Konfiguration und Anpassung von
J2EE-Anwendungen
Nach Abschluss der eigentlichen Entwicklungsarbeit muss die Anwendung zwecks Life-Cycle-Management in die Development Infrastructure (DI) integriert und zur Gewährleistung eines reibungslosen Ablaufs zur Laufzeit an die NetWeaver-Laufzeitumgebung (AS Java) angepasst werden.
Dieser Prozess ist Bestandteil des folgenden IT-Szenarios:
IT-Szenario |
Szenariovariante |
J2EE-Standards für das Portieren und Anpassen von Anwendungen |
Sie haben den Source-Code der J2EE-Anwendung im SAP NetWeaver Developer Studio getestet.
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1. Konfiguration der J2EE-Deskriptoren (DI)
Das SAP NetWeaver Developer Studio unterstützt die Konfiguration der Web- und EJB-Komponenten Ihrer J2EE-Anwendung über Deployment-Bezeichner. Mit dem Studio wird die Pflege der Bezeichner für Entwickler und Anwendungs-Assembler weitaus einfacher, da UI-Editoren zur Verfügung stehen und die Konfigurationsoptionen aufgabenorientiert strukturiert sind. Zeitaufwändige Standardaufgaben (wie die Definition eines Servlets über den Servlet-Namen und die Servlet-Klasse in web.xml) werden automatisch abgewickelt.
Darüber hinaus ergänzt die NetWeaver-Plattform die J2EE-Architektur um zusätzliche Deployment-Bezeichner. Diese Bezeichner bieten Funktionen, die von echten Unternehmensanwendungen benötigt werden (wie z. B. die Einrichtung eines Anwendungs-Failover), und unterstützen die Integration der Anwendungen mit den zugrunde liegenden Services des Anwendungsservers (wie z.B. die Zuordnung von Anwendungssicherheitsrollen zu echten Serversicherheitsrollen).
2. Anpassung der Sicherheitseigenschaften (DI)
Eine echte betriebswirtschaftliche Anwendung basiert immer auf einer komplexen Sicherheitsarchitektur. Diese kann verschiedene Sichten der Anwendungsdaten definieren, wobei jede dieser Sichten unterschiedlichen Benutzerrollen zugeordnet ist. Wie der J2EE-Standard festlegt, wird der rollenbasierte Zugriff deklarativ über die Deployment-Bezeichner der Anwendung definiert. Die echte Sicherheitsinfrastruktur und der Benutzerspeicher befinden sich jedoch auf dem Anwendungsserver. Um zwischen diesen beiden Welten eine Brücke zu schlagen, verwenden Sie die sicherheitsbezogenen Eigenschaften in den zusätzlichen Deployment-Bezeichner Ihrer Web- oder EJB-Module. Dabei ordnen Sie die anwendungsdefinierte deklarative Sicherheitsrolle einer echten auf dem Server konfigurierten Rolle zu.
3. Initiales Deployment mit der NWDI (DI)
Das SAP NetWeaver Developer Studio ist mit Build-Werkzeugen und Bibliotheken ausgestattet, die für die Kompilierung und Assemblierung der Anwendung benötigt werden. Anwendungen werden lokal kompiliert und assembliert, und zwar als Teil derselben Projekte, in denen die Servlets, JSPs oder Enterprise-Beans innerhalb des SAP NetWeaver Developer Studio entwickelt werden. Build-Prozesse werden von der DI-Komponente Component Build Server (CBS) in teamorientierten Entwicklungsszenarios verwaltet.
J2EE-Anwendungen, die sich innerhalb der lokalen Entwicklungsumgebung befinden, können auf einfache Weise auf dem AS Java deployt werden. Im SAP NetWeaver Developer Studio ist ein SDM-Client (Software Deployment Manager) enthalten, der eine Verbindung zum zentralen Anwendungsserver herstellen kann. Somit muss ein J2EE-Entwickler nur die Verbindungsdetails zum zentralen AS Java innerhalb der Entwicklungsumgebung konfigurieren, um Anwendungen erfolgreich auf dem Server zu deployen.
4. Management des Software-Life-Cycle mit der NWDI (DI)
Durch Integration Ihrer Anwendungs-Sourcen in die DI können Sie die Services des Design Time Repository zur Verwaltung und Versionierung der Anwendungskomponenten nutzen, insbesondere wenn die Entwicklung in verteilten Teams erfolgt. Über den Change Management Service erhalten Sie Unterstützung beim Transport von Softwareänderungen innerhalb Ihrer Java-Entwicklungslandschaft gemäß der Konfiguration Ihrer Entwicklungsumgebung. Sie richten die Development Infrastructure zentral durch Definition einer Development-Configuration-Datei ein. Durch den einfachen Import einer solchen Datei stehen sämtliche entwicklungsrelevanten Sourcen und Archive in der neuesten Version zentral für Ihre spezielles Entwicklungsprojekt zur Verfügung. Sie können alle benötigten Objekte in Ihr lokales Dateisystem herunterladen. Dadurch profitieren Sie sowohl von der Flexibilität, die eine Entwicklung auf dem lokalen PC bringt, als auch von den Vorteilen, die eine zentrale Entwicklungsumgebung bietet.
5. Hinzufügen der J2EE-Anwendung zu Portal-Rollen und –Seiten (EPC)
Mit Hilfe der Portal Runtime Technology (PRT) lässt sich Ihre J2EE-Anwendung in eine Portal-Komponente integrieren. Die Assistenten im Portal Content Studio ermöglichen es Ihnen, vorhandene Portal-Komponenten auf einfache Weise in eine vorhandene oder neue Portal-Seite einzubinden, die einer Portal-Rolle zugeordnet ist.
Sie haben Ihre J2EE-Anwendung erfolgreich konfiguriert und auf dem Server deployt. Sie wurde zu Portal-Rollen und –Seiten hinzugefügt und steht somit für den Zugriff durch die Endbenutzer zur Verfügung.