Start- und Stoppverarbeitung: Windows NT 

Startverarbeitung

  1. Start der R/3-Services

Beim Hochfahren des Windows NT-Systems wird der R/3-Service ( SAP<SAPSID>_<Instanznummer> , z. B. SAPC11_00 ) stets automatisch gestartet. Der Service wertet Einträge aus dem Windows NT-Startprofil aus und liest die erforderlichen Umgebungsvariablen aus der Registry.

  1. Start der R/3-Prozesse

Sie können die R/3-Prozesse unter Verwendung der Microsoft Management Console (MMC) starten. Markieren Sie hierzu eine Instanz, und wählen Sie im Kontextmenü Start. Weitere Informationen finden Sie unter Microsoft Management Console: Windows NT.

Die DCOM-Kommunikation zum R/3-Service wird aufgebaut, und Meldungen zum Starten der gewünschten R/3-Instanz werden an den Service verschickt. Der R/3-Service interpretiert das Windows NT-Startprofil (siehe Auswertung des Startprofils weiter unten) und startet die Prozesse, aus denen die Instanz besteht. (Die Prozesse werden von dem Programm sapstartsrv.exe gestartet.)

Die Meldung zum Starten der gewünschten Instanz kann auch durch das Befehlszeilenprogramm sapstart.exe erfolgen.

Die folgende Abbildung veranschaulicht das Zusammenspiel der einzelnen Prozesse beim Startvorgang:

 

Siehe auch:

Registry-Einträge

Windows NT-Startprofil

SAP Service Manager

Windows NT: R/3-Programmübersicht

Auswertung des Startprofils

Wenn Sie eine Instanz starten, führt der R/3-Service alle Befehle im Windows NT-Startprofil aus, die eine Execute_ -Anweisung enthalten.

Der R/3-Service startet dann die Prozesse der R/3-Instanz entsprechend der Reihenfolge, in der die Start_Program_ -Anweisungen im Profil augelistet sind.

Sie können den Parameter autostart im Windows NT-Startprofil auf 1 setzen. Wenn dieser Parameter gesetzt ist, werden beim Hochfahren des Windows NT-Systems der R/3-Service und das R/3-System gestartet. Beachten Sie jedoch, daß die einzelnen Workprozesse nicht automatisch synchronisiert werden. Das bedeutet z. B., daß der Verwalter sicherstellen muß, daß die Anwendungsserver erst dann gestartet werden, wenn der Datenbankserver erfolgreich gestartet wurde.

Stoppverarbeitung

So können Sie das R/3-System stoppen:

Der R/3-Service wartet auf eine Stoppmeldung von der MMC oder von einem Befehlszeilenprogramm (z. B. sapsrvkill ). Er stoppt dann das R/3-System wie im Abschnitt Auswertung des Startprofils beschrieben. Der Service selbst wird nicht gestoppt.

Wählen Sie aus der Liste der Services den Service der R/3-Instanz ( SAP<SAPSID>_<Instanznummer> , z. B. SAPC11_00 ) aus, den Sie stoppen möchten. Der R/3-Service stoppt dann das R/3-System wie im Abschnitt Auswertung des Startprofils beschrieben. Der Service selbst wird dann gestoppt.

Die Datenbank wird bei diesem Stoppverfahren nicht gestoppt.

Auswertung des Startprofils

Der R/3-Service führt Stoppbefehle für die R/3-Prozesse aus, die er selbst gestartet hat. Nur die Prozesse, die mit Start_Program_ -Anweisungen gestartet wurden, werden gestoppt. Prozesse, die mit Execute_ -Anweisungen gestartet wurden, bleiben unberücksichtigt.

Der R/3-Service protokolliert das Starten und Stoppen des R/3-Systems. Sie können dieses Protokoll z. B. ausgehend vom SAP Service Manager anzeigen lassen. Weitere Informationen zu Fehlersituationen finden Sie unter R/3-System auf Windows NT: Problemanalyse.

Das R/3-System kann auch über entsprechende Skripte gestartet und gestoppt werden.

Die Prozesse, unter denen diese Skripte gestartet werden (z. B. at -Schedule-Service), dürfen nicht unter dem Benutzer ADMINISTRATOR oder mit dem SYSTEM Account gestartet werden. Im folgenden finden Sie Beispiele für diese Skripte, deren Variablen (Name des R/3-Systems, Namen der Instanzen...) noch an das spezifische R/3-System angepaßt werden müssen:

Beispiel: Skript zum Starten des R/3-Systems

Beispiel: Skript zum Stoppen des R/3-Systems

Beispiel: Skripte, die die DCOM-Schnittstelle verwenden

Siehe auch:

R/3-System starten: Windows NT

R/3-System stoppen: Windows NT

R/3-System auf Windows NT: Problemanalyse