FunktionsdokumentationVereinfachte Dosisdefinition

 

Sie können im Feld Dosis der komprimierten Ansicht der Verordnung die Tagesdosierung einer Arzneimittelverordnung durch Eingabe der vereinfachten Dosisdefinition d. h. einer Zeichenkette mit Einzeldosierungen, die durch einen Bindestrich voneinander abgetrennt sind, festlegen.

Beispiel Beispiel

Sie wollen dem Patienten 3-mal täglich jeweils folgende Dosis eines Arzneimittels verabreichen und müssen dazu folgende Zeichenkette als vereinfachte Dosisdefinition eingeben:

  • 1 Tablette: 1-1-1

  • 100 ml einer Kurzinfusion: 100-100-100

  • 500 ml einer Ernährungslösung: 500-500-500

  • 5 ml einer selbst hergestellte Mixtur (z. B. Hustensaft): 5-5-5

Ende des Beispiels.
  • Das System hinterlegt die dazugehörigen Uhrzeiten automatisch mit den definierten Standardverabreichungszeiten der verordnenden Organisationseinheit (OE).

    Beispiel Beispiel

    Sie haben für Ihre OE die Uhrzeiten 08:00, 14:00 und 20:00 Uhr hinterlegt. Durch folgende Eingabe legen Sie auch die Verabreichung zu diesen Uhrzeit fest:

    • 1-1-1 für Tabletten

    • 100-100-100 für Infusionen

    • 500-500-500 für Ernährungslösungen

    • 5-5-5 für Mixturen

    Ende des Beispiels.
  • Abweichende Zeitpunkte können Sie durch Eingabe einer Uhrzeit, die Sie in Klammern stellen, festlegen.

    Beispiel Beispiel

    Die letzte Verabreichung soll bereits um 19:00 Uhr stattfinden und nicht erst um 20:00 Uhr. Sie definieren folgende Verabreichungsfolge

    • 1-1-1(19:00) für Tabletten

    • 100-100-100 (19:00) für Infusionen

    • 500-500-500 (19:00) für Ernährungslösungen

    • 5-5-5 für Mixturen

    Ende des Beispiels.
  • Eine zum Verordnungszeitpunkt noch nicht definierbare Dosis zu einem jedoch definierbaren Verabreichungszeitpunkt können Sie durch den Wert „X“ festlegen. Das System generiert für diese Zeitpunkte Arzneimittelereignisse mit der Planmenge „0“. Die Planmenge können Sie in der Registerkarte Ereignisse des Detailbereiches im Verordnungsdialog manuell pro Einzelereignis ergänzen, solange das Ereignis noch nicht als „verabreicht“ dokumentiert wurde.

    Beispiel Beispiel

    Sie planen für die Uhrzeiten 8:00 und 23:30 eine Arzneimittelgabe, können aber erst (z. B. abhängig von einem Laborparameter) zeitnah festlegen, welche Dosis zu diesen Zeiten verabreicht werden soll. Die OE hat eine planmäßige Medikationsrunde um 8:00, die abendliche Zeit weicht von den üblichen Medikationsrunden ab. Sie definieren folgende Verabreichungsfolge:

    • X-0-0-X (23:30)

    Ende des Beispiels.

    Hinweis Hinweis

    Beachten Sie, dass die Eingabe des Wertes „X“ in der Dosisdefinition nur bei Verordnungen möglich ist, die einen Tageszyklus hinterlegt haben.

    Wenn Sie in der Dosisdefinition den Wert „X“ als Einzeldosis verwenden und das Arzneimittel exakt dosierbar ist, muss das Kennzeichen Prüfbedingung gesetzt sein.

    Wenn die Dosisdefinition den Wert „X“ enthält, steht Ihnen der Hauptdosiskalkulator (komprimierte Ansicht der Verordnung) weder über die Wertehilfe noch über die Drucktaste zur Verfügung.

    Beachten Sie, dass Ihnen für Arzneimittelereignisse mit exakt dosierbaren Arzneimitteln und nicht definierter Plandosis die Funktion Schnellverabreichung nicht zur Verfügung steht.

    Ende des Hinweises

Um festzulegen, mit welcher Häufigkeit diese gleichbleibende Gabe des Arzneimittels stattfinden soll, haben Sie die Möglichkeit einen Tageszyklus in der Arzneimittelverordnung zu hinterlegen. Ein Tageszyklus legt ausschließlich die tagesspezifischen Intervalle fest (z. B. täglich, alle 2 Tage, 1-mal pro Woche usw.).

Hinweis Hinweis

Beachten Sie, dass Sie einen Tageszyklus im Verordnungsdialog nicht ändern können, da die Festlegung der Dosierung und Uhrzeiten ausschließlich über die Eingabe im Feld Dosis erfolgt.

Ende des Hinweises

Das System belegt den Tageszyklus automatisch aus dem Systemparameter N1MESICY vor.

Siehe Systemparameter für die Medikation

Die vereinfachte Dosisdefinition ist nicht möglich bei:

  • durchführen

  • kontinuierlichen IV

  • kontinuierlichen Einmalgabe

  • bei Sofortdosis muss die Dosisdefinition mindestens eine von 0 bzw. x abweichende Dosis enthalten

Hinweis Hinweis

Beachten Sie, dass die vereinfachte Dosisdefinition auch bei konventionellen Zyklen möglich ist.

Ende des Hinweises

Bei Eingabe der Dosierung bei Standardarzneimittel prüft das System auch weiterhin die Teilbarkeit des Arzneimittels. Bei Bedarf rundet das System die eingegebene Dosierungsfolge nach mathematischer Regel auf oder ab.

