Verwendung
Bei einer Betriebsartumschaltung werden die R/3-Workprozesse automatisch neu aufgeteilt, ohne daß die Instanzen gestoppt und neu gestartet werden.
Es werden nur die Workprozeßtypen geändert. Beispielsweise kann ein Workprozeß, der als Dialogprozeß benutzt wird, zu einem Hintergrundprozeß umgeschaltet werden.
Der neue Prozeßtyp wird erst dann aktiviert, wenn der Prozeß frei wird. Es kann also sein, daß ein Prozeß nicht sofort umgeschaltet wird. In diesem Fall wird der Prozeß für die Umschaltung vorgemerkt und bei der nächsten Möglichkeit umgeschaltet. Wenn beispielsweise alle Hintergrundprozesse, die umgeschaltet werden sollen, noch Jobs ausführen, werden sie einzeln umgeschaltet, sobald die Jobs beendet sind.
Die Verarbeitung wird nicht unterbrochen. Der normale Systembetrieb läuft während der Betriebsartumschaltung ununterbrochen weiter.
Betriebsartumschaltungen werden im Systemprotokoll aufgezeichnet. Für jeden umgeschalteten Workprozeß werden der alte und der neue Prozeßtyp aufgezeichnet.
Zusätzliche Informationen zur Betriebsartumschaltung
Systemstart
Wenn ein Server gestartet wird, läuft er zunächst ohne eine Betriebsart. Die Anzahl der Workprozesse und deren Aufteilung ist im Instanzprofil definiert, mit dem der Server gestartet wurde.
Der Status der Betriebsart wird in regelmäßigen Zeitabständen überprüft, und die im Betriebsartenkalender als aktiv definierte Betriebsart wird automatisch aktiviert. Falls im Betriebsartenkalender für die aktuelle Zeit keine Betriebsart eingetragen ist, wird keine Betriebsart aktiviert.
Initiale Betriebsartumschaltung
Die erste Betriebsartumschaltung eines Anwendungsservers erfolgt durch das ABAP-Programm
SAPMSSY6 . Dieses Programm läuft zyklisch. Es sammelt die Alert-Werte, führt Profilüberprüfungen durch und erzeugt DUMMY-Betriebsarten. Der Profilparameter rdisp/autoabaptime bestimmt, mit welchen Intervallen das Programm läuft. Der Standardzyklus beträgt 300 Sekunden.SAPMSSY6
schaltet Betriebsarten nur dann um, wenn der Anwendungsserver nicht in einer Betriebsart läuft. Normalerweise wird das System innerhalb von 5 Minuten nach dem Systemstart auf die im Betriebsartenkalender definierte Betriebsart umgeschaltet.SAPMSSY6
führt keine laufende Umschaltung durch. Das heißt, eine manuelle Betriebsartumschaltung wird nicht nach 5 Minuten wieder zurückgeschaltet.Zeitgesteuerte Betriebsartumschaltung
Die genauen Zeiten für die Betriebsartumschaltungen werden im Betriebsartenkalender definiert.
Die zeitgesteuerte Betriebsartumschaltung wird vom Job Scheduler (
SAPMSSY2 ) gestartet. Die Betriebsartumschaltung kann deswegen nur dann automatisch erfolgen, wenn mindestens ein Job Scheduler im R/3-System läuft. Dies bedeutet, daß mindestens ein Hintergrundworkprozeß und der Parameter rdisp/btctime > 0 vorhanden sein müssen.Die Umschaltung wird immer für alle in der Betriebsart definierten Server durchgeführt.
Wenn mehr als ein Job Scheduler läuft, kann nur einer davon eine Betriebsartumschaltung aktivieren.
Siehe auch:
Betriebsartumschaltung Betriebsarten automatisch umschalten Normalbetrieb Ausnahmebetrieb Betriebsarten manuell umschalten