Entwicklung von BAPIs für den Massendatentransfer 

Ablauf

Für die Entwicklung eines BAPIs, das für den Massendatentransfer in der DX-Workbench eingesetzt werden kann, sind folgende Aspekte relevant:

  1. Implementierung des BAPIs

BAPIs für den Massendatentransfer sind analog zu den im BAPI Programmierleitfaden beschriebenen Richtlinien zu entwickeln. Potentiell können sämtliche schreibenden BAPIs für die Massendatenverarbeitung eingesetzt werden. Im einzelnen lassen sich folgende standardisierte, schreibenden BAPIs unterscheiden:

Das BAPI Create() oder CreateFromData() legt eine Instanz zu einem SAP-Business-Objekttyp, z.B. eine Bestellung, an.

Mit dem BAPI Change() wird eine bestehende Instanz eines SAP-Business-Objekttyps geändert.

Das BAPI Delete() löscht eine komplette Instanz eines SAP-Business-Objekttyps von der Datenbank oder setzt eine Löschvormerkung. Das BAPI Undelete() nimmt eine Löschvormerkung zurück.

Im Gegensatz zum BAPI Delete() wird mit dem BAPI Cancel() eine Instanz eines Business-Objekttyps storniert, d.h. die zu stornierende Instanz bleibt auf der Datenbank erhalten, und als Storno wird eine zusätzliche Instanz erzeugt.

Die BAPIs Replicate() und SaveReplica() werden als Methoden von replikationsfähigen Business-Objekttypen implementiert. Sie ermöglichen es, bestimmte Instanzen eines Objekttyps zusätzlich auf ein oder mehreren anderen Systemen zur Verfügung zu stellen. Die replizierten Instanzen werden dabei normalerweise unter dem gleichen Objektschlüssel wie das Orginalobjekt angelegt. Diese BAPIs werden vorwiegend für die Datenübertragung zwischen verteilten Systemen im Rahmen von Application Link Enabling (ALE) eingesetzt.

Das BAPI Add<Teilobjekt>() fügt ein Teilobjekt zu einer existierenden Objektinstanz hinzu; analog hierzu entfernt das BAPI Remove<Teilobjekt>() ein Teilobjekt von einer Objektinstanz.

  1. Generierung der BAPI/ALE-Schnittstelle

Da die Daten für den BAPI-Aufruf im IDoc-Format in das R/3-System kommen, ist die BAPI/ALE-Schnittstelle zu generieren, damit das Mapping des IDocs auf die Parameter des BAPIs automatisch stattfinden kann.

  1. Erstellen eines Reports

Dieser Report hat die Aufgabe, existierende R/3-Objekte im IDoc-Format in eine Datei zu schreiben. Da der Benutzer normalerweise nur mit den Online-Transaktionen und nicht mit den entsprechenden BAPIs und IDocs vertraut ist, kann er den Report dazu verwenden, um herauszufinden, in welcher Form die über die Online-Transaktion angelegten Objekte im IDoc dargestellt werden müssen. Diese Information benötigt er, um während der Mapping-Phase die IDocs für die zu übernehmenden Objekte korrekt aufzubauen.
Die Implementierung dieses Reports ist obligatorisch, da er die einzige Möglichkeit für den Benutzer ist, den Zusammenhang zwischen der Online-Transaktion, dem BAPI und dem IDoc herzustellen.

  1. Registrierung des BAPIs

Dieser Schritt wird ebenfalls notwendig, wenn das BAPI in der DX Workbench verwendet werden soll. Die Registrierung des BAPIs mitsamt des zugehörigen Reports erfolgt mit Hilfe der Transaktion BDLR.

Im folgenden wird im Detail auf die einzelnen Aspekte eingegangen.

Siehe auch:

Implementierung des BAPIs

Generierung der BAPI/ALE-Schnittstelle

Erstellen eines Reports

Registrierung des BAPIs