Sie können einen Tablespace bei laufendem oder geschlossenem R/3-System erweitern.
Das Datenbanksystem darf nicht gestoppt sein, wenn Sie eine Datendatei zu einem Tablespace hinzufügen möchten.
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Dateisystem |
Raw-Devices | |
a - |
File system or raw device |
File system or raw device New data file name/Required raw device name |
b - |
File size |
Enter raw device name |
c - |
Select path |
Select raw device in path |
d - |
Alter suggested path |
File size on raw device |
e - |
Display current files |
Display current files |
s - |
Start (Add datafile) |
Start (Add datafile) |
q - |
Return |
Return |
File system or raw device: SAPDBA zeigt Ihnen an, ob Sie in einem Dateisystem (file system) oder auf Raw-Devices (raw device) arbeiten. Sie können an dieser Stelle nochmals zwischen einer Arbeit im Dateisystem oder auf Raw-Devices wählen. Wenn Sie auf Raw-Devices arbeiten, werden Ihnen der ORACLE-Name des Raw-Devices und die geforderte Raw-Device-Bezeichnung angezeigt. Siehe auch
Unterstützung der Raw-Device-Konfiguration durch SAPDBA.Dateisystem:
File size: SAPDBA berechnet die Größe der neuen Datendatei aus der bisherigen Gesamtgröße des Tablespaces unter Verwendung eines wie folgt bestimmten Prozentsatzes:
– Angabe aus dem SAPDBA-Profil (
init<DBSID>.dba ), wenn der Parameter tspadd_tspname für diesen Tablespace gesetzt ist.– Standardwert: 30 Prozent der Tablespace-Größe, wenn kein Eintrag für diesen Tablespace im SAPDBA-Profil existiert.
Siehe
tspadd_tspname und Dateigröße angeben.Select path: SAPDBA zeigt eine Liste aller sapdata-Verzeichnisse an und markiert alle durch den Tablespace und seinen korrespondierenden D/I-Tablespace bereits belegten Verzeichnisse (
used (<n> x), wobei <n> die Anzahl der Dateien angibt).Sie können entscheiden, welches der angezeigten sapdata-Verzeichnisse Sie wählen möchten. Wenn Sie ein anderes Verzeichnis angegeben und die Dateien dadurch auf eine andere Platte verlagert werden, kann es unter Umständen (wenn Daten- und Indextablespace auf derselben Platte liegen) zu Performanceeinbußen aufgrund konkurrierender I/O-Zugriffe kommen.
Siehe
Neuer Pfad.Alter suggested path: SAPDBA schlägt gemäß den SAP-Namenskonventionen für Datendateien einen Pfad vor oder zeigt den von Ihnen über Select path gewählten an. Dabei wird nur der erste Teil des vollständigen Zielverzeichnisses vorgeschlagen (
<ORACLE_HOME>/sapdata<n>). Der weitere Teil des Verzeichnisses und der Dateiname selbst werden gemäß den SAP-Namenskonventionen festgelegt.Siehe
Namenskonvention.Sie können einen anderen Dateinamen angeben (siehe
Neuer Pfad). SAPDBA prüft dann u.a. auch, ob das Datei-System, das vorgeschlagen wurde, über ausreichend Speicherplatz verfügt, um die neue Datendatei aufzunehmen.Raw-Devices:
Enter raw device name:Geben Sie den Namen des gewünschten Raw-Device an. Hierbei können Sie den vollständigen Pfad eingeben; ansonsten wird automatisch die Pfadangabe unter select raw device übernommen.
SAPDBA prüft, ob:
– das Raw-Device exisitiert
–
ora<sapsid> der Besitzer ist– eine ORACLE-Datei von
<DB-Name> darauf liegt– ein Dateisystem (mounted) darauf liegt.
SAPDBA prüft dahingegen nicht, ob das Raw-Device von einer anderen Anwendung genutzt wird oder ob die Platte partitioniert ist und die Partitionen belegt sind.
Select raw device in path: SAPDBA zeigt eine Liste der Raw-Devices, die zum Erweitern des Tablespaces genutzt werden können (Besitzer:
ora<sapsid>, ACHTUNG: Es liegt in der Verantwortung des Datenbankadministrators zu überprüfen, daß keine Daten anderer Anwendungen im ausgewählten Raw-Device liegen!).Sie können entscheiden, welches der angezeigten Raw-Devices Sie wählen möchten. Wenn die Namenskonvention nicht den SAP-Normen entspricht, zeigt SAPDBA Ihnen das an. Ändern Sie gegebenenfalls als Benutzer
root die Raw-Device-Bezeichnung.File size on raw device: Nach Auswahl eines Raw-Device können Sie seine Größe verringern. Der übrig bleibende Platz kann jedoch nicht mehr verwendet werden.
Display current files: SAPDBA zeigt die Datendateien des Tablespaces und deren Größe an.
Die Datenbank kann in Abhängigkeit des Betriebssystems nur über eine bestimmte Anzahl von Datendateien verfügen (in der Regel über mindestens 254 Dateien mit maximal 2GB pro Datei). Wenn Sie dieser Grenze nach einer Erweiterung näher kommen, sollten Sie Tablespaces, die viele Datendateien enthalten, reorganisieren. Allerdings wird dieser Fall selten eintreten, da die Anzahl der zur Verfügung stehenden Datendateien mit mindestens 254 inzwischen sehr hoch ist. Reorganisieren Sie also erst, wenn Sie tatsächlich an diese Grenze stoßen.
Siehe
Beschränkungen des Datenbanksystems.
filesystem block size: |
<Größe> |
filesystem fragment size: |
<Größe> |
Oracle block size: |
<Größe> |
Stimmen die Größen nicht überein, erscheint eine entsprechende Warnung und die Abfrage von SAPDBA, ob Sie weiterarbeiten möchten.
Erfolgreiche Tablespace-Erweiterung: Wenn SAPDBA die neue Datendatei erstellen konnte, verzweigt SAPDBA automatisch in das SAPDBA-Menü Backup database, damit Sie den erweiterten Tablespace sichern können.
Siehe
Sicherung empfohlen.Erfolglose Tablespace-Erweiterung: Wenn die Datendatei nicht hinzugefügt werden konnte, löscht SAPDBA das Verzeichnis oder den symbolischen Link, das/der dafür eingerichtet wurde und bricht die Tablespace-Erweiterung ab. Ihr System und die Datenbank bleiben unverändert.
Siehe
SAPDBA-Problemanalyse.Verwenden Sie die ALERT- und Trace-Dateien von ORACLE, um das Problem zu analysieren. Wiederholen Sie dann das Verfahren zur Tablespace-Erweiterung.