!--a11y-->
Kommunikationspartner (Fallbeispiele) 
Durch die Trennung zwischen Outbound- und Inbound-Interfaces sind die aufrufende und die aufgerufene Anwendung voneinander entkoppelt. So können Sie theoretisch beliebige Interface-Typen miteinander kombinieren. Im folgenden werden einige typischen Fälle unterschieden, an Hand deren die nötigen Schritte in der Interface-Entwicklung aufgezeigt werden sollen. Hinweise zu den technischen Voraussetzungen sind im Abschnitt Voraussetzungen unter Einführung in die Interface-Entwicklung beschrieben.
Die Fallbeispiele konzentrieren sich auf Interface-Objekte. Generell gilt, dass Outbound-Interfaces erst zur Konfigurations-Zeit den zugehörigen Inbound-Interfaces zugeordnet werden (siehe: Definition von Interface-Ermittlungen). Sie können diese Zuordnung aber schon in einem Integrationsszenario im Integration Repository modellieren und das Integrationsszenario als Ausgangsbasis für die Konfiguration verwenden.
Für die Fallbeispiele macht es keine Unterschied, ob ein Interface auf der Outbound- oder Inbound-Seite ist (beispielswiese ob ein Proxy auf Inbound- oder Outbound-Seite der Kommunikation verwendet wird). Sie sind für beide Fälle gültig.
Bei einer Kommunikation mit Fremdsystemen gibt es möglicherweise keine Interfaces beziehungsweise die Interfaces lassen sich nicht in das Integration Repository importieren. Wie Sie mit solchen Fällen umgehen, sehen wir uns im Abschnitt Kommunikation mit nicht importierbaren Interfaces an (siehe unten).
Der jeweilige Adapter konvertiert einen Aufruf des jeweiligen Interfaces in ein zum Interface gehörendes XML-Format. Bei dem Aufruf eines RFCs generiert der Adapter beispielsweise RFC-XML, dass die Integration Engine entgegennehmen kann. Proxies können sowohl Proxy-XML als auch RFC- oder IDoc-XML verarbeiten: Proxy-XML, wenn dem Message-Interface Message-Typen zugewiesen wurden, RFC- oder IDoc-XML, wenn dem Message-Interface eine importierte RFC-Message oder IDoc-Message zugewiesen wurde.
Im einfachsten Fall sollen Messages zwischen zwei Systemen ausgetauscht werden, die beide die Proxy-Generierung unterstützen. Dann können Sie Datentypen, (Fault‑)Message-Typen und Message-Interfaces direkt im Integration Repository anlegen und wiederverwenden. Da Message-Interfaces anerkannten Standards folgen, empfiehlt SAP vor allem für neue Entwicklungen diesen Ansatz.
Siehe auch: Entwicklung von Message-Interfaces.
Wenn Sie über den RFC-Adapter oder IDoc-Adapter ein älteres SAP-System an XI anschließen, gehen Sie folgendermaßen vor:
Sowohl das Message-Interface als auch der RFC beziehungsweise das IDoc verweisen auf das gleiche Message-Schema. Daher ist kein Mapping nötig.
SAP XI unterstützt auch die Anbindung von Interfaces, die nicht in das Integration Repository importiert werden können. Dabei gibt es zwei Varianten:
· Das Message-Schema ist in einem WSDL-, XSD- oder DTD-Dokument enthalten und kann von der Proxy-Generierung verarbeitet werden. In diesem Fall können Message-Interfaces als Gegenstück zum nicht importierbaren Interface verwendet werden.
· Das Message-Schema kann nicht importiert oder von der Proxy-Generierung verarbeitet werden. In diesem Fall sind sowohl auf Sender- als auch auf Empfängerseite Adapter an der Kommunikation beteiligt.
Wenn Ihr System die Proxy-Generierung unterstützt und die Proxy-Generierung das Message-Schema verarbeiten kann, gehen Sie folgendermaßen vor:
...
1. Importieren Sie das WSDL-, XSD- oder DTD-Dokument als externe Definition in das Integration Repository.
2. Legen Sie ein Message-Interface an und verweisen Sie auf die Message(s) der externen Definition über die Eingabehilfe. Bei Fremdsystemen können Sie dazu ein abstraktes Message-Interface zu verwenden, weil in diesem Fall keine Proxies generiert werden müssen.
3. Generieren Sie für Ihr Message-Interface ein Proxy. Das nicht importierbare Interface ist bereits im System vorhanden und kann über den jeweiligen Adapter mit dem Integration Server Messages austauschen.
Der Integration Builder erlaubt die manuelle Eingabe von Interface-Namen, so dass auch Systeme angeschlossen werden können, aus denen man keine Interfaces importieren kann beziehungsweise bei denen das Message-Schema nicht durch die Proxy-Generierung unterstützt wird:
· Aus technischen Gründen ist der Import von RFCs und IDocs erst für SAP-Systeme ab Release 4.0 möglich. Der RFC- und der IDoc-Adapter lässt sich aber schon für SAP-Systeme ab Release 3.1I einsetzen. In diesem Fall müssen Sie die Interface-Namen per Hand eintragen. Informationen zu IDoc- und RFC-Interfaces von Release 3.1I sind auch im Interface Repository unter der Internet-Adresse ifr.sap.com abzurufen.
·
Die Adapter-Engine
unterstützt den Anschluss von Fremdsystemen, die nicht unbedingt über ein
Interface angeschlossen werden (Beispiel: Fileadapter). Bei der Konfiguration
des Inbound-Adapters geben Sie statt dessen die Identifikation des logischen
Senders und Empfängers über das jeweilige Business-System, einen Namensraum
und einem frei wählbaren Interface-Namen an. Wenn ein Mapping notwendig ist,
brauchen Sie ein Interface, um später Ihr Mapping-Programm über ein Interface-Mapping
in der Konfiguration angeben zu können. Bei Fremdsystemen können Sie dazu ein
abstraktes Message-Interface zu
verwenden, weil in diesem Fall keine Proxies generiert werden sollen.
Auch wenn die Proxy-Generierung ein Message-Schema einer externen Definition nicht verarbeiten kann, ist es aus folgenden Gründen sinnvoll, ein verwendetes Message-Schema in das Integration Repository zu importieren:
· Das Message-Schema ist zentral verfügbar.
· Sie können das Message-Schema verwenden, um ein Message-Mapping zu definieren.
Für nicht importierte Interfaces erkennt der Integration Server die entsprechenden Kommunikationpartner, wenn Sie den Repository-Namensraum und den Interface-Namen korrekt beim Mapping und Routing eingegeben haben (der Namensraum muss dann nicht unbedingt im Integration Builder vorhanden sein).