Aufrollungsdifferenzen 

Verwendung

Entstehung von Aufrollungsdifferenzen in der Personalabrechnung

Bei Rückrechnungen wird der Betrag der Lohnart /560 Auszahlungsbetrag nicht verändert. Das System errechnet für die zurückliegende Periode einen neuen Auszahlungbetrag, speichert diesen Wert jedoch nicht, sondern ermittelt aus der Differenz zwischen diesem Betrag und dem ursprünglichen Auszahlungsbetrag den Betrag der Lohnart /551 Aufrollungsdifferenz.

Dieser Betrag wird in der Ergebnistabelle (RT) im neuen Abrechnungsergebnis der zurückgerechneten Periode gespeichert und in der aktuellen Periode an die Lohnart /552 Nachverrechnung aus Vorperiode übergeben. Der Betrag der Lohnart /552 Nachverrechnung aus Vorperiode wird in der Ergebnistabelle (RT) im Originalergebnis der aktuellen Periode gespeichert.

Die Lohnarten /551 Aufrollungsdifferenz und /552 Nachverrechnung aus Vorperiode tragen unterschiedliche Vorzeichen:

Änderung

Vorzeichen /551 Aufrollungsdifferenz

Vorzeichen /552 Nachverrechnung aus Vorperiode

Ein Entgeltbestandteil eines Mitarbeiters wird rückwirkend erhöht

negativ

positiv

Ein Entgeltbestandteil eines Mitarbeiters wird rückwirkend gekürzt

positiv

negativ

Buchung von Aufrollungsdifferenzen

Bei der Buchung von Ergebnissen der Personalabrechnung ins Rechnungswesen prüft das System pro Mitarbeiter und Abrechnungsergebnis, ob der Saldo der zu buchenden Einzelposten Null ergibt. Deshalb müssen die Lohnarten /551 Aufrollungsdifferenz und /552 Nachverrechnung aus Vorperiode im Customizing als buchungsrelevant geschlüsselt sein. Andernfalls wäre beim Auftreten von Aufrollungsdifferenzen der Saldo pro Abrechnungsergebnis ungleich Null, da der Betrag der Lohnart /559 Überweisung nicht rückwirkend geändert wird.

Die Lohnart /560 Auszahlungsbetrag wird von der Auswertung für die Buchung ins Rechnungswesen nicht berücksichtigt. Buchungsrelevant ist nur die Lohnart /559 Überweisung.

Die Summe der Lohnarten /551 Aufrollungsdifferenz und /552 Nachverrechnung aus Vorperiode ergibt aufgrund der unterschiedlichen Vorzeichen pro Mitarbeiter Null. Deshalb entsteht durch diese Lohnarten in der Regel keine Buchung, obwohl sie als buchungsrelevant geschlüsselt sind. Dies gilt jedoch nicht, wenn die Buchungskreisverrechnung nicht genutzt wird und nach dem Buchungskreiswechsel eines Mitarbeiters eine Rückrechnung für diesen Mitarbeiter durchgeführt wird, die in die Zeit vor dem Buchungskreiswechsel zurückreicht. Weitere Informationen und ein Buchungsbeispiel für einen solchen Fall finden Sie unter Rückrechnung in mehreren Buchungskreisen bei summarischer Verrechnung. Eine weitere Ausnahme bilden Rückrechnungen über das Geschäftsjahresende und Buchungen in Sonderperioden.

Wir empfehlen, für die Buchung von Aufrollungsdifferenzen ein separates Verrechnungskonto in der Finanzbuchhaltung einzurichten, das nicht für andere Buchungen verwendet wird.

Wenn die Steuer nach dem Entstehungsprinzip berechnet wird, werden bei der Entstehung von Rückrechnungsdifferenzen die Lohnarten /551 Aufrollungsdifferenz und /552 Nachverrechnung aus Vorperiode gebildet. Wenn die Steuer jedoch nach dem Zuflußprinzip berechnet wird, so können anstelle dieser Lohnarten oder zusätzlich zu diesen Lohnarten noch andere Lohnarten im Hinblick auf Rückrechnungsdifferenzen buchungsrelevant sein.

Siehe auch:

Buchung von Rückrechnungen

Beispiel: Buchung von Rückrechnungen

Voraussetzungen

Damit Aufrollungsdifferenzen bei der Buchung der Abrechnungsergebnisse ins Rechnungswesen korrekt gebucht werden, müssen Sie im Customizing der Personalabrechnung unter Auswertung für die Buchung ins Rechnungswesen die notwendigen Einstellungen vorgenommen haben: