Behandlung des Bilanzgewinns bzw. des Jahresüberschusses 
Abhängig von der Art der Gewinnverwendung sind Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung durch zwei wertmäßig identische Positionen, nämlich Bilanzgewinn bei Gewinnverwendung im Anschluß an die GuV sowie Jahresüberschuß bei Gewinnverwendung in der Bilanz miteinander verbunden.
Die Eliminierung oder Umgliederung von Anteilen des Bilanzgewinns bzw. des Jahresüberschusses in der Bilanz muß folglich in der Gewinnverwendung nachvollzogen werden, um einen Schiefstand zu vermeiden. Die notwendigen Buchungen werden automatisch durch das System erzeugt.
Die Vorgehensweise ist dabei abhängig von der Darstellung der Gewinnverwendung. Sehen Sie in diesem Zusammenhang auch die Dokumentation
Positionskatalog in Abhängigkeit der Gewinnverwendung.Behandlung des Bilanzgewinns bei Gewinnverwendung im Anschluß an die GuV
Bei dieser Darstellung der Gewinnverwendung wird der Bilanzgewinn als Fixposition unter der Konstanten BG (Bilanzposition) bzw. ERG (GuV-Position) im System hinterlegt. Dies erfolgt nicht erst beim Customizing der Kapitalkonsolidierung, sondern im Kapitel Stammdaten
® Positionen des Einführungsleitfadens im Arbeitsschritt Fixpositionen pflegen. Für die Behandlung des Bilanzgewinns benötigt das System außerdem die folgenden Fixpositionen innerhalb der Gewinnverwendung:Die Position wird im Einführungsleitfaden im Arbeitsschritt Konsolidierung
Auf dieser Position ist der Anteil des Jahresüberschusses der Einzelgesellschaft zu erfassen, der bis zur Periode der Erstkonsolidierung entstanden ist und nicht als Konzernjahresüberschuß ausgewiesen werden soll.
Die Position wird im Einführungsleitfaden im Arbeitsschritt Konsolidierung ® Kapitalkonsolidierung ® Fixpositionen unter der Konstanten BIL hinterlegt.
Die Position, evtl. differenziert nach Soll/Haben, wird im Detailbild Minderheiten eingestellt. Sie wird vom System unter der Konstanten GVM gespeichert.
Die Position wird im Detailbild Unterschiedsbetrag eingestellt. Sie wird vom System unter der Konstanten MIK gespeichert.
Bei Durchführung der Buchungen ergibt sich ein Ergebniseffekt, der die Veränderung des Bilanzgewinns sowohl in der Bilanz als auch in der GuV bewirkt.
Vorgehensweise des Systems:
Verwendung der Fixpositionen mit den Konstanten BG, BIL, JVE, MIN und GVM:
Vom Anwender wird die Entwicklung des Bilanzgewinns in der Tabelle der Kapitalentwicklung erfaßt. (Zur Erfassung von Meldedaten zur Kapitalkonsolidierung sehen Sie Vorgangsübergreifende Informationen zur Tabellenpflege.) Bei Durchführung der Kapitalkonsolidierung interpretiert das System die Einträge in der Tabelle.
Die Einträge werden interpretiert hinsichtlich der jeweiligen Position, des Kennzeichens für Erst-/ Folgekonsolidierung sowie Jahr und Periode. Des weiteren wird das Jahr und die Periode der Erstkonsolidierung herangezogen, welches im Gesellschaftsstamm und ggf. darüberhinaus im Teilkonzernstamm gepflegt wurde. Die Buchungen des Systems können in fünf Fälle unterschieden werden:
Der Betrag wird auf der Position ausgebucht, die als Vortragsposition unter der Konstanten BIL hinterlegt wurde. Der Konzernanteil wird verrechnet, der Minderheitenanteil wird auf die Position, die als Minderheitenposition unter der Konstanten MIN (Bilanzposition) hinterlegt wurde, umgegliedert.
Dieser Eintrag stellt i.d.R. den Jahresüberschuß dar, der bis zur Periode der Erstkonsolidierung entstanden ist und in die Erstkonsolidierung einzubeziehen ist. Der Betrag wird vom System auf der Position, die unter der Konstanten JVE hinterlegt wurde, ausgebucht. Der Konzernanteil wird verrechnet, der Minderheitenanteil wird auf die Position, die als Minderheitenposition unter der Konstanten MIN (Bilanzposition) hinterlegt wurde, umgegliedert.

Bei den Fällen 1 und 2 ist das Kennzeichen für Erst-/ Folgekonsolidierung unbedeutend, da die Einträge stets in die Erstkonsolidierung einzubeziehen sind. Die Position, auf der die Ausbuchung erfolgt, ist allerdings verschieden.
– Wenn parallel zu diesem Eintrag zumindest ein Eintrag in Form von Fall 1 oder 2 besteht, dann wird dieser Eintrag analog zu Fall 2 behandelt. Dies bedeutet, daß der Betrag vom System auf der Position, die unter der Konstanten JVE hinterlegt ist, ausgebucht und der Minderheitenanteil umgegliedert wird.
– Wenn parallel zu diesem Eintrag kein Eintrag in Form von Fall 1 oder 2 besteht, dann wird der Eintrag analog zu Fall 1 ausgebucht.
Grund: Es wird davon ausgegangen, daß der Anwender einen kumulierten Eintrag erfaßt hat, der den Bilanzgewinn der Vorjahre umfaßt. Daher erfolgt die Ausbuchung auf der Position, welche als Vortragsposition unter der Konstanten BIL hinterlegt ist.
Der Eintrag wird als Folgekonsolidierung behandelt. Das System ermittelt den Minderheitenanteil am Bilanzgewinn und verbucht diesen auf der Position, die als Minderheitenposition unter der Konstanten MIN (Bilanzposition) hinterlegt wurde. Die Gegenbuchung erfolgt auf der entsprechenden Gewinnverwendungsposition der Minderheiten, die unter der Konstanten GVM hinterlegt wurde.
Der Eintrag wird analog zu Fall 4 als Folgekonsolidierung behandelt.
Verwendung der Fixposition mit der Konstanten MIK:
Ein sukzessiver Erwerb führt zu einer Reduktion der Minderheitenanteile in der Bilanz. Im Falle der automatischen Anpassung der Gewinnverwendungspositionen wird eine Entnahme der Minderheiten gebucht (GVM). Die Gegenbuchung erfolgt auf der Verrechnungsposition (MIK).
Ist mit einer Umbuchung eine Anteilsänderung verbunden, dann ist die Vorgehensweise des Systems analog zum sukzessiven Erwerb.
Analog zu sukzessivem Erwerb.
Über die Ergebniseffekte erfolgt der richtige Ausweis des Bilanzgewinns.
Kontendarstellung
Die nachfolgende Abbildung demonstriert die Behandlung des Bilanzgewinns für Erst- und Folgekonsolidierung. Der Konzernanteil beträgt 60 %.

Behandlung des Jahresüberschusses bei Gewinnverwendung in der Bilanz
Bei dieser Darstellung der Gewinnverwendung wird der Jahresüberschuß als Fixposition unter der Konstanten BG (Bilanzposition) bzw. ERG (GuV-Position) im System hinterlegt. Dies erfolgt nicht erst beim Customizing der Kapitalkonsolidierung, sondern im Kapitel Stammdaten
® Positionen des Einführungsleitfadens im Arbeitsschritt Fixpositionen pflegen. Der Bilanzgewinn ergibt sich als Summenposition aus dem Jahresüberschuß und den Gewinnverwendungspositionen des Konzerns.Für die Behandlung des Bilanzgewinns benötigt das System außerdem die folgenden Fixpositionen:
Die Position wird im Detailbildbild Minderheiten unter der Konstanten GVM hinterlegt.
Die Position wird im Einführungsleitfaden im Kapitel Einzelabschlußdaten als Fixposition unter der Konstanten JVE hinterlegt.
Auf der Position Jahresüberschuß vor Erstkonsolidierung (Bilanzposition) sollte im Jahr der Erstkonsolidierung der Anteil des Jahresüberschusses erfaßt werden, der bis zur Periode der Erstkonsolidierung entstanden und in die Erstkonsolidierung einzubeziehen ist. Demnach sollte auf der Position Jahresüberschuß (Bilanz sowie GuV) der Anteil des Jahresüberschusses erfaßt werden, der nach dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung entstanden ist und in die Folgekonsolidierung eingeht.
Die Position wird im Detailbild Unterschiedsbetrag unter der Konstanten MIK hinterlegt.
Vorgehensweise des Systems
Verwendung der Fixpositionen mit den Konstanten BG, JVE, MIN und GVM:
Vom Anwender wird die Entwicklung des Jahresüberschusses in der Tabelle der Kapitalentwicklung erfaßt. (Zur Erfassung von Meldedaten zur Kapitalkonsolidierung sehen Sie
Vorgangsübergreifende Informationen zur Tabellenpflege.) Bei Durchführung der Kapitalkonsolidierung interpretiert das System die Einträge in der Tabelle.Die Einträge werden interpretiert hinsichtlich der jeweiligen Position, des Kennzeichens für Erst-/ Folgekonsolidierung sowie Jahr und Periode. Des weiteren wird das Jahr und die Periode der Erstkonsolidierung herangezogen, welches im Gesellschaftsstamm und ggf. darüberhinaus im Teilkonzernstamm gepflegt wurde. Die Buchungen des Systems können in fünf Fälle unterschieden werden:
Der Betrag wird auf der Position ausgebucht, auf die der Jahresüberschuß der Vorjahre über den Saldovortrag umgebucht wurde. (Hierzu müssen die Position des Jahresüberschusses als spezifizierende Position und die Vortragsposition als Fixposition unter der Zuordnungskonstante VTR gepflegt werden. Sehen Sie auch die Erläuterungen in
Der Konzernanteil wird verrechnet, der Minderheitenanteil wird auf die Position, die als Minderheitenposition unter der Konstanten MIN (Bilanzposition) hinterlegt wurde, umgegliedert.
Der Betrag wird vom System auf der Position, die unter der Konstanten JVE hinterlegt wurde, ausgebucht. Der Konzernanteil wird verrechnet, der Minderheitenanteil wird auf die Position, die als Minderheitenposition unter der Konstanten MIN (Bilanzposition) hinterlegt wurde, umgegliedert.

Bei den Fällen 1 und 2 ist das Kennzeichen unbedeutend, da die Einträge stets in die Erstkonsolidierung einzubeziehen sind. Die Position, auf der die Ausbuchung erfolgt, ist allerdings verschieden.
– Wenn parallel zu diesem Eintrag zumindest ein Eintrag in Form von Fall 1 oder 2 besteht, dann wird dieser Eintrag analog zu Fall 2 behandelt. Dies bedeutet, daß der Betrag vom System auf der Position, die unter der Konstanten JVE hinterlegt ist, ausgebucht und der Minderheitenanteil umgegliedert wird.
– Wenn parallel zu diesem Eintrag kein Eintrag in Form von Fall 1 oder 2 besteht, dann wird der Eintrag analog zu Fall 1 ausgebucht.
Grund: Es wird davon ausgegangen, daß der Anwender einen kumulierten Eintrag erfaßt hat, der den Jahresüberschuß der Vorjahre umfaßt. Daher erfolgt die Ausbuchung auf der Position, welche als Vortragsposition hinterlegt ist.

Da alle Positionen der Gewinnverwendung Bilanzpositionen sind, erfolgt im Rahmen der Erstkonsolidierung eine Verrechnung und Umgliederung der Konzern- und Minderheitenanteile innerhalb der Bilanz ohne Ergebniseffekt.
Der Eintrag wird als Folgekonsolidierung behandelt. Das System ermittelt den Minderheitenanteil. Dieser wird auf der Position Mind. Jahresüberschuß in der Bilanz (MIN / Habenbuchung) und auf der Position JÜ Minderheiten in der GuV (GVM / Sollbuchung) verbucht. Über den Ergebniseffekt erfolgt die Korrektur der Position Jahresüberschuß (BG) in der Bilanz und der Position Jahresüberschuß (ERG) in der GuV.
Der Eintrag wird analog zu Fall 4 als Folgekonsolidierung behandelt.
Verwendung der Fixposition mit der Konstanten MIK
Bei einem Abgang einer Gesellschaft erfolgt auf der Verrechnungsposition die Stornierung der nicht ergebniswirksamen Eliminierungen des Bilanzgewinns aus Vorperioden.
Kontendarstellung
Die nachfolgende Abbildung demonstriert die Behandlung des Jahresüberschusses für Erst- und Folgekonsolidierung. Der Konzernanteil beträgt 60 %.