Hinweis Hinweis

Beachten Sie, dass das System dabei nie auf Null rundet. Die Rundung erfolgt immer auf die nächstliegende, durch den maximalen Teiler vorgegebene Dosis.

Die mögliche Zermahlbarkeit des Arzneimittels berücksichtigt das System dahingehend, dass keine Rundung vorgenommen wird und ein Hinweis auf die Zermahlbarkeit angegeben wird.

Ende des Hinweises

Beispiel Beispiel

Bei Eingabe von 0,2 (Tabletten) und bei vorgegebenem maximalem Teiler 4 rundet das System automatisch auf 0,25 (Tabletten) auf. Ist die Tablette zermahlbar, bleibt die Dosis 0,2 (Tabletten) bestehen.

Ende des Beispiels.

Sie können auch weiterhin Einzeldosierungen (z. B. 1 Tablette, 100 ml Infusion, 1 selbst hergestellte Kapsel usw.) festlegen und einen beliebigen Zyklus (z. B. „Alle 8 Stunden“) auswählen.

Voraussetzungen

Pflegen Sie die Standardverabreichungszeiten Ihrer OE im Einführungsleitfaden unter Anfang des Navigationspfads Branchenlösung Klinisches System Navigationsschritt Medikation Navigationsschritt Arzneimittelverordnung Navigationsschritt Standardzeiten für Organisationseinheiten verwalten Ende des Navigationspfads.

Sie können dabei auch Einträge unter Verwendung der Wildcard * anlegen. Beachten Sie, dass Sie eine Wildcard nur ohne Eingabe zusätzlicher Buchstaben verwenden können. Die Zeiten werden dabei für die verordnende pflegerische OE ausgelesen.

Funktionsumfang

Sie legen eine Arzneimittelverordnung an.

Nach Auswahl des Arzneimittels in der Arzneimittelsuche bzw. durch manuelle Eingabe des Arzneimittelnamens im Feld Arzneimittelschlüssel der komprimierten Ansicht des Verordnungsdialogs belegt das System im Feld Dosis die im Arzneimittelstamm hinterlegte Standardeinzeldosis in Verbindung mit den für die verordnende pflegerische OE hinterlegten Standardzeiten vor.

Beispiel Beispiel

Sie geben eine Standardeinzeldosis vor. Die Standardzeiten lauten 08:00, 14:00 und 20:00 Uhr. Das System belegt bei folgenden Standardeinzeldosen die Zeichenkette wie folgt vor:

  • 1 Tablette: 1-0-0

  • 100 ml Infusion: 100-0-0

  • 500 ml Ernährungslösung: 500-0-0

  • 5 ml Mixtur: 5-0-0

Ende des Beispiels.

Bei Standardarzneimitteln und Mixturen zeigt das System in Abhängigkeit Ihrer benutzerspezifischen Voreinstellungen eingegebene Zahlen, die nicht ganze Zahlen sind, als Kommazahlen oder in der Bruchdarstellung (siehe Benutzerspezifische Voreinstellungen). Dies betrifft nur dimensionslose Dosiseinheiten, Dosierungen mit einer Dosiseinheit einer Dimension werden immer als Kommazahlen angezeigt.

Siehe Registerkarte Verordnungsmanagement in den benutzerspezifischen Einstellungen.

Beispiel Beispiel

In Ihren benutzerspezifischen Voreinstellungen haben Sie die Bruchdarstellung gewählt. Nach der Eingabe von 1,5 - 1 - 0,5 und dem Bestätigen zeigt das System 1 ½ - 1 - ½ an.

Ende des Beispiels.

Wenn bei Infusionen, die keine von „X“ oder „0“ abweichende Dosis angegeben ist, errechnet das System keine Ratendauer auf Volumensbasis. Sie können in diesem Fall die Dauer von Raten frei angeben. Die Kurve zeigt diese Dauern an.

Bei nicht exakt dosierbaren Arzneimitteln (z. B. Creme) ist ebenfalls die Eingabe der vereinfachten Dosisdefinition möglich. Das System setzt dabei für jeden wahrzunehmenden Verabreichungszeitpunkt den Wert 1.

Beispiel Beispiel

Sie legen die Verabreichung 1-2-2 fest. Das System setzt die Dosisdefinition automatisch auf 1-1-1 zurück.

Ende des Beispiels.

Sie können die vereinfachte Dosisdefinition auch im Rahmen der gleitenden Dosierung verwenden. Dabei gelten dieselben Regeln wie für die vereinfachte Dosisdefinition im Feld Dosis der komprimierten Ansicht des Verordnungsdialogs.

Siehe Gleitende Dosierung

Wenn Sie ein Arzneimittel ersetzen (z. B. über „Arzneimittel ändern“, „Verabreichungsweg ändern“, „Ändern auf Verabreichung“ usw.), passt das System die Dosierung an das neue Arzneimittel an, wenn dieses den Standardsubstitutionsregeln entspricht.

Siehe Vorschlagen von Alternativen

Beispiel Beispiel

Sie ersetzen das Standardarzneimittel A mit Wirkstoff A in der Dosierung 4 mg durch das Arzneimittel B mit dem Wirkstoff A in der Dosierung 8 mg. Sie haben 1,5-1-0,5 als vereinfachte Dosisdefinition festgelegt. Der maximale Teiler des Arzneimittels B ist mit 2 festgelegt. Das System passt die Dosierung an und rundet dabei automatisch auf 1-0,5-0,5. Ändern Sie anschließend bei Bedarf die Dosierung.

Ende des Beispiels.