J2EE-Standards für das Portieren und Anpassen
von Anwendungen
Wichtiges Merkmal der SAP NetWeaver-Plattform ist die Unterstützung für den Standard J2EE (Java™ 2 Enterprise Edition). Dazu gehört der Application Server Java (AS Java), ein kompletter Anwendungsserver gemäß J2EE 1.3 sowie das SAP NetWeaver Developer Studio, eine auf Eclipse basierende Entwicklungsumgebung mit einer umfangreichen Palette an J2EE-Entwicklungswerkzeugen und –assistenten. SAP NetWeaver eignet sich daher optimal als Plattform für die Portierung betriebswirtschaftlicher auf dem J2EE-Standard basierender Anwendungen und trägt so zur Konsolidierung der Anwendungslandschaft eines Unternehmens und Senkung der Gesamtbetriebskosten bei. Aufbauend auf den langjährigen SAP-Erfahrungen im Bereich betriebswirtschftlicher Anwendungen bietet SAP NetWeaver verschiedene Erweiterungen (wie portable Persistenzschicht, zentralisiertes Benutzermanagement-Konzept usw.), mit denen Anwendungsentwickler ihre Anwendungen weiter ausbauen können.
Durch die Development Infrastructure (DI), mit der sich das SAP NetWeaver Developer Studio integrieren lässt, hebt sich die SAP NetWeaver-Plattform zudem deutlich von ihren J2EE-kompatiblen Konkurrenzprodukten ab. Diese Infrastruktur bietet zusätzliche Funktionen wie Änderungsmanagement, Versionsverwaltung und Services für automatischen Build, die alle Phasen des Softwareentwicklungszyklus unterstützen. Anders als typische Java-/J2EE-Entwicklungsumgebungen unterstützt die DI die Entwicklung in groß angelegten Szenarios mit verteilten Teams und liefert beste Ergebnisse im Hinblick auf geringere Entwicklungszeit und –kosten sowie optimale Prozessstabilität.
Die folgende Abbildung zeigt die Architektur der Variante. Dazu werden die Relationen zwischen den DI-Komponenten aufgezeigt, die in der gesamten Prozessschritt-Variante benutzt werden:

Ziel dieser IT-Szenariovariante ist die Beschreibung der Methodik und der Werkzeuge zur Portierung vorhandener bzw. Entwicklung neuer J2EE-Anwendungen auf der SAP NetWeaver-Plattform.
J2EE-Anwendungsentwickler strukturieren ihre Anwendungen gemäß des Komponentenmodells der DI in Entwicklungskomponenten (DCs) und Softwarekomponenten (SCs). Sie entwickeln die entsprechenden J2EE-Module (Servlets, JSP, EJBs usw.) in den jeweiligen Projekten in der J2EE-Perspektive des lokalen SAP NetWeaver Developer Studio mit Hilfe der darin enthaltenen intuitiven Assistenten. Nachdem die Source-Dateien der Anwendung entwickelt und lokal getestet wurden, werden sie im Design Time Repository (DTR) in der NWDI deployt. Die Sourcen werden im zentral bereitgestellten Component Build Service (CBS) erstellt und (nach erfolgreichem Build) auf dem zentralen AS Java deployt.
Um diese Szenariovariante zu benutzen, benötigen Sie die folgenden installierbaren Einheiten:
System mit aktivierten Verwendungsarten:
● Application Server Java (AS Java)
Stellt die Laufzeitumgebung für die Ausführung Ihrer J2EE-Anwendungen bereit.
● Development Infrastructure (DI)
Stellt die Werkzeuge für Modellierung, Entwicklung, Test und Life-Cycle-Management zur Verfügung, die Sie während des gesamten Entwicklungsprozesses benutzen.
● Enterprise Portal Core (EPC)
Stellt die Portal-Infrastruktur zur Verfügung, um Ihre J2EE-Anwendungen zu integrieren und den Benutzern zu präsentieren.
Prozess |
Beschreibung |
Stellt die Werkzeuge und Services vor, die eine problemlose Migration Ihrer verfügbaren J2EE-Anwendungen auf den AS Java unterstützen. |
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Beschreibt die leistungsfähigen Werkzeuge, die eine effiziente Modellierung unterstützen. |
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Erläutert die umfangreichen Werkzeuge zur Entwicklung von J2EE-Anwendungskomponenten |
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Befasst sich mit den Konfigurations- und Anpassungsoptionen, die den Entwicklungsprozess von J2EE-Anwendungen flexibler gestalten. |