Vorgangsübergreifende Informationen zur Tabellenpflege 

Es gibt folgende Tabellen zur Erfassung der Vorgangsdaten zur Kapitalkonsolidierung:

Die Erfassung der Daten in den obengenannten Tabellen erfolgt im Konsolidierungsmenü unter dem Menüpunkt Einzelabschluß ® Datenübernahme.

Die Daten werden jahres-, perioden- und versionsabhängig gespeichert.

Der Zeitpunkt der Pflege dieser Daten kann von der Erfassung der Einzelabschlußdaten unabhängig gewählt werden. Hierzu muß in der Definition des Erhebungsbogens zur jeweiligen Tabelle das Sperrkennzeichen entsprechend gesetzt sein. Sehen Sie hierzu auch Die Erfassung von Meldetabellen.

Tabelle der Beteiligungsentwicklung

Hier sind die Daten der Beteiligungen der Mutterunternehmen an Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen zu erfassen.

Neben dem allgemeinen Prozentsatz können abweichende Prozentsätze für stimmberechtigtes, nichtstimmberechtigtes und thesauriertes Kapital eingetragen werden.

Die Prozentsätze für allgemeines, stimmberechtigtes und nicht stimmberechtigtes Kapital können über die Funktion Anteile berechnen im Detailbild Abweichende Anteile durch das System berechnet werden. Das System benötigt hierzu folgende Angaben in den Tabellen der Kapitalentwicklung und der Beteiligungsentwicklung:

Beteiligung von Gesellschaft A an Gesellschaft B

Hauswährung Gesellschaft A: DEM
Hauswährung Gesellschaft B: CHF
Konzernwährung: USD

Beteiligung A

Nominal

HW

KW

60 % Allgemein

 

150 DEM

100 USD

100 % Stimmber.

100 CHF

   

20 % Nichtstimmber.

20 CHF

   

80 % Thesauriert

     

Kapital B

HW

KW

Stimmberechtigt

100 CHF

80 USD

Nichtstimmberechtigt

100 CHF

80 USD

 

Das System berechnet aufgrund der Angaben der Werte in CHF die Beteiligungsprozentsätze von 60 %, 100 % und 20 %. Der Prozentsatz des Anteils am thesaurierten Kapital kann nicht berechnet werden, sondern muß vom Anwender manuell eingetragen werden.

In der Teilkonzernpflege werden nach Durchführung der Konzernanteilsermittlung die durchgerechneten Konzernanteile im Detailbild zur Pflege des Konsolidierungskreises angezeigt.

Vom Programm der Kapitalkonsolidierung werden lediglich die Prozentsätze des Anteils am allgemeinen Kapital und des Anteils am thesaurierten Kapital genutzt. Der Prozentsatz des Anteils am thesaurierten Kapital wird für die Behandlung der Einträge in der Tabelle der Kapitalentwicklung mit Kennzeichen F verwendet.

Beim Erfassen der Beteiligungstabelle werden die Beträge freigelassen und dafür das Datenbankkennzeichen gesetzt. Dadurch weiß das Konsolidierungsprogramm, daß es die Werte aktuell aus der Summentabelle nehmen muß.

Es besteht außerdem die Möglichkeit, die Werte maschinell aus der Datenbank zu laden. Dies erfolgt ebenfalls über den Menüpunkt Einzelabschluß ® Datenübernahme. Voraussetzung ist, daß in der Definition der Kapitalkonsolidierungsmethode entsprechende Sets definiert wurden (siehe Customizing). Im Anforderungsbild des Programms kann eine Datenbankreferenz gesetzt werden. Dies bewirkt, daß in der Tabelle durch das System das Datenbankkennzeichen gesetzt wird.

Tabelle der Kapitalentwicklung

Hier sind zu allen Gesellschaften des Teilkonzerns die Kapitalwerte zu erfassen, die in die Kapitalkonsolidierung einbezogen werden. Für die oberste Muttergesellschaft werden zu Auswertungszwecken i.d.R. ebenfalls Eigenkapitalwerte erfaßt.

Die Position Eingefordertes Kapital ist nicht zu erfassen.

Findet die Gewinnverwendung in der Bilanz statt, so ist darauf zu achten, daß die korrespondierenden Gewinnverwendungspositionen mit umgekehrtem Vorzeichen zu erfassen sind.

