SAP hat Prozentsätze für den Zuwachs in Tablespaces im SAPDBA-Profil
init<DBSID>.dba voreingestellt (Siehe tspadd_tspname). Diese Prozentangaben basieren auf Erfahrungswerten. Jedoch ist der Zuwachs in Tablespaces variabel. Es kann sein, daß Sie die Voreinstellungen für Ihr System ändern wollen. Sie können daher eine andere Dateigröße als die im SAPDBA-Profil eingestellte angeben, um dem Zuwachs, den Sie für den Tablespace erwarten, Rechnung zu tragen.Richtlinie
Die Größe einer neuen Datendatei sollten Sie so wählen, daß der Zuwachs des Tablespace für einen langen Zeitraum abgedeckt ist. Im Falle eines kritischen, schnell anwachsenden Tablespaces sollte die Datei so groß wie möglich sein. Dabei sollte der verfügbare Speicherplatz und der Speicherplatzbedarf anderer Tablespaces berücksichtigt werden.
Wenn Sie viele kleine Dateien zu einem Tablespace hinzufügen, kann es sein, daß Sie diesen bald reorganisieren müssen. Dies kann äußerst zeitaufwendig sein. Bedenken Sie, daß während einer Reorganisation das R/3-System heruntergefahren sein muß. Beachten Sie auch unbedingt, daß eine Reorganisation eines Tablespaces mit Datendateien die komplizierteste Reorganisationsart ist und deshalb so selten wie möglich durchgeführt werden sollte. Um diese Situationen zu vermeiden, sollten Sie einen Tablespace stets um eine Datei angemessener Größe erweitern.
Zur Verminderung von Speicherplatzproblemen und damit die maximale Anzahl der Dateien für das Datenbanksystem nicht zu schnell erreicht wird, empfiehlt SAP die nachfolgend aufgeführten Dateigrößen zur Erweiterung der aufgelisteten Tablespaces nicht zu unterschreiten.
Die folgende Tabelle enthält Tablespaces, die im produktiven Betrieb besonders überwacht werden sollten:
Minimale Erweiterungsgröße für kritische Tablespaces: Produktiver Betrieb
Tablespace |
Minimale Erweiterungsgröße (in MB) |
Minimale Erweiterungsgröße (in MB) |
|
Datentablespace (D) |
Indextablespace (I) | |
PSAPCLU |
300 |
50 |
PSAPBTAB |
300 |
200 |
PSAPSTAB |
100 |
50 |
PSAPPOOL |
100 |
50 |
PSAPPROT |
100 |
50 |
Vor Beginn der Übernahme von Bewegungsdaten bzw. vor Aufnahme der Produktion muß jeder dieser Tablespaces um mindestens eine Datei, die größer als die vorgeschlagene minimale Erweiterungsgröße ist, erweitert werden.
PSAPLOADD/I bzw. PSAPEL300D/I sollten insbesondere dann überwacht werden, wenn mit Clientrechnern unterschiedlicher Hardwareplattformen gearbeitet wird.

Änderungen dieser Vorschlagswerte sind durchaus möglich, wenn z.B. der EarlyWatch Service für Ihr System andere Werte als effektiver ermittelt hat.
Die nachfolgend aufgeführten Tablespaces sollten zusätzlich zu den oben genannten bei einem Korrekturstand- oder Releasewechsel kontrolliert und eventuell erweitert werden.
Minimale Erweiterungsgröße für kritische Tablespaces: bei Releasewechsel
Tablespace |
Minimale Erweiterungsgröße (in MB) |
Minimale Erweiterungsgröße (in MB) |
|
Datentablespace (D) |
Indextablespace (I) | |
PSAPDOCU |
100 |
50 |
PSAPDDIC |
50 |
20 |
PSAPSOURCE bzw. PSAPES300 |
50 |
20 |
Versuchen Sie, I/O-intensive Tablespaces auf jeweils eigenen Platten unterzubringen.
Legen Sie nach Möglichkeit die Daten-Tablespaces und die Index-Tablespaces so an, daß sie auf verschiedenen Platten liegen.

Der Tablespace SYSTEM kann ebenfalls mittels SAPDBA erweitert werden. Allerdings kann die Größe des SYSTEM-Tablespaces nach einer Erweiterung nicht wieder reduziert werden.
Eine Tablespace-Erweiterung von PSAPTEMP kann durch entsprechende Reorganisationsmaßnahmen mittels SAPDBA rückgängig gemacht werden. Allerdings ist das nur möglich, wenn keine temporären Segmente in PSAPTEMP vorhanden sind (d.h. Abmelden aller anderen Benutzer erforderlich).
Eine Tablespace-Erweiterung von PSAPROLL kann nur auf Umwegen mit entsprechenden ORACLE-Operationen (ORACLE-Kenntnisse sind erforderlich!) zurückgenommen werden.