FunktionsdokumentationGleitende Dosierung

 

Sie verwenden eine gleitende Dosierung, um beispielsweise folgende Behandlungsfälle in der Medikation des Patienten abzubilden:

  • abnehmende Dosierung; zum Beispiel Verabreichung eine Woche lang dreimal täglich, danach zwei Wochen lang zweimal täglich

  • Unterbrechungen; zum Beispiel Verabreichung eine Woche lang dreimal täglich, danach zwei Wochen Unterbrechung, anschließend eine Woche lang zweimal täglich

  • parallele Zyklen; zum Beispiel Verabreichung eine Woche lang einmal morgens und gleichzeitig eine Woche lang einmal jeden zweiten Tag abends

Gleitende Dosierungen können Sie auch in Verordnungsvorlagen verwenden. Damit können Sie generell gültige Behandlungsfolgen, die eine gleitende Dosierung erfordern, als Verordnungsvorlagen zur Verfügung stellen.

Informationen hierzu finden Sie unter Verordnungsvorlage anlegen.

Hinweis Hinweis

Eine Arzneimittelverordnung mit gleitender Dosierung können Sie nicht verlängern, da auch die zugeordneten Zyklen eine begrenzte Gültigkeitsdauer haben. Sie können die Verordnung kopieren oder eine neue Verordnung anlegen, die die bisher gültige Behandlungsfolge fortführt.

Ende des Hinweises

Voraussetzungen

Sie können eine gleitende Dosierung unter folgenden Voraussetzungen in einer Verordnung verwenden:

  • Die Verordnung ist im internen Status Gespeichert.

  • Die Infusion oder Ernährungslosung ist intermittierend.

  • Die Mixtur ist pro Einzeldosis verordnet.

  • Sie haben im Systemparameter N1MESLID einen Zyklus für die gleitende Dosierung festgelegt. Informationen hierzu finden Sie unter Systemparameter für die Medikation.

Funktionsumfang

Sie haben die Möglichkeit, die Aktivierung beziehungsweise Bearbeitung einer gleitenden Dosierung an folgenden Stellen im System durchzuführen:

Wenn Sie die gleitende Dosierung aktivieren, deaktiviert das System in der komprimierten Ansicht die Eingabefelder Dosisstärke und Einheit. Das System kennzeichnet die Verordnung in der Spalte Gleitende Dosierung mit dem Symbol mit Quick-Info Gleitende Dosis.

Sie können auf der Registerkarte Gleitende Dosierung in der erweiterten Ansicht der Verordnung oder im Verordnungsdetaildialog unterschiedliche Zyklen definieren.

Sie können dazu die folgenden Eingabemöglichkeiten in der Zyklentabelle auf der Registerkarte Gleitende Dosierung nutzen:

  • Dosis und Zyklus

    Mit den Spalten Dosis, Einh. Dosis (Dosierungseinheit) und Zyklus legen Sie Menge und Zeitpunkte der Verabreichung fest. Wenn Sie einen Tageszyklus wählen, können Sie in der Spalte Dosis eine vereinfachte Dosisdefinition angeben. Wenn Sie keinen Tageszyklus wählen, können Sie die Spalte Dosis als Multiplikator verwenden. Informationen hierzu finden Sie unter Vereinfachte Dosisdefinition.

    Mit der Spalte Einh. Dosis legen Sie die Einheit der Spalte Dosis fest. Alternativ zeigt das System hier auch die Stärke, wenn Sie in der komprimierten Ansicht die entsprechende Umstellung vorgenommen haben. Das System belegt die Einheit zur Dosis aus dem Arzneimittelstamm vor.

    Beispiel Beispiel

    Wenn Sie keinen Tageszyklus, sondern beispielsweise einen Zyklus für alle sechs Stunden wählen und in der Spalte Dosis den Multiplikator 2 angeben, legt das System viermal täglich Verabreichungsereignisse mit der Menge zwei an.

    Ende des Beispiels.

    Hinweis Hinweis

    Sie können auch den Zyklus wählen, der im Systemparameter N1MESLID hinterlegt ist. Eine Schachtelung gleitender Dosierungen ist so nicht möglich. Das System verwendet den Zyklus in der Zyklustabelle wie alle anderen Zyklen.

    Ende des Hinweises
  • Dauer

    Legen Sie hier die Gültigkeitsdauer eines Zyklus in Tagen fest.

  • Beginnzeitpunkt

    In den Spalten Beginndatum und Beginnzeit können Sie den Beginnzeitpunkt eines Zyklus angeben. Das System belegt diese Spalten mit dem Gültigkeitsbeginn der Verordnung beziehungsweise mit dem Ende des vorhergehenden Zyklus in der Zyklentabelle vor. Passen Sie den Beginnzeitpunkt an, um Pausen in der Medikation und parallele Zyklen abzubilden.

  • Endzeitpunkt

    Das System berechnet die Spalten Endedatum und Endezeit eines Zyklus aus der Dauer und dem Beginnzeitpunkt.

Das System ersetzt beim Generieren der Ereignisse beziehungsweise dem Aktivieren der Verordnung den vorhandenen Zyklus der Verordnung durch den im Systemparameter N1MESLID definierten Zyklus.

Sie können den Layoutvorrat und die Vorbelegungslogik für neue Zeilen in der Zyklentabelle ändern. Hierfür steht Ihnen das Business Add-In (BAdI) N1_CREATE_SCREEN zur Verfügung.

Aktivitäten

Sie aktivieren die gleitende Dosierung für eine Verordnung über eine der folgenden Alternativen:

  • Wählen Sie in der komprimierten Ansicht der Verordnung den Hotspot in der Spalte Gleitende Dosierung.

  • Wählen Sie im Verordnungsdetaildialog den Zyklus, der im Systemparameter N1MESLID hinterlegt ist.

Sie fügen der Zyklentabelle einen neuen Eintrag hinzu, indem Sie Neue Zeile anfügen (Neue Zeile anfügen) wählen.

Sie fügen eine Pause in der Verabreichung ein, indem Sie der Zyklentabelle einen Eintrag hinzufügen und den Beginnzeitpunkt des neuen Zyklus nach dem Ende des vorhergehenden Zyklus festlegen.

Sie legen parallele Zyklen an, indem Sie der Zyklentabelle einen Eintrag hinzufügen und den Beginnzeitpunkt des neuen Zyklus während der Gültigkeitsdauer des vorhergehenden Zyklus festlegen.