Erhöhung der Rücklagen im laufenden Jahr um 500 Geldeinheiten.

 

Eine Erhöhung der Werte der Aktivpositionen Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag sowie Nicht eingefordertes Kapital ist in der Tabelle mit negativem Vorzeichen zu erfassen, da dies zu einer Verminderung des Kapitals führt. Analog ist eine Verminderung mit positivem Vorzeichen in der Tabelle zu erfassen.

Bei Gewinnverwendung in der Bilanz ist für Einträge zur Kapitalposition Ergebnisvortrag folgendes zu beachten: Der Wert der Position ergibt sich durch Vortrag der Positionen Jahresüberschuß, Ergebnisvortrag, Einstellungen / Entnahmen Rücklagen sowie Ausschüttungen aus dem Vorjahr. Daher ist grundsätzlich in der Tabelle der Kapitalentwicklung kein Wert für die Kapitalposition Ergebnisvortrag zu erfassen. Lediglich, wenn aus der Meldung der Einzelabschlußdaten ein anderer Wert der Position hervorgeht, als sich aus dem Vortrag ergibt, ist die Differenz zu erfassen.

Beispiel 1:

Position

Tab.Werte 1995

Meldung für 1996

Erfassung in Tabelle

Jahresüberschuß

300 +

500 +

500 +

Gewinnvortrag

500 +

700 +

0

Einst. in RL

100 -

200 -

200 -

Aus den Werten für 1995 ergibt sich ein Gewinnvortrag von 700 Geldeinheiten. Dies entspricht dem Wert in der Meldung für 1996. Daher wird für 1996 in der Tabelle der Kapitalentwicklung kein Wert für die Position Ergebnisvortrag erfaßt.

Beispiel 2:

Position

Tab.Werte 1995

Meldung für 1996

Erfassung in Tabelle

Jahresüberschuß

300 +

500 +

500 +

Gewinnvortrag

500 +

800 +

100 +

Einst. in RL

100 -

200 -

200 -

Aus den Werten für 1995 ergibt sich ein Gewinnvortrag von 700 Geldeinheiten. Dies entspricht nicht dem Wert in der Meldung für 1996. Es besteht eine Differenz von 100 Geldeinheiten. Diese sind für 1996 in der Tabelle der Kapitalentwicklung zu erfassen.

Tabelle der Ergebnisentwicklung

Hier werden die Werte des erzielten Ergebnisses, der Ausschüttungen sowie etwaiger ergebnisneutraler Eigekapitalveränderungen hinterlegt.

Tabelle der stillen Reserven

Hier können stille Reserven (sofern vorhanden) den Vermögensgegenständen zugeordnet werden.

Die Einträge in der Tabelle der stillen Reserven beschreiben demnach keine Veränderungen, sondern stets den absoluten Wert.

Tabelle der aufgelösten stillen Reserven

Durch das System wird die Auflösung der stillen Reserven ermittelt und in die Tabelle eingestellt. Ebenso berechnet das System die Abschreibungen der aufgelösten stillen Reserven. Grundlage sind die Daten der Tabelle der stillen Reserven und die Festlegungen zur Auflösung in der Definition der Kapitalkonsolidierungsmethoden.

Für die jeweils nächste Periode wird ein Vorschlagswert zur Abschreibung eingestellt, der vom Anwender manuell korrigiert werden kann.

Für stille Reserven gilt die grundlegende Aussage, daß sie genauso zu behandeln sind wie die im Einzelabschluß zugrundeliegenden Vermögensgegenstände. Falls dadurch

zu berücksichtigen sind, werden diese manuell in die Tabelle eingetragen.

Ein aus der Kapitalkonsolidierung entstehender Goodwill wird ebenfalls vom System in die Tabelle eingestellt, sofern er nicht direkt mit einer Eigenkapitalposition verrechnet wird. Die Einstellung erfolgt unter der Position, die in der Definition der Kapitalkonsolidierungsmethode als AHK-Position angegeben wurde, und der Unterposition "GOOD". Abschreibungen auf den Goodwill werden vom System berechnet und in die Tabelle eingestellt. Manuelle Korrekturen können vorgenommen werden.