Verwendung
In einem Bewertungsbereich können Sie das Anlagevermögen zweckgebunden bewerten (z.B. für bilanzielle, kalkulatorische oder steuerliche Belange). Hierfür können je Anlage alle notwendigen Bewertungsparameter und Werte auf Ebene des Bewertungsbereichs geführt werden. Da das System die Definition von bis zu 99 Bewertungsbereichen erlaubt, sind parallel ebenso viele unterschiedliche Bewertungen möglich (Customizing: Bewertung allgemein). Die Bereiche zur Bewertung innerhalb eines Landes oder Wirtschaftsraumes sind zu einem Bewertungsplan zusammengefaßt (vgl.
Bewertungsplan).Funktionsumfang
Die Bewertungsbereiche sind im System über einen zweistelligen numerischen Schlüssel identifiziert. In den Anlagenklassen oder direkt im jeweiligen Anlagenstammsatz können Sie für jeden Bewertungsbereich des zugehörigen Bewertungsplans die anlagenspezifischen Abschreibungsparameter festlegen (vgl.
Anlagenstammsatz). Auf diese Weise ist es beispielsweise möglich, im Rahmen des internen Controllings linear und für bilanzielle Zwecke degressiv abzuschreiben.Bereichsspezifische Kontenfindung
Sowohl die Bestandswerte als auch die Abschreibungswerte der einzelnen Bereiche können Sie auf eigene Bestands- bzw. Erfolgskonten der Hauptbuchhaltung buchen. Die Konten sind im Kontenfindungsschlüssel für jeden Bewertungsbereich einzeln festlegbar. Die Kontenfindungsschlüssel definieren Sie im FI-AA-Customizing und hinterlegen Sie in der jeweiligen Anlagenklasse vgl.
Kontenfindung).
Bereichsspezifische Kontenfindung
Im allgemeinen sollen mehrere Bewertungsbereiche parallel in das Hauptbuch gebucht werden, wenn verschiedene Bilanzversionen erzeugt werden sollen. Hierfür können Sie im System FI (Hauptbuch) je Kontenplan beliebig viele Bilanzversionen definieren. In den Bilanzversionen ist für die Bestands- und Erfolgskonten festgelegt, welche Konten in welche Bilanz- bzw. GuV-Position der jeweiligen Bilanzversion fließen soll. Bilanzversionen definieren Sie im Customizing des Systems FI (Finanzwesen
® Hauptbuch ® Abschlußarbeiten ® Dokumentieren).Ergebnisvortragskonto
Eine Eigenkapitalposition einer Bilanz ist das Ergebnisvortragskonto. Dieses Konto zeigt das Saldo aller Erfolgskonten. Wenn Sie verschiedene Bilanz-/GuV-Versionen haben ist es erforderlich, analog mehrere Ergebnisvortragskonten einzurichten (Customizing: Finanzwesen
® Hauptbuch ® Sachkonten ® Anlegen). Welche Erfolgskonten auf welches Ergebnisvortragskonto saldiert werden, steuern Sie über den Erfolgskontentyp. Dieser kann im Stammsatz der jeweiligen Erfolgskonten eingetragen werden. Beim Anlegen eines Ergebnisvortragskontos müssen Sie angeben, welcher Erfolgskontentyp auf das Ergebnisvortragskonto saldiert werden soll. Neue Erfolgskontentypen können Sie hier ebenfalls definieren.Aktivitäten
Im allgemeinen ist es sinnvoll, vor Einführung des Systems FI-AA festzulegen, für welche Bewertungszwecke eigene Bereiche benötigt werden. Diese Bereiche können dann aus dem Standardbewertungsplan übernommen werden oder durch kopieren eines vorhandenen Bereiches neu definiert werden. Die nicht benötigten Bewertungsbereiche des Standardbewertungsplanes können Sie löschen.
Grundsätzlich lassen sich auch nachträglich im Produktivbetrieb des Systems Bewertungsbereiche eröffnen (vgl.
Nachträgliches Eröffnen/Löschen eines Bewertungsbereiches).