Struktur
Strukturelle Profile verwenden das Datenmodell der Personalplanungskomponenten Organisationsmanagement, Personalentwicklung und Veranstaltungsmanagement, bei dem mit Objekten und sogenannten Verknüpfungen Hierarchien aufgebaut werden. Dabei werden sowohl verschiedene Arten von Objekten (Objekttypen), als auch verschiedene Verknüpfungsarten verwendet. Die Organisationsstruktur eines Unternehmens wird hierbei grundsätzlich in der folgenden Weise abgebildet:

Um die Berechtigungen für dieses Datenmodell auf effektive Weise zu verwalten, werden die zentralen Elemente dieses Datenmodels verwendet:
Auswertungswege "sammeln" von einem Startobjekt ausgehend entsprechend ihrer Definition Objekte in einer existierenden Struktur: Die Definition eines Auswertungsweges legt fest, von welchem Startobjekt aus welche Objekttypen über welche Verknüpfungen selektiert werden.

Ein Beispiel eines Auswertungsweges (und auch ein Standardauswertungsweg mit zentraler Bedeutung für Berechtigungen) ist z.B. der Auswertungsweg O-S-P (Planstellenbesetzung entlang Organisationsstruktur), der folgendermaßen definiert ist:
|
Objekttyp |
Verknüpfung |
Verknüpfungsbezeichnung |
verknüpfter Objekttyp |
|
O |
B002 |
ist Linien-Vorgesetzter von |
O |
|
O |
B003 |
umfaßt |
S |
|
S |
A008 |
Inhaber |
P |
Dieser Auswertungsweg selektiert ausgehend von einer Organisationseinheit (O), die als Startobjekt dient (für das folgende Beispiel soll die Organisationseinheit O1 aus Grafik 1 verwendet werden), zunächst über Zeile 1 der Definition (O B002 O) alle Organisationseinheiten.
Für die obige Beispielstruktur werden also die folgenden Organisationseinheiten selektiert:
O1, O4, O5
In einem zweiten Schritt werden, ausgehend von den selektierten Organisationseinheiten, aufgrund der Zeile 2 der Definition (O B003 S) alle Planstellen selektiert:
S1, S2, S3
Im letzten Schritt werden, ausgehend von den selektierten Planstellen, aufgrund der Zeile 3 der Definition (S A008 P) alle Personen selektiert:
P1, P2, P3
Insgesamt werden also mit dem Auswertungsweg O-S-P und dem Startobjekt O1 die folgenden Objekte selektiert:
O1, O4, O5, S1, S2, S3, P1, P2, P3
Eine Kombination aus Startobjekt und Auswertungsweg liefert aus einer existierenden Struktur eine bestimmte Anzahl von Objekten zurück. Genau diese Kombination bzw. die dadurch gelieferten Objekte stellen das strukturelle Profil eines Benutzers dar. Wobei hier noch einmal darauf hinzuweisen ist, dass weder die Objektanzahl noch die spezifischen Objekte, die durch ein strukturelles Profil geliefert werden, konstant sind und dies auch nicht gewünscht ist. Die konkreten Objekte, die durch ein strukturelles Profil geliefert werden, ändern sich in dem Maße, wie sich auch die (unter den Startobjekt liegende) Organisationsstruktur ändert.
Siehe auch:
Beispiel
unter Strukturelle BerechtigungsprüfungNeben den zentralen Feldern für die Definition von strukturellen Profilen Startobjekt und Auswertungsweg gibt es noch einige weitere Felder, die ebenfalls für die Definition von strukturellen Profilen verwendet werden können, die aber nur eine weitere Detaillierung oder Abbildung von häufig auffallenden Standardfällen erlauben, aber ebenso das Grundprinzip von "Startobjekt plus Auswertungsweg" verwenden. Diese Felder und das eigentliche Anlegen von strukturellen Profilen werden unter
Definition von strukturellen Berechtigungen beschrieben.
Nicht alle Aspekte der strukturellen Berechtigungsprüfung können in einem Abschnitt behandelt werden. Sie finden spezielle Informationen dazu in den folgenden Abschnitten: