Ablauf des Massendatentransfers über BAPIs 

Einsatzmöglichkeiten

Zur Durchführung des Massendatentransfers über BAPIs wird von SAP die DX Workbench zur Verfügung gestellt, die sämtliche zu durchlaufenden Schritte unter einer Oberfläche integriert. Im folgenden wird auf konzeptioneller Ebene beschrieben, wie der Ablauf des Massendatentransfers über BAPIs unter Verwendung der DX Workbench aussieht. Die konkrete Darstellung des Ablaufs, finden Sie in der Dokumentation zur DX-Workbench unter Datenübernahme Workbench.

Beim Massendatentransfer über BAPIs wird genau wie bei der permanenten Datenübertragung die ALE-Technik eingesetzt. Die zu übernehmenden Daten des Quellsystems werden also im IDoc-Format in das Zielsystem importiert. Dort werden anschließend aus den IDocs BAPI-Aufrufe erzeugt, die für das Wegschreiben der Daten in die Datenbank sorgen.

Bevor der Massendatentransfer durchgeführt werden kann, müssen folglich die betroffenen Business-Objekttypen im Zielsystem identifiziert und festgelegt werden, welche BAPIs dazu verwendet werden sollen, die Daten zu importieren. Um die betroffenen Objekte ermitteln zu können, muß insbesondere der Zusammenhang zwischen den im Produktivbetrieb verwendeten Online-Transaktionen und den zugrundeliegenden Business-Objekten hergestellt werden.

Damit sich ein BAPI für den Massendatentransfer eignet, muß es bestimmte Eigenschaften besitzen, die unter Entwicklung von BAPIs für den Massendatentransfer beschrieben werden.

Bei der nun folgenden Beschreibung des Ablaufs wird davon ausgegangen, daß die zu übernehmenden Daten bereits in einer Datei im externen Format vorliegen. Die Schritte, die zur Erstellung dieser Datei geführt haben, sind analog zu den unter Grundlagen des Massendatentransfers beschriebenen und werden daher nicht mehr erwähnt.

Der sich daraus ergebende Ablauf ist in nachstehender Abbildung dargestellt und wird im folgenden genauer beschrieben.

Ablauf

Liegen die zu übernehmenden Daten in einer Datei im externen Format vor, dann sind bei der Übernahme die Schritte Analyse der zugrundliegenden Strukturen, Mapping der Daten in das IDoc-Format und Durchführung des eigentlichen Daten-Imports zu unterscheiden.

  1. Analyse der zugrundeliegenden Strukturen

Die Übernahmedatei, in die die Daten aus der externen Datei übertragen werden und die die Grundlage für den Datenimport in das R/3-System bildet, muß im IDoc-Format vorliegen. Aus diesem Grund ist im Rahmen des Mappings für jedes im R/3-System zu erzeugende Objekt ein IDoc in der Übernahmendatei zu erzeugen.

Um diese Abbildung des Objektes in einem IDoc realisieren zu können, muß analysiert werden, wie die Struktur des IDocs für den zugehörigen BAPI-Aufruf aussieht, der das Objekt im R/3-System erzeugt. Es ist also zu ermitteln, wie die für einen BAPI-Aufruf mitgegebenen Daten in dem IDoc dargestellt werden müssen, damit im ALE-Eingang automatisch der BAPI-Aufruf aus dem IDoc generiert werden kann.

Diese Analyse wird in der DX Workbench dadurch unterstützt, daß sie Reports integriert, die

    1. initiale IDocs zu einem BAPI ohne Anwendungsdaten erzeugen oder
    2. IDocs zu einem BAPI, dessen Parameter mit Daten aus einem bestehenden R/3-Objekt gefüllt sind, generieren.

Während der Analyse kann somit z.B. wie folgt vorgegangen werden:

So kann ermittelt werden, in welcher Form die über die Online-Transaktion mitgegebenen Werte in dem zugehörigen IDoc dargestellt werden. Diese Information kann wiederum während des Mappings dazu verwendet werden, die IDocs für die zu übernehmenden Objekte korrekt aufzubauen.

  1. Mapping der Daten des Fremdsystems in das SAP-Format

Nachdem identifiziert worden ist, wie die einzelnen IDocs der Übernahmendatei aufgebaut werden müssen, können die Daten aus der Datei im externen Format in diese Übernahmedatei übernommen werden. Um die im externen Format vorliegenden Daten in das IDoc-Format der Übernahmedatei zu bringen, ist in der Regel ein Mapping notwendig. Zur Durchführung des Mappings kann ein SAP-eigenes (LSM Workbench) oder ein kommerzielles Mapping-Tool verwendet werden. Diese Mapping-Tools benötigen die in der Analyse der zugrundeliegenden Strukturen ermittelten Informationen.

Ab Release 4.6C ist voraussichtlich ein SAP Mapping Tool in die DX-Workbench integriert.

Im Anschluß an das Mapping wird die Übernahmedatei in das Zielsystem importiert.

  1. Durchführung des eigentlichen Daten-Imports

Liegt die Übernahmedatei im Zielsystem vor, wird für jedes in der Datei enthaltene IDoc wie folgt vorgegangen:

Schlägt der Aufruf eines BAPIs fehl, wird eine entsprechende Fehlermeldung im Return-Parameter des BAPIs zurückgegeben.

Ist der Datentransfer beendet, können anschließend weitergehende Konsistenzprüfungen durchgeführt werden.