Verordnung für Standardarzneimittel anlegen
Sie verwenden diese Arzneimittelverordnung für die Verordnung von Standardarzneimitteln wie beispielsweise Tabletten, Zäpfchen usw. Die Verordnung enthält keine speziellen Bildbereiche für Flussraten oder Bestandteile.
Hinweis
Sie können auch eine Verordnung ohne Endedatum anlegen. Das System legt eine Verordnung ohne Endedatum an, wenn Sie keine Verordnungsdauer bzw. kein Endedatum zur Verordnung eingeben.
Beachten Sie, dass das System bei Verordnungen ohne Endedatum die Gesamtmenge der Verordnung nicht berechnen kann.
Für das Generieren von Ereignissen verwendet das System den Ereignishorizont, der in den Stammdaten des jeweiligen Arzneimittels (Registerkarte Stationär
) erfasst ist. Wenn der Ereignishorizont nicht im Arzneimittelstamm festgelegt ist, verwendet das System ggf.
den Wert des Systemparameters N1MEEVTH
oder falls der Systemparameter nicht gepflegt ist eine Standarddauer von 5 Tagen.
Siehe Systemparameter für die Medikation
Für die Erfassung initial ausgesetzter Verordnungen steht Ihnen die Funktion Ausgesetzt aktivieren
im Verordnungsdialog zur Verfügung. Diese Funktion aktiviert eine neu erstellte und noch nicht gespeicherte Verordnung und setzt dabei automatisch das Aussetzen-Beginndatum
auf den Verordnungsbeginn und passt die Änderungshistorie entsprechend an.
Sie wählen in der Arzneimittelsuche bzw. in der Verordnung ein Standardarzneimittel aus.
Hinweis
Für die Steuerung bzw. Vorbelegung von Daten in der Verordnung steht Ihnen im Customizing die Möglichkeit zur Verfügung, benutzerspezifische Voreinstellungen für das Verordnungsmanagement festzulegen. Das System berücksichtigt die dem Benutzer zugeordneten Voreinstellung beim Anlegen einer Verordnung.
Siehe Benutzerspezifische Voreinstellungen pflegen
Siehe Registerkarte Verordnungsmanagement
Markieren Sie einen Patienten einer Sicht im Klinischen Arbeitsplatz bzw. im Patientenorganizer und wählen Sie
(Verordnung anlegen
).
Alternativ können Sie eine Verordnung auch über eine entsprechende Aufgabe im Dokumentationsarbeitsplatz anlegen.
Darüber hinaus können Sie eine neue Verordnung auch im Verordnungsdialog anlegen. Wählen Sie dazu
(Verordnung anlegen
).
Hinweis
Da sich der Verordnungstyp aus dem Prozess der Verordnung ergibt, unterstützt das System die Übernahme des Verordnungstyps aus der Verordnungsvorlage nicht.
Abhängig vom Benutzerparameter N1ME_NO_DRUG_SEL gelangen Sie in die Arzneimittelsuche oder in das Bild Verordnung anlegen
.
Sie können in der Arzneimittelsuche auch nach Verordnungsvorlagen suchen, auf Basis derer Sie die Verordnung anlegen wollen.
Wählen Sie in der Arzneimittelsuche oder in der Wertehilfe des Feldes Arzneimittelschlüssel
im Bild Verordnung anlegen
das oder die zu verordnenden Standardarzneimittel.
Geben Sie die erforderlichen Daten in der Verordnung ein.
In der komprimierten Ansicht zeigt das System jede Verordnung in einer Zeile. Abhängig vom Benutzerparameter N1ME_ORDGRI_OPENROW kennzeichnet das System die geöffnete (markierte) Verordnung (Zeile) in der komprimierten Ansicht farblich.
Das System belegt folgende Daten der Verordnung vor:
Abhängig vom Benutzerparameter N1ME_DEFOTYP belegt das System den Verordnungstyp.
Das System belegt die Standarddosis, den Verabreichungsweg usw. aus dem Arzneimittelstamm vor.
Beachten Sie folgende Felder für die Eingabe/Änderung der Daten in der komprimierten Ansicht:
Wählen Sie die Symbole mit Quick-Info Dosis
oder Alternative Dosis
in der komprimierten Ansicht, um zwischen der Anzeige der Dosis (z. B. 1 Tablette) und der Anzeige der Stärke (z. B. 500 mg) des Arzneimittels im Feld Dosis
zu
wechseln.
Darüber hinaus können Sie über den Hotspot des Feldes Einheit Dosis den Wechsel zwischen den aktiven Wirkstoffen des Arzneimittels durchführen.
Wählen Sie
(Dosisberechnung
) in der komprimierten Ansicht, um die Dosis der Verordnung zu berechnen. Siehe Dosis
für Standardarzneimittel kalkulieren
Wenn Sie die Einzeldosierung pro Verabreichungszeitpunkt in der Verordnung festlegen und in der Zyklusdefinition eine Menge erfasst haben, kombiniert das System diese Informationen miteinander. Die im Zyklus erfasste Menge dient dabei als Multiplikator. Somit können Sie auf die Menge bezogene unregelmäßige Verabreichungen definieren.
Das System prüft den aus Menge und Einzeldosis berechneten Wert gegen die maximale Einzeldosis und zeigt ggf. eine Warnung an. Diese Warnung zeigt das System auch, wenn Sie manuell ein neues Ereignis anlegen, welches die maximale Einzeldosis überschreitet.
Beispiel
Sie haben einen Zyklus 1-2-1 definiert. Mit der Einzeldosis 2 Tabletten ergibt sich eine Verabreichung von 2 Tabletten morgens, 4 Tabletten mittags und 2 Tabletten abends.
Beachten Sie, dass die Menge im Zyklus bei Verordnungen von nicht exakt dosierbaren Arzneimitteln nicht relevant ist.
Darüber hinaus prüft das System in Kombination von Einzeldosis und Zyklus die Tagesdosis. Beachten Sie dass das System dabei als Tag jeweils die 24 Stunden vor dem Verabreichungszeitpunkt, der sich aus dem Zyklus ergibt, heranzieht. Das System zeigt ggf. eine Warnung an. Diese Warnung zeigt das System auch, wenn die Tagesdosis wie folgt überschritten wird:
durch manuell angelegte neue Ereignisse in der Verordnung
durch Ändern der Dosis der Ereignisse bei Verwendungszweck "Verabreichung"
durch Ändern des Verabreichungszeitpunkts
Das System berücksichtigt dabei die Bestandteile eines verabreichbaren Arzneimittels und ev. parallel vorhandene gültige Verordnungen des Patienten, die das gleiche Arzneimittel enthalten. Wirkstoffgleiche Arzneimittel berücksichtigt das System bei der Prüfung auf die maximale Tagesdosis nicht.
Wenn Sie als Einheit für die Dauer einer Verordnung "Dosis" verwenden, zieht das System die in der Verordnung angegebene Einzeldosis als Basis für die Ereignisgenerierung heran.
Beispiel
Sie erfassen eine Verordnung mit Zyklus 1-2-1, Einzeldosis 1 Tablette und Dauer 3 Dosen. Daraus ergeben sich Verabreichungen von 1 Tablette morgens und 2 Tabletten mittags. Danach endet die Verordnung.
Wenn die Verordnung erst am Nachmittag beginnen würde, würde das System 3 Ereignisse mit je 1 Tablette generieren, obwohl bei der letzten Verabreichung (mittags) 2 Tabletten lt. Zyklus definiert sind.
Wählen Sie
(Größe/Gewicht nicht eingegeben
) oder
(Größe/Gewicht
des Patienten
) in der Spalte Weitere Patienteninformationen
, um die Größe und das Gewicht des Patienten einzugeben bzw. zu ändern.
Wenn Sie das Kennzeichen Bedarfsmedikation
für eine Verordnung setzen, wird das Arzneimittel je nach Bedarf verordnet. Das System legt pro Tag ein Bedarfsmedikations-Hauptereignis mit der gesamten Tagesdosis an. Die einzelnen Verabreichungsereignisse
erstellt das System erst bei Dokumentation der Verabreichung des Bedarfsmedikation-Hauptereignisses.
Wenn Sie das Kennzeichen setzen, müssen Sie auch eine Prüfbedingung eingeben, die festlegt, unter welchen Bedingungen der Patient das Arzneimittel tatsächlich erhalten soll z. B. bei starken Schmerzen.
Setzen Sie das Kennzeichen Sofortdosis
, wenn Sie sicherstellen wollen, dass ein zusätzliches Ereignis außerhalb der Zyklenzeitpunkte zum Verordnungsbeginn erzeugt wird.
Wenn der Verordnungsbeginnzeitpunkt gleich dem ersten Ereignis ist, ergibt sich folgendes Systemverhalten:
Wenn der Verwendungszweck der Verordnung als Verabreichung festgelegt und der Verordnungsbeginnzeitpunkt exakt der gleiche ist, wie jener, der sich durch die Zyklusdefinition für das erste Ereignis ergibt, generiert das System bei Auswahl des Kennzeichens Sofortdosis
kein
zusätzliches Ereignis. Im Zusammenhang mit einer Verordnungsdauer von genau einer Dosis setzt das System den Ereigniszeitpunkt des einzigen generierten Ereignisses auf den Verordnungsbeginn.
Wenn der Verwendungszweck der Verordnung Mitgabe oder Rezeptdruck ist, generiert das System ein zusätzliches Ereignis mit dem Verwendungszweck Verabreichung, auch wenn der Zeitpunkt des Verordnungsbeginns exