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Verwendung

Verwenden Sie den Monitor Entire System, um einen ausführlichen Überblick über den Zustand eines SAP-Systems zu erhalten. Viele der Teilbäume dieses Monitors finden Sie auch in den spezialisierteren Monitoren der Monitorsammlung CCMS Monitor Templates:

Teilbaum

Spezialmonitor

Spool

Spool System

Background

Background Processing

Gateway_Summary
LDAP-Connector
Client-Based-Activity

Communications

Buffers

Buffers

Database

Database

Security

Security

Server Configuration

System Configuration

OperatingSystem

Operating System

Funktionsumfang

Teilbaum Dialog

Ebenso wie der Monitor Dialog Overview enthält dieser Teilbaum Attribute zum SAP-Dialogsystem. Allerdings finden Sie hier eine wesentlich genauere Aufschlüsselung der Antwortzeit sowie weitere Attribute zu diesem Thema.

Der Teilbaum enthält die folgenden Monitorbaumelemente (Monitoring Tree Elements = MTEs):

MTE

Bedeutung

ResponseTime

entspricht Dialog Response Time des Dialog Overview

FrontendResponseTime

Summe aus ResponseTime, FrontendNetTime und GuiCallBackTime, also die Zeit, die der Benutzer durchschnittlich am Frontend auf die Bearbeitung seiner Anforderung wartet

QueueTime

mittlere Wartezeit in der Dispatcher-Warteschlange (bei normaler Last sollten stets freie Dialog-Workprozesse verfügbar sein; die Wartezeit ist dann lediglich einige Millisekunden)

Load+GenTime

mittlere Lade- und Generierungszeit von Quelltexten, grafischen Benutzungsoberflächen und Bildinformationen aus der Datenbank

DBRequestTime

mittlere Zeit für die Bearbeitung logischer Datenbankanforderungen (Aufrufe an die SAP-Datenbankschnittstelle)

Utilisation

mittlere Nutzung der Dialog-Workprozesse eines Anwendungsservers

NumberOfWPDia

Anzahl der Dialog-Workprozesse; Empfehlungen zur Anzahl finden Sie im SAP-Hinweis 39412

QueueLength

mittlere Auslastung der Dispatcher-Warteschlange; bei normaler Last ist dieser Wert nahe 0 % (siehe QueueTime)

LongRunners

langlaufende Dialog-Workprozesse; ermöglicht eine Überwachung langlaufender Prozesse unterhalb der Grenze der definierten Maximaldauer eines Prozeßschrittes (Profilparameter rdisp/max_wprun_time)

ProgramErrors

ABAP-Programmabbrüche in Dialog-Workprozessen (als Analysemethode ist die Transaktion ST22 hinterlegt, mit der Sie Ursachen des Programmfehlers überprüfen können)

DialogSteps

mittlere Anzahl von Dialogschritten pro Minute (ein hoher Wert in Verbindung mit einer hohen ResponseTime weist auf eine generelle Überlastung hin, ein sehr niedriger Wert auf eine Fehlfunktion)

GuiCallBackTime

mittlere Zeit, die ein Workprozeß während der Kommunikationsschritte zwischen Anwendungsserver und Frontend innerhalb eines Dialogschritts (Roundtrips) auf das Frontend wartet

FrontendNetTime

entspricht Dialog Network Time des Monitors Dialog Overview

MonitoringTime

mittlere Zeit für das Erfassen der Monitoringdaten während eines Dialogschritts (sie liegt normalerweise im Promillebereich der Antwortzeit, d. h. die Antwortzeiten ändern sich durch das Monitoring nur unmerklich)

ResponseTime
(StandardTran.)

entspricht Standardized Response Time des Monitors Dialog Overview

LogonLoadQuality

Wert für die Qualität des Dialogsystems (u. a. aus UsersLoggedIn und ResponseTime errechnet); bestimmt bei dynamischer Benutzerverteilung, welcher Server bei einer Anmeldung verwendet wird (siehe unter StrukturlinkAnmeldegruppen konfigurieren)

LogonLoadMessage

Statusattribut, das den bevorzugten Server einer Anmeldegruppe ausgibt (der Server, der wegen der besten LogonLoadQuality bei der nächsten Anmeldung verwendet wird)

UsersLoggedIn

entspricht Users Logged On des Monitors Dialog Overview

Teilbaum Enqueue

Mit dem Enqueue-Service können R/3-Anwendungen Daten für die alleinige Verwendung sperren. Das Sperren der Daten verhindert das parallele Ändern der Daten, das zu einer Dateninkonsistenz führen würde (siehe auch StrukturlinkFunktionsweise des SAP-Sperrkonzepts).

MTE

Bedeutung

Enqueue Client

Pro System gibt es eine Instanz mit einem Enqueue-Service, die dadurch zur Zentralinstanz des Systems wird. Dieses Monitorobjekt enthält Performance-Attribute zu Anforderungen der anderen Instanzen an diesen Service.

    EnqueueFreq

Enqueue-Operationen (logische Datensperren) pro Minute, die von einer anderen Instanz als der Zentralinstanz kommen

Enqueue Server

Enqueue-Server, der den Enqueue-Service für das System anbietet

    QueueLength

prozentuale Länge der Warteschlange des Enqueue-Service im Vergleich zur maximal möglichen Länge der Warteschlange

Teilbaum Update

Generelle Informationen zum Thema Verbuchung finden Sie unter StrukturlinkVerbuchungsverwaltung und StrukturlinkVerbucheradministration (Transaktion SM14).

MTE

Bedeutung

PerformanceU1/
PerformanceU2

Monitorobjekt, der die Performance-Attribute des SAP-Verbuchers hoher (U1) und niedriger (U2) Priorität enthält

ResponseTime
QueueTime
Utilisation

Attribute, deren Funktion analog zu den gleichnamigen MTEs im Dialogsystem (siehe Teilbaum Dialog) ist

NumberOfWPUD1
NumberOfWPUP2

Anzahl der Workprozesse des Typs Verbuchung 1 (hohe Priorität) und Verbuchung 2 (niedrige Priorität); systemweit muß mindestens ein Workprozeß vom Typ Verbuchung 1 existieren

AbapErrorInUpdate

fehlerhafte Verbuchungsaufträge (Prüfung mit Transaktion SM13; siehe auch StrukturlinkVerbuchungsfehler analysieren und beheben)

Monitorobjekt TraceSwitches

Mit den Trace-Funktionen können Sie den Ablauf von verschiedenen Operationen in Ihrem SAP-System verfolgen. Dies dient zur Überwachung des Systems und zur Eingrenzung von auftretenden Problemen. Sie sollten die Ausgabe der Trace-Informationen nur in Ausnahmesituationen einsetzen, da sie extrem performance-kritisch ist (siehe auch StrukturlinkTrace-Funktionen). In den folgenden MTEs wird werden nicht die Trace-Informationen selbst, sondern nur der Tracelevel angezeigt.

MTE

Bedeutung

R3DeveloperTrace

Entwickler-Traces sind Aufzeichnungen der SAP-Workprozesse, die technische Informationen zur Fehlersuche enthalten. Um mit diesen Einträgen effektiv arbeiten zu können, sind genaue Kenntnisse des Host-Systems, in dem Ihr SAP-System läuft, und des SAP-Systems im allgemeinen erforderlich.

R3SystemTrace

Der System-Trace (Transaktion ST01) zeichnet interne SAP-Systemaktivitäten auf. Er dient der Systemüberwachung und erleichtert die Problembehebung (SAP empfiehlt die Verwendung primär als Berechtigungs-Trace).

Monitorobjekt R3Abap

Hier werden im Statusattribut Shortdumps Fehler bei der Ausführung von ABAP-Programmen ausgegeben. Das System hat einen Dump erzeugt und dies an die Monitoring-Architektur gemeldet. Analysieren Sie den Fehler mit Hilfe der Transaktion ST22 (ABAP-Laufzeitfehler). Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter StrukturlinkProgrammüberprüfungen.

Aktivitäten

Um den Monitor zu starten, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Starten Sie den Alert-Monitor über Transaktion RZ20, oder wählen Sie CCMS ® Steuerung/Monitoring ® Alert-Monitor.
  2. Expandieren Sie im Bild CCMS-Monitorsammlungen die Sammlung SAP CCMS Monitor Templates.
  3. Starten Sie in der Monitorliste den Monitor Entire System mit Doppelklick.

Vorgehen bei Alertauslösung

Teilbaum Dialog

Tritt in diesem Teilbaum ein Alert auf, prüfen Sie zunächst, ob auch die Dialogantwortzeit (ResponseTime) dadurch verschlechtert wurde. Eine lange Dispatcher-Warteschlange (QueueLength) kann ein Hinweis auf zu wenige Workprozesse oder zu hohe CPU-Last des Anwendungsservers sein. Zu lange Antwortzeiten dagegen können ein Hinweis auf zu viele Workprozesse sein, die sich die Resourcen der Instanz teilen müssen und dadurch vermehrtes Paging verursachen.

Für eine schlechte Dialog-Performance gibt es viele potentielle Ursachen. Zunächst sollten Sie prüfen, ob das Problem auf einer allgemeinen Überlastung eines Servers beruht. Überprüfen Sie darum auch die Statistiken zu CPU-Performance und Paging (Monitor Operating System). Ein weiterer möglicher Engpaß ist die Datenbank: Stellen sie sicher, daß auch hier die Performance ausreicht.

Eine Kombination von langer Warteschlange (QueueLength), langen Wartezeiten (QueueTime) und hoher Nutzung der Workprozesse (Utilisation) deutet auf eine Überlastung des Dialogsystems oder Probleme der Datenbank. Sind zu viele Benutzer im System? Führen die Benutzer lange Abfragen oder andere lange laufende Transaktionen aus? Verwendet ein Job der parallelen Hintergrundverarbeitung Dialog-Workprozesse des Servers?

Mögliche Korrekturmaßnahmen sind:

Ein Alert bei der Frontend-Antwortzeit (FrontendResponseTime) bei normalen Werten für die Antwortzeit (ResponseTime) schränkt das Problem auf das Frontend oder die Verbindung zum Anwendungsserver ein.

Teilbaum Enqueue

Ein Alert im Attribut EnqueueFreq ist unwahrscheinlich, da der R/3-Enqueue-Service auch mit hohen Betriebsraten umgehen kann. Sollte hier ein Alert auftreten, weist er darauf hin, daß die Wartezeiten für den Sperrbetrieb eine negative Auswirkung auf die gesamte Dialogantwortzeit haben. Solche Probleme sind normalerweise nur temporär und sollten sich von selbst beheben. Sie treten nur unter äußerst ungewöhnlichen Umständen auf, wie beispielsweise bei massiver paralleler Ausführung von RFC-Aufrufen an einen bestimmten Server.

Falls ein Alert im Attribut QueueLength auftritt, analysieren Sie das Problem, indem Sie die Transaktion SM12 starten und Zusätze ® Diagnose oder Zusätze ® Diagnose in VB wählen (siehe auch StrukturlinkProbleme analysieren und beheben).

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