Grundlagen des Massendatentransfers 
Voraussetzungen
Vor dem Beginn des initialen Datentransfers aus einem Fremdsystem in ein SAP-System müssen folgende Fragen beantwortet werden:
Es ist im Zielsystem zu ermitteln, welchem Business-Objekttyp die zu importierenden Daten zugeordnet werden können. Dies ist notwendig, weil in R/3-Systemen die betriebswirtschaftlichen Zusammenhänge auf ein Objektmodell abgebildet werden. Falls beispielsweise Daten über die Betriebsabwicklung übernommen werden, sind die Business-Objekttypen Material, Kunde und Verkaufsbeleg betroffen.
Für jeden betroffenen Business-Objekttyp muß festgelegt werden, mit welcher Technik der Datentransfer durchgeführt werden soll. Zum Laden der Daten in das Zielsystem stehen die Techniken BAPI, Batch Input und Direct Input zur Verfügung. Details zu den einzelnen Techniken finden Sie in der Beschreibung der Phase Übernahme der Daten in das R/3-System.
Ablauf
Der Ablauf der Datenübernahme ist von der Tatsache geprägt, daß Daten aus einem Fremdsystem nur dann in ein R/3-System übernommen werden können, wenn sie im SAP-Format vorliegen. Aus diesem Grund sind die Daten aus dem Fremdsystem zunächst in eine Datei zu extrahieren und anschließend in eine Übernahmedatei im SAP-Format zu überführen. Diese Übernahmendatei wiederum dient als Grundlage für den eigentlichen Datenimport in das R/3-System.
Die gesamte Datenübernahme läuft üblicherweise in 5 technischen Phasen ab, die in der folgenden Abbildung dargestellt werden.

Im folgenden wird genauer auf die einzelnen Phasen eingegangen:
In dieser Phase sind drei aufeinanderfolgende Fragen zu beantworten:
Dieser Schritt ist notwendig, um später die zu übernehmenden Daten den richtigen SAP-Strukturen zuordnen zu können.
Ein Energie-Unternehmen verwaltet in drei getrennten Systemen die Kunden für Elektrizität, Gas und Wasser. Diese drei Systeme sollen in einem R/3-System zusammengeführt werden. Gibt es jetzt Kunden, die beispielsweise Gas und Wasser von dieser Firma beziehen, so kann es vorkommen, daß die Daten über den Kunden in den einzelnen Systemen unterschiedliche Zustände haben. Aus diesem Grund müssen die Kundendaten aus den einzelnen Systemen zunächst bereinigt bzw. vereinigt werden, bevor sie ins R/3-System übernommen werden können.
In diesem Schritt sind die ermittelten Daten aus dem Fremdsystem in eine Datei zu extrahieren. Die Daten in dieser Datei besitzen immer noch das Format des Fremdsystems. Zur Durchführung der Extraktion gibt es diese Möglichkeiten:
Daten aus einem externen System können nur in ein R/3-System überführt werden, wenn sie im SAP-Format vorliegen. Aus diesem Grund müssen die in eine Datei extrahierten Daten des Fremdsystems in eine Übernahmedatei im SAP-Format überführt werden.
Da sich das Format der aus dem Fremdsystem extrahierten Daten in der Regel vom SAP-Format der Übernahmedatei unterscheidet, muß ein Mapping zwischen den verschiedenen Strukturen durchgeführt werden. Um dieses Mapping durchführen zu können, müssen sowohl die Felder und Strukturen der zu übernehmenden Daten, als auch die betroffenen SAP-Strukturen analysiert sein, um ermitteln zu können, wie die Konvertierung durchgeführt werden soll.
Für die eigentliche Durchführung des Mappings gibt es folgende Möglichkeiten:
Bevor die Daten aus der Übernahmedatei in das R/3-System übernommen werden können, müssen folgende beiden Fragen beantwortet werden:
Diese Frage muß beantwortet werden, da es unter Umständen Abhängigkeiten zwischen Business-Objekttypen geben kann, die eine bestimmte Übernahme-Reihenfolge erfordern.
Für die Übernahme stehen die folgenden drei Standardtechniken zur Verfügung:
Durch den Aufruf eines BAPIs der entsprechenden Anwendung werden die Daten in das R/3-System übertragen. Beim Einsatz von BAPIs als Schnittstellen zum SAP-System wird die gleiche Technik verwendet wie bei der permanenten Datenübernahme zwischen R/3-Systemen bzw. Fremdsystemen und R/3-Systemen mittels ALE. Weitere Informationen zur Datenübernahme mittels BAPIs finden Sie unter Ablauf des Massendatentransfers über BAPIs. | ||
Batch-Input ist eine Standardtechnik, mit der große Datenmengen in das R/3-System übernommen werden können. Dabei wird der Transaktionsablauf simuliert, und die Daten werden so übernommen, als ob sie online eingegeben worden wären. Der Vorteil dieses Verfahrens besteht darin, daß alle Transaktions-Prüfungen ablaufen, wodurch die Datenkonsistenz gewährleistet wird. Ausführliche Informationen zum Batch-Input entnehmen Sie der Basis-Dokumentation zu den Batch-Input-Mappen unter
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Beim Direct-Input werden die Daten der Datenübernahmedatei zunächst auf unterschiedliche Kriterien hin geprüft und danach direkt in das R/3-System übernommen. Die R/3-Datenbank wird direkt mit den übernommenen Daten aktualisiert. | ||
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Wichtig: Beginnend mit Release 4.6A sollten nur noch die BAPIs für die Datenübernahme verwendet werden. | ||
Nachdem die Daten ins R/3-System übertragen worden sind, muß ihre Vollständigkeit überprüft werden. Z.B. ist sicherzustellen, daß die Summe der ins R/3-System übertragenen Datensätze gleich der Anzahl der Summe Daten des Fremdsystems ist. | ||
Werkzeugunterstützung
Zur Unterstützung des Massendatentransfers stellt SAP seit Release 3.1 die DX Workbench zur Verfügung. Ab Release 4.6A bietet sie eine integrierte Projektverwaltung für alle erforderlichen Schritte einer Datenübernahme in ein R/3-System.
Die Datenübernahme-Workbench bietet insbesondere folgende Funktionen an:
Weitere Information finden Sie in der Dokumentation zur DX Workbench unter
Datenübernahme Workbench.