Modifikationsabgleich durchführen 
Falls Sie SAP-Objekte modifiziert haben und die Objekte mit den Support Packages importiert werden, müssen Sie diese Objekte beim Einspielen abgleichen, um zu verhindern, dass Ihre Modifikationen von den SAP-Objekten wieder überschrieben werden. Mit der Transaktion SPDD gleichen Sie Dictionary-Objekte ab, mit der Transaktion SPAU Repository-Objekte.
Wenn Sie den Modifikationsabgleich bereits in einem System (z. B. im Entwicklungssystem) durchgeführt haben, müssen Sie ihn in den Folgesystemen (Qualitätssicherungs- und Produktivsystem) nicht manuell durchführen. Sie können die Transportaufträge, die Sie für den Modifikationsabgleich angelegt haben (Modifikationsabgleichstransporte), in die Support-Package-Queue einbinden. Der Modifikationsabgleich erfolgt somit automatisch beim Import der Queue. Weitere Informationen dazu finden Sie im Abschnitt Modifikationsabgleichstransporte einbinden.
Sie haben Administrationsrechte für den Modifikationsabgleich.
Sie haben genaue Kenntnis darüber, welche Objekte geändert wurden.
Der Support Package Manager fordert Sie zum Modifikationsabgleich auf.
Sie haben keine Abgleichstransporte eingebunden oder die eingebundenen Abgleichstransporte decken nicht alle abzugleichenden Objekte ab.
Sie müssen den Modifikationsabgleich komplett durchführen, bevor Sie das Einspielen fortsetzen, da Ihre Modifikationen an den Dictionary-Objekten ansonsten verloren gehen. Das kann zu Datenverlust führen.
Führen Sie dazu alle Schritte wie unten beschrieben aus.
Sie haben folgende Möglichkeiten:
Sie führen den Modifikationsabgleich komplett durch, bevor Sie das Einspielen fortsetzen.
Dies ist bei geringem Umfang der abzugleichenden Objekte ratsam.
Führen Sie dazu alle Schritte wie unten beschrieben aus.
Sie führen den Modifikationsabgleich und die restlichen Phasen parallel durch.
Dies ist bei einer großen Menge abzugleichender Objekte ratsam.
Hinweis
Diese Vorgehensweise eignet sich insbesondere bei Verwendung des Einspielmodus: Downtime-minimized. Der Support Package Manager löscht in der folgenden Phase die obsolet gewordenen Versionen des Programmcoding und der Programmtexte aus dem System. Da dieser Vorgang lange dauern kann, können Sie Zeit sparen, indem Sie den Modifikationsabgleich parallel durchführen.
Wenn Sie das Einspielen parallel durchführen möchten, setzen Sie den Einspielprozess mit der Drucktaste Fortsetzen auf dem Bild mit der Aufforderung zum Modifikationsabgleich fort. Führen Sie anschließend nur die Schritte 1-3 wie unten beschrieben aus.
Um den Modifikationsabgleich durchzuführen, gehen Sie folgendermaßen vor:
Damit Ihre Entwickler den Modifikationsabgleich durchführen können, legen Sie im Transport Organizer einen oder mehrere Transportaufträge und unter diesen Aufgaben für die Entwickler an.
Empfehlung
Wir empfehlen, einen Transportauftrag für den Abgleich von Dictionary-Objekten und einen Transportauftrag für den Abgleich von Repository-Objekten anzulegen.
Hinweis
Wenn Sie die Transportaufträge beim Einspielen in die Folgesysteme in die Support-Package-Queue einbinden möchten, legen Sie sie als transportable Workbench-Aufträge an, da sie ansonsten nicht aus dem System exportiert und somit nicht in den Folgesystemen verwendet werden können.
Wenn Sie die angelegten Aufträge in den Folgesystemen zum automatischen Modifikationsabgleich in die Support-Package-Queue einbinden möchten, müssen Sie sie als Abgleichstransporte markieren.
Wählen Sie dazu im Einstiegsbild der Transaktionen SPDD oder SPAU .
Diese Funktion wird auch zum Vormerken von Modifikationsabgleichstransporten für das System-Upgrade verwendet. Wenn Sie zuvor ein System-Upgrade durchgeführt haben, kann es sein, dass das System Sie fragt, ob Sie den Abgleichstransport für die Verwendung im Upgrade oder für die Verwendung beim Einspielen von Support Packages (OCS) vormerken wollen. Wählen Sie OCS.
Wählen Sie auf dem Selektionsfenster einen Ihrer zuvor angelegten Aufträge aus und bestätigen Sie die Auswahl.
Damit ist der Transportauftrag für die Verwendung als Modifikationsabgleichstransport vorgemerkt.
Achtung
Die Markierung eines Workbench-Auftrages als Modifikationsabgleichstransport erfolgt, indem dieser Auftrag dem vordefinierten CTS-Projekt SAP_ADJUST zugeordnet wird. Das bedeutet, dass ein als Modifikationsabgleichstransport vorgemerkter Workbench-Auftrag keinem kundeneigenen CTS-Projekt zugeordnet werden kann. Eine solche Zuordnung würde beim Vormerken immer mit dem Projekt SAP_ADJUST überschrieben.
Wenn Sie mehrere Transportaufträge angelegt haben, wiederholen Sie den Vorgang für die weiteren Transportaufträge.
Bitten Sie die Entwickler, den Modifikationsabgleich für ihre Objekte durchzuführen.
Solange Sie die Queue noch nicht bestätigt haben, gelangen die Entwickler über im Eingangsbild des Support Package Manager kontextabhängig in die Transaktionen SPDD oder SPAU.
Nach Abschluss des Abgleichs müssen die Entwickler die Aufgaben freigeben und Sie informieren. Der Abgleich kann in jedem Mandanten durchgeführt werden.
Hinweis
Die folgenden Schritte müssen Sie nur ausführen, wenn Sie das Einspielen der Queue nach der Aufforderung zum Modifikationsabgleich noch nicht fortgesetzt haben.
Rufen Sie den Support Package Manager auf.
Zeigen Sie den Status der Queue an. Wählen Sie dazu .
Sie gelangen auf das Bild mit der Aufforderung zum Modifikationsabgleich.
Wählen Sie Abgleich bestätigen, und bestätigen Sie die Sicherheitsabfrage.
Sie gelangen zurück zum Einstiegsbild des Support Package Manager.
Um den Einspielprozess fortzusetzen, wählen Sie .
Der Support Package Manager führt die Verarbeitung weiter (Transaktion SPDD) bzw. zu Ende (Transaktion SPAU) und gibt den Status aus.
Wenn Sie einen Modifikationsabgleichstransport erzeugt haben, können Sie diesen nach dem Einspielen der Support-Package-Queue im Transport Organizer freigeben und exportieren.
Achtung
Da der Modifikationsabgleichstransport ein normaler Workbench-Auftrag ist, wird er beim Export automatisch in die Import-Queue des Folgesystems gestellt und kann dort normal importiert werden. Der Import ist allerdings erst sinnvoll, wenn die entsprechenden Support Packages im Folgesystem eingespielt sind. Achten Sie deswegen darauf, dass der Import nicht vorzeitig erfolgt. Benutzen Sie dazu die Funktionen des Transport Management Systems (z.B. Projektsteuerung, QA-Mechanismen, Löschen des Auftrags aus der Import-Queue usw.).