
Verwendung von Variablen in browser-basierten Herstellanweisungen und Cockpits 
Verwendung
Bei der Definition von Prozessvorgaben können Sie einfache oder globale Variablen verwenden, die Sie zuvor in einer anderen Prozessvorgabe definiert haben:
Variablen können Sie in den folgenden Funktionen verwenden, z.B.
Voraussetzungen
Ausnahme:
Folgende von SAP vordefinierten Systemvariablen, die mit 'SY_' beginnen, müssen in der Prozessvorgabe nicht definiert sein:
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Systemvariable |
Bedeutung |
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SY_MODE |
Aktueller Modus der Herstellanweisung |
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SY_TEST |
Status der Herstellanweisung (Test oder aktiv) |
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SY_ROW |
Aktuelle Tabellenzeile |
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SY_VALUE und X |
Verweist auf den unmittelbar vorausgehenden Eingabewert |
Siehe auch:
Verwendung von SystemvariablenDer Datentyp einer Variablen entspricht dem des Merkmals bzw. Parameters, auf das sie verweist.
Siehe auch:
Definition von VariablenAktivitäten
Verwendung von einfachen Variablen
Einfache Variablen, die in einer einfachen Datenanforderung oder einem Funktionsaufruf definiert wurden, verweisen auf genau einen Wert. In diesem Fall müssen Sie nur den Variablennamen eingeben, wenn Sie den Wert in eine andere Prozessvorgabe übernehmen wollen.

Für den Eingabewert "Materialmenge" ist die einfache Variable VAR definiert. Der Wert der Variablen VAR soll in der Prozessvorgabe 0020 derselben Herstellanweisung angezeigt werden.
Prozessvorgabe 0010:
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PPPI_INPUT_REQUEST |
Materialmenge |
|
|
PPPI_VARIABLE |
VAR |
|
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PPPI_REQUESTED_VALUE |
PPPI_MATERIAL_QUANTITY |
Prozessvorgabe 0020:
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PPPI_OUTPUT_TEXT |
Materialmenge |
|
|
PPPI_OUTPUT_VARIABLE |
VAR |
Einfache Variablen, die in einer wiederholten Datenanforderung definiert wurden, stehen hingegen für eine ganze Tabellenspalte. Um auf einen bestimmten Tabelleneintrag zu verweisen, müssen Sie den Variablennamen daher erweitern. Es gelten folgende Regeln:
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<Variablenname>_1 |
-> |
Wert in der ersten Tabellenzeile |
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<Variablenname>_2 |
-> |
Wert in der zweiten Tabellenzeile |
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etc. |
etc. |
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<Variablenname>_SUM |
-> |
Summe der Werte in der Tabellenspalte |
|
<Variablenname>_COUNT |
-> |
Zahl der Werte in der Tabellenspalte |

Tabellenbezogene Variablen werden zeilenweise übergeben. Wenn Sie z.B. eine Variable als Vorschlagswert (PPPI_DEFAULT_VARIABLE) ausgeben wollen, zeigt das System bei Hinzufügen einer neuen Zeile den dazugehörigen Vorschlagswert. Wenn eine Variable noch nicht bewertet wurde, bleibt die neue Zeile in der Ausgabetabelle leer.
Verwendung von globalen Variablen
Bei der Verwendung von globalen Variablen haben Sie folgende Möglichkeiten:
Weitere Informationen zu Manufacturing Data Access finden Sie unter:
Sie verwenden dazu folgende Merkmale in dieser Reihenfolge:
Daten lesen
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Merkmal |
Bedeutung |
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PPPI_DATA_ACCESS |
Manufacturing Data Access |
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PPPI_BUTTON_TEXT |
Beschriftung der Drucktaste |
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PPPI_FUNCTION_DURING_DISPLAY |
Einstellung, ob die Funktion im Anzeigen erlaubt ist |
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PPPI_IMPORT_DATA |
Globale Variable der Anwendung, aus der der Wert in die nachfolgende Variable übergeben werden soll |
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Parametermerkmal |
Variablennamen mit dem entsprechenden Datentyp |

Im Cockpit PMC1 ist für den Eingabewert "Materialmenge" die globale Variable VARGL definiert.
Im Cockpit PMC2 soll der Wert der globalen Variablen VARGL mit Hilfe von Manufacturing Data Access als Datenpunkt gelesen werden. Der Wert der Variablen VARGL soll in die lokale Variable VARLC übergeben und im Cockpit angezeigt werden.
Cockpit PMC1:
|
PPPI_INPUT_REQUEST |
Materialmenge |
|
|
PPPI_GLOBAL_VARIABLE |
VARGL |
|
|
PPPI_REQUESTED_VALUE |
PPPI_MATERIAL_QUANTITY |
Cockpit PMC2:
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PPPI_DATA_ACCESS |
Manufacturing Data Access |
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|
PPPI_BUTTON_TEXT |
Materialmenge aus PMC1 lesen |
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|
PPPI_FUNCTION_DURING_DISPLAY |
erlaubt |
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PPPI_IMPORT_DATA |
PMC:1100.PMC1.VARGL |
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PPPI_STRING_VARIABLE |
VARLC |
|
|
PPPI_OUTPUT_TEXT |
Materialmenge aus PMC1 |
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|
PPPI_OUTPUT_VARIABLE |
VARLC |
Daten schreiben
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Merkmal |
Bedeutung |
|
|
PPPI_DATA_ACCESS |
Manufacturing Data Access |
|
|
PPPI_BUTTON_TEXT |
Beschriftung der Drucktaste |
|
|
PPPI_FUNCTION_DURING_DISPLAY |
Einstellung, ob die Funktion im Anzeigen erlaubt ist |
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PPPI_EXPORT_DATA |
Datenpunkt oder globale Variable der Anwendung, in die der Wert der nachfolgenden Variablen übergeben werden soll |
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Parametermerkmal |
Variablennamen mit dem entsprechenden Datentyp |
Sie erfassen diese Informationen, indem Sie der Prozessvorgabe folgende Merkmale in der angegebenen Reihenfolge zuordnen:
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Merkmal |
Bedeutung |
Zulässige Werte |
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PPPI_DECLARE_VARIABLE |
Deklaration globale Variable |
vorhandener Variablenname |
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PPPI_VARIABLE_TYPE |
Typ der Variablen |
Merkmal, mit dem die globale Variable definiert wurde |

Herstellanweisung 0001:
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PPPI_INPUT_REQUEST |
Materialmenge |
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|
PPPI_GLOBAL_VARIABLE |
VARGL |
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|
PPPI_REQUESTED_VALUE |
PPPI_MATERIAL_QUANTITY |
Herstellanweisung 0002:
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PPPI_DECLARE_VARIABLE |
VARGL |
|
|
PPPI_VARIABLE_TYPE |
PPPI_MATERIAL_QUANTITY |
|
|
PPPI_OUTPUT_TEXT |
Materialmenge aus |
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|
PPPI_OUTPUT_VARIABLE |
VARGL |
Beachten Sie bei wiederholten Datenanforderungen folgende Besonderheiten:
Mit Hilfe von globalen Variablen können ganze Tablellen (wiederholte Datenanforderung) an ein anderes Steuerezept übergeben werden, z.B. an einen Funktionsbaustein.
Es ist jedoch zur Zeit nicht möglich, die gesamte Tabelle in der Herstellanweisung auszugeben. Sie können jedoch auf einzelne Zeilenwerte einer Tabelle verweisen. Dazu müssen Sie für jeden einzelnen Tabellenwert eine Variable mit einer Erweiterung für die jeweilige Tabellenzeile definieren. Sie fügen dazu hinter dem Variablennamen für jede Tabellenzeile den Zusatz _1, _2, _3 usw. ein:
Beispiel:
WERT_1 -> Wert in der ersten Tabellenzeile
WERT_2 -> Wert in der zweiten Tabellenzeile
etc.
In dem Steuerrezept, in dem die Variablen dann verwendet werden sollen, müssen Sie zunächst jeden Variablennamen (mit der Erweiterung) deklarieren (siehe oben), bevor Sie sie verwenden können.