Anfang des InhaltsbereichsProzessdokumentationAbwicklung mit Einzelbestellung Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Einsatzmöglichkeiten

Sie können diese Form der Abwicklung einsetzen, um Maßnahmen auf der Basis von Einzelbestellungen an eine Fremdfirma zu vergeben.

Diese Bestellungen können entweder aufwandsbezogen oder auf der Basis eines festen Preises für die Gesamtleistung abgerechnet werden. Sie können Positionen für Material oder für Dienstleistungen umfassen.

Voraussetzungen

Sie kennzeichnen die Vorgänge von fremdzubearbeitenden Aufträgen mit Hilfe eines entsprechenden Steuerschlüssels als fremdzubearbeitende Vorgänge. In der Standardauslieferung heißt dieser Steuerschlüssel PM02.

Sie legen die Fremdfirma im Lieferanten-/Kreditorenstammsatz an, der von der Buchhaltung und dem Einkauf gepflegt wird.

Ablauf

  1. Sie legen den Auftrag mit den fremdzubearbeitenden Vorgängen genauso wie einen Auftrag für die Eigenbearbeitung an (siehe Eröffnung eines Auftrags).
  2. Das System erstellt automatisch für diejenigen Vorgänge, die Sie mit dem Steuerschlüssel für Fremdbearbeitung gekennzeichnet haben, spätestens bei Auftragsfreigabe eine Bestellanforderung (BAnf). Die Nummer der BAnf finden Sie auf dem Ist-Daten-Bild des Vorgangs.
  3. Hinweis

    Sie können im Customizing unter Funktionen und Einstellungen der Auftragsarten ® Änderungsbelege, Knz. SammelBanf, Vorg.nr.intervall def. auch die Verwendung von Sammelbestellanforderungen einstellen.

  4. Die zuständige Person in der Einkaufsabteilung führt gegebenenfalls eine Bezugsquellenfindung durch und legt eine Bestellung an (siehe Strukturlink Bestellungen).
  5. Entsprechend Ihrer Angaben auf dem Detailbild für die Fremdbearbeitung stehen Ihnen folgende Verrechnungsarten zur Verfügung:

Beispiel

Beispiel 1: Sie haben einen Lohnstundensatz von DM 80,-- vereinbart und sind von einer Ausführungsdauer von vier Stunden ausgegangen. Tatsächlich wurden aber fünf Stunden benötigt: Sie rechnen DM 400,-- ab.

Beispiel 2: Sie haben einen Festpreis für das Verlegen von einem Meter Kabel von DM 10,-- vereinbart und sind von einer Kabelgesamtlänge von 40m ausgegangen. Tatsächlich wurden aber nur 35m verlegt: Sie rechnen DM 350,-- ab.

Beispiel 3: Sie haben einen Pauschalpreis für das Verlegen von 40m Kabel von DM 400,-- vereinbart und sind von einer Dauer von vier Stunden ausgegangen. Tatsächlich wurden aber fünf Stunden und 50m Kabel benötigt: Sie rechnen DM 400,-- ab.

  1. Die Maßnahmen werden von der Fremdfirma ausgeführt.
  2. Die Rückmeldung wird vom eigenen Personal in Form eines Wareneingangs zur Bestellung erfaßt. Siehe Rückmeldung von Fremdleistungen oder Fremdmaterial.
  3. Die daraus resultierenden Kosten werden zunächst auf dem Auftrag gesammelt und dann an den in der Abrechnungsvorschrift genannten Empfänger abgerechnet.
  4. Die Gegenbuchung wird zunächst auf ein Verrechnungskonto gestellt und beim Rechnungseingang dann automatisch aufgelöst, da in der Regel die Rechnung des Lieferanten später eingeht als seine Lieferung. Eventuelle Abweichungen zwischen Bestellwert und Rechnungswert werden dem Auftrag nachbelastet oder gutgeschrieben.
  5. Im fremdzubearbeitenden Vorgang wird der Status Fremdvorgang teilgeliefert gesetzt. Falls Sie das Endlieferkennzeichen gesetzt haben, wird der Status Fremdvorgang endgeliefert gesetzt.

Siehe auch:

Strukturlink MM - Dienstleistung

Ende des Inhaltsbereichs