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Prozessdokumentation Modellierung von J2EE-Anwendungen  Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Einsatzmöglichkeiten

In der Designphase des Entwicklungsprozesses erstellen Sie das Konzeptmodell Ihrer J2EE-Anwendung, das als Grundlage für die Entwicklung dient. Dieses Modell benennt die Basiskomponenten, aus denen die Anwendung besteht, und gliedert sie durch Definition von Beziehungen und Aktionsabläufen untereinander in sinnvolle Prozessabläufe ein. So gesehen, beschreibt ein solches Modell die Struktur und das Verhalten einer Anwendung vor ihrer eigentlichen Entwicklung. Die im Zusammenhang mit dieser Modellierung anfallenden Aktivitäten führen Sie mit den UML-Werkzeugen aus, die in das SAP NetWeaver Developer Studio integriert sind.

Soll Ihre J2EE-Anwendung in das Enterprise Portal Core (EPC) eingebunden werden, müssen Sie in dieser Phase auch das entsprechende Portalnavigationsschema mit Hilfe des Portal Content Administrator definieren.

Verwendung des Prozesses

Dieser Prozess ist Bestandteil des folgenden IT-Szenarios:

IT-Szenario

Szenariovariante

Anwendungen entwickeln, konfigurieren und anpassen

J2EE-Standards für das Portieren und Anpassen von Anwendungen

Voraussetzungen

Die J2EE-Anwendungsmodule werden in SAP NetWeaver Developer Studio importiert.

Ablauf

...

       1.      Strukturierung des Entwicklungsprojekts in Entwicklungskomponenten (DCs) und Softwarekomponenten (SCs) (DI/AS Java)

Die Development Infrastructure (DI) realisiert ein Konzept zur Software-Komponentisierung, das die Entwicklungsprozesse und das Software-Life-Cycle-Management in großen verteilten Entwicklungsumgebungen vereinfacht. Die Strukturierung Ihrer Anwendung auf Grundlage dieses Konzepts ist Voraussetzung für ihre Integration in die DI.

Das Komponentisierungskonzept wurde insbesondere auch im SAP NetWeaver Developer Studio realisiert. Dort stehen in der Perspektive J2EE die Projektarten Web Module, EJB Module und Enterprise Application zur Verfügung. Eine solche Strukturierung orientiert sich außerdem an den allgemeinen Regeln des J2EE-Standards, dass eine typische J2EE-Anwendung aus Servlet- oder JSP-Komponenten in der Präsentationsschicht sowie Enterprise-Bean-Komponenten in der Business-Logik und der Persistenzschicht besteht. In Verbindung mit dem Gesamtkonzept können Sie Abhängigkeiten zwischen Ihrer J2EE-Anwendung und anderen Entwicklungskomponenten definieren, z.B. durch Verwendung von Hilfsfunktionen, die von Java-Klassen in einer als eigenständige Komponente vorliegenden Bibliothek zur Verfügung gestellt werden.

Wenn Sie die DCs Ihrer Anwendung zu einer Softwarekomponente (SC) zusammenfassen, entstehen größere Einheiten für Auslieferung und Deployment. Sie können davon profitieren, indem Sie Ihre Komponenten in das Design Time Repository (DTR) integrieren und die dort angebotenen Funktionen zur Versionierung und Statusverwaltung nutzen.

       2.      Modellierung der Anwendung in UML-Notation (DI)

Im umfangreichen Paket an Entwicklungswerkzeugen des SAP NetWeaver Developer Studio ist auch das marktführende UML-Modellierungswerkzeug Borland Together enthalten. Mit diesem Tool können Sie das Struktur- und Funktionsmodell Ihrer Anwendung entsprechend des UML-Standards erstellen. Die Modellierung erfolgt in einer eigenen Perspektive im SAP NetWeaver Developer Studio mit dem Namen Together Modeling. Sie können die Produktivität in dieser Phase insbesondere dadurch steigern, dass Sie die vordefinierten J2EE-bezogenen Muster und Vorlagen in Ihrem Code benutzen. Weitere Vorteile ergeben sich durch Qualitätssicherungsaudits, die mögliche Fehler im Modell schon in diesem frühen Stadium erkennen können, sowie die bidirektionale Synchronisation zwischen den UML-Diagrammen und dem eigentlichen Anwendungscode. 

       3.      Modellierung der Portal-Navigation (EPC)

Durch Einbindung Ihrer J2EE-Anwendungen in das EPC erhöht sich die Flexibilität in Bezug auf die Bereitstellung rollenbasierten Zugriffs auf Backend-Daten ohne zusätzliches Schreiben von Code. Die EPC Content Administration umfasst mehrere Editoren sowie umfangreiche Assistenten. Diese unterstützen Sie bei der Definition der Aktionen, die der Endanwender in Bezug auf Ihre Komponenten ausführen darf. Den Objektbasierte-Navigation-Editor können Sie zum Beispiel für die Modellierung der Navigation zwischen iViews verwenden, die Ihre J2EE-Komponenten im Drag-and-Drop-Modus implementieren.

Ergebnis

Sie haben das komplette Entwicklungsmodell Ihrer J2EE-Anwendung erstellt. Jetzt können Sie auf der Grundlage dieses Modells mit der eigentlichen Implementierung der Anwendung beginnen.

 

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