports. Diese Prüfung untersucht, ob es in der Import-Queue des TMS Transportaufträge gibt, die vor dem Einspielen der Package-Queue importiert werden sollten. Ist dies der Fall, zeigt das System die Transportaufträge in einem Dialogfenster an. Über die Drucktaste TMS - Import-Queue können Sie direkt in die Import-Queue im TMS verzweigen und den Import der Transportaufträge starten.
Wenn Sie sicher sind, dass die noch zu importierenden Transportaufträge unabhängig vom Systemzustand und den zu importierenden OCS-Packages sind, können Sie die Prüfung mit der Drucktaste Überspringen ignorieren und das Einspielen fortsetzen.
Es kann sein, dass OCS-Packages erst eingespielt werden dürfen, nachdem bestimmte Hinweiskorrekturen im System eingebaut sind. Dies ist z. B. sinnvoll, um Importfehler durch bekannte und behobene Softwarefehler zu vermeiden. Ist dies der Fall, listet das System die einzubauenden SAP-Hinweise in einem Dialogfenster auf. Über die Drucktaste Note Assistant können Sie direkt in den Note Assistant verzweigen und die angegebenen SAP-Hinweise einbauen.
Beim Import von Transportaufträgen können Tabellenumsetzungen und Aufträge zum Anlegen von Tabellenindizes ausgelöst werden, die aus verschiedenen Gründen abbrechen können. Da solche Aufträge beim Import von OCS-Packages auch abgearbeitet werden und dann ernste Probleme verursachen können, müssen Sie vor dem Import abgearbeitet oder entfernt werden.
Wenn solche Aufträge existieren, zeigt das System die betroffenen Objekte in einem Dialogfenster an. Um die angegebenen Objekte zu prüfen, verwenden Sie die DDIC-Werkzeuge der Transaktionen SE11 oder SE14. Arbeiten Sie die offenen Umsetzaufträge entweder vollständig ab, oder, falls dies nicht mehr notwendig ist, löschen Sie diese.
Wenn Objekte, die auch mit den einzuspielenden OCS-Packages geändert werden, lokal im System geändert wurden, muss diese Änderung komplett abgeschlossen sein, d. h. der zugehörige Workbench-Änderungsauftrag muss freigegeben sein. Nur somit können Sie sicherstellen, dass lokale Änderungen und Änderungen der OCS-Packages nicht kollidieren und dass ein Modifikationsabgleich möglich ist.
Wenn Objekte aus den einzuspielenden OCS-Packages noch in offenen Workbenchaufträgen gesperrt sind, zeigt das System diese in einem Dialogfenster an. Über einen Doppelklick auf einen Auftrag können Sie direkt in die Auftragsanzeige verzweigen und den Auftrag direkt freigeben, sofern Sie die Berechtigung dazu besitzen und im entsprechenden Mandanten angemeldet sind. Wenn alle offenen Workbenchaufträge freigegeben sind, können Sie das Einspielen fortsetzen.
Wenn Objekte aus den einzuspielenden OCS-Packages noch inaktiv sind, zeigt das System diese in einem Dialogfenster an. Über einen Doppelklick auf den Objektnamen können Sie direkt die Objektanzeige öffnen und das Objekt aktivieren, sofern Sie die Berechtigung dazu besitzen und im entsprechenden Mandanten angemeldet sind. Wenn alle inaktiven Objekte aktiv wurden, können Sie das Einspielen fortsetzen.