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Verwendung

Wenn mehrere Berichte zur gleichen Spezifikation, der gleichen Generierungsvariante und der gleichen Sprache generiert werden, so unterstützt Sie diese Funktion bei der eindeutigen Versionszählung der Berichte.

Solange ein Bericht noch nicht freigegeben und nicht versioniert ist, ersetzt der neue Bericht den alten. Wenn jedoch ein Bericht bereits freigegeben ist und Versionierungspflicht besteht, wird für den neu generierten Bericht eine weitere Berichtsversion erzeugt.

Voraussetzungen

Damit die Versionierung stattfindet, müssen Sie im Kopf der Generierungsvariante das Kennzeichen Versionierungspflicht gesetzt haben.

Abhängig davon, ob zusätzlich das Relevanzkennzeichen gesetzt wurde, findet eine Erhöhung der Haupt- oder der Unterversion statt. Das Relevanzkennzeichen können Sie setzen

Die betreffenden Bewertungen werden in dem manuell oder automatisch erzeugten versandfertigen Bericht markiert, wenn Sie im Kopf der Generierungsvariante das Kennzeichen Änderungsmarkierungen erzeugen gesetzt haben und ein bereits freigegebener und versionierter Bericht als Vorgängerversion existiert. Das SAP-System ermittelt die relevanten Änderungen seit der Generierung des Vorgängerberichts.

Berichte, die relevante Änderungen an Spezifikationen enthalten, werden automatisch bei der Erzeugung des Arbeitsvorrats erfaßt.

Der Bericht darf dabei nicht den Status RA (Berichtsanforderung), FR (Freigegeben) oder HI (Historisch) besitzen.

Funktionsumfang

Startversion

Wenn Sie einen Bericht zu einer Spezifikation, einer Generierungsvariante und einer Sprache zum ersten Mal generieren und ausgehend vom Status FT (Fertig) die Funktion Annehmen wählen, so erhalten Sie unabhängig vom Kennzeichen Versionierungspflicht ein Dialogfenster, in dem Sie die Startnummer für die Hauptversion festlegen. Diese Startversion wird z.B. verwendet, um nach der Ablösung von Altsystemen mit einer bestimmten Berichtsversion beginnen zu können. Die Unterversion ist in diesem Fall immer Null.

Zählweise

Wenn Sie abermals für einen Bericht im Status FT (Fertig) die Funktion Annehmen wählen, erhalten Sie folgende Systemreaktionen:

Kennzeichen

Versionierungspflicht

Ergebnis

Das Kennzeichen ist nicht gesetzt.

Der Bericht erhält unabhängig vom Relevanzkennzeichen immer die Versionsnummer V1.0.

Das Kennzeichen ist gesetzt und der Bericht relevant.

Das SAP-System erhöht die Hauptversion und setzt die Unterversion auf Null (z.B. V2.6 ® V3.0).

Lücken werden in der Hauptversion vom SAP-System nicht zugelassen.

Das Kennzeichen ist gesetzt und der Bericht nicht relevant.

Das SAP-System erhöht die Unterversion und läßt die Hauptversion unverändert (z.B. V2.6 ® V2.7).

Berücksichtigung des Stichtags

Der Berichtsversand greift immer auf die aktuellste freigegebene Version eines Berichts zu. Die aktuellste Version erhält stets der zuletzt generierte Bericht, unabhängig von seinem Stichtag:

Für Berichte, deren Stichtag in der Zukunft liegt und die vor dem Erreichen des Stichtags versioniert und freigegeben wurden, müssen Sie daher prüfen,

Sollte der Stichtag nicht in der Zukunft liegen, so müssen Sie manuell eine Berichtsanforderung zu dem Stichtag in der Zukunft erstellen, damit dieser Bericht die höchste Versionierungsnummer erhält und beim Versand keine Datenverluste auftreten.

Beispiel

Die Version 3.2 enthält Spezifikationsdaten, die zum 1. August gültig sind.

Die Version 4.0 enthält Spezifikationsdaten, die zum 1. Mai gültig sind und relevant geändert wurden.

 

Version

generiert am

freigegeben am

Stichtag

 

3.2

1. April

1. April

1. August

 

relevante Änderung => 4.0

1. Mai

1. Mai

1. Mai

Wenn am 1. August ein Berichtsversandauftrag erstellt werden würde, so würde der Bericht selektieren werden, der die höchste Versionsnummer besitzt, d.h. die Version 4.0. Die Daten, die zum 1. August gültig sind, sind in dieser Version jedoch nicht enthalten.

Um eine Version zu erstellen, die sowohl die relevante Änderung als auch die Daten enthält, die zum 1. August gültig sind, müssen Sie manuell eine Berichtsanforderung mit dem Stichtag 1. August erstellen. =>

 

Version

generiert am

freigegeben am

Stichtag

 

4.1

1. Mai

1. Mai

1. August

(Das Szenario blebt dasselbe, wenn statt einer relevanten Änderung eine nicht-relevante Änderung stattgefunden hätte.)

Überspringen der Versionierung

Sie können den Status Fertig (FT) umgehen, indem Sie bei der Generierungsvariante als Initialstatus Freigegeben (FR) definieren. Das weitere Verhalten hängt davon ab, ob das Kennzeichen Versionierungspflicht im Kopf der Generierungsvariante gesetzt ist.

Kennzeichen Versionierungspflicht

Ergebnis

Das Kennzeichen ist nicht gesetzt.

Das Annehmen des Berichts im letzten Freigabestatus führt automatisch zur endgültigen Freigabe des Berichts. Der Bericht erhält stets die Version V1.0.

Dabei findet immer ein Ersetzen des aktuell freigegebenen Berichts statt.

Das Kennzeichen ist gesetzt.

Das SAP-System legt für den ersten generierten Bericht automatisch als Startversion V1.0 fest. Die folgenden Versionen hängen davon ab, ob das Relevanzkennzeichen gesetzt ist oder nicht.

Aktivitäten

Arbeitsvorrat für Berichte bearbeiten

Siehe auch:

Kennzeichen der Generierungsvariante

Berichtsverwaltung

Relevanzkennzeichen

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