Kostenstellen-/Profit Center-Zuordnung 
Verwendung
Für interne Rechnungszwecke ist es im allgemeinen erforderlich, die Anlagenkosten je Kostenstelle zur Verfügung zu haben. Deshalb können Sie in der Anlagenbuchhaltung jede Anlage im Stammsatz genau einer Kostenstelle zuordnen. Auf diese Kostenstelle lassen sich
Voraussetzungen
Wenn Sie eine buchungskreisübergreifende Kostenrechnung einsetzen wollen, müssen Sie diese im Customizing der Anlagenbuchhaltung einrichten unter Stammdaten ®
Buchungskreisübergreifende Kostenstellenprüfung festlegen.Die dafür benötigten Verrechnungskonten für Buchungskreise müssen Sie im Customizing der Hauptbuchhaltung unter Geschäftsvorfälle definieren.
Funktionsumfang
Die Kostenstellenzugehörigkeit einer Anlage ist tagesgenau festlegbar. Wenn sie sich im Zeitablauf ändert, werden die Abschreibungen und Zinsen vom System periodengenau auf die verschiedenen Kostenstellen verteilt, wobei die am Ende einer Abschreibungsperiode gültige Kostenstelle belastet wird. Die Historie der Kostenstellenumsetzungen kann beliebig lange im System verwaltet werden. Eine Kostenstelle kann ebenso wie ein Anlagengegenstand einem Geschäftsbereich zugeordnet sein. In der Anlagenstammsatzpflege wird deshalb sichergestellt, daß der Geschäftsbereich der Kostenstelle mit dem Geschäftsbereich der Anlage übereinstimmt.
Außerdem ist die Zuordnung einer Anlage zu einem Profit Center indirekt über die Kostenstelle festgelegt. Auf einem Profit Center lassen sich auf diese Weise sowohl die erfolgswirksamen Anlagen-Geschäftsvorfälle als auch alle Bestandsveränderungen mitkontieren. Vergleichen Sie hierzu bitte die Dokumentation der R/3-Komponente Profit Center Rechnung (EC-PCA, Profit Center Accounting). Wenn aus der Änderung der Kostenstellenzuordnung einer Anlage eine Änderung der Profit Center-Zuordnung resultiert, gelten für die Durchführung der Kostenstellenzuordnung im Anlagenstammsatz bestimmte Voraussetzungen. Vergleichen Sie hierzu bitte die Ausführungen im Abschnitt
Anlagenstammsatzänderung.
Wenn Anlagen mehreren Kostenstellen gleichzeitig zuzuordnen sind, müssen Sie die Verteilung der Kosten
Vergleichen Sie hierzu bitte auch die Ausführungen im Abschnitt
Buchungskreisübergreifende Kostenrechnung
Die Kostenrechnung im R/3-System kann sowohl auf Buchungskreisebene als auch buchungskreisübergreifend organisiert sein. Für eine buchungskreisübergreifende Kostenrechnung ist es möglich, eine Anlage einer Kostenstelle zuzuordnen, deren Buchungskreis nicht mit dem der Anlage übereinstimmt. Voraussetzung hierfür ist, daß Sie dies im Customizing zulassen (siehe oben). Das System kontiert dann Abschreibungen und Zinsen auf diese (vom Buchungskreis der Anlage abweichende) Kostenstelle. Die Belastungen bucht das System mit der Kostenart, die in der jeweiligen FI-AA-Kontenfindung als AfA-Aufwandskonto eingetragen ist. Dies ist problemlos möglich, da alle Buchungskreise, die zu einem Kostenrechnungskreis gehören, denselben Kontenplan verwenden müssen.
Die weitere Buchungstechnik ist davon abhängig, ob die Kostenstellenkontierung im handelsrechtlichen Bewertungsbereich oder im kalkulatorischen Bereich erfolgt:
Beachten Sie bitte, daß bei dieser Systemkonfiguration keine Erträge/Aufwendungen aus Anlagenbewegungen (z.B. Mehr-/Mindererlöse aus Anlagenverkäufen) aus dem handelsrechtlichen Bewertungsbereich auf Kostenstelle kontiert werden können.
Die folgende Abbildung zeigt diese Buchungen im Überblick:

Buchungskreisübergreifende Kostenrechnung
Alle beschriebenen Konten außer den Buchungskreis-Verrechnungskonten sind im Customizing der Anlagenbuchhaltung je Bewertungsbereich festlegbar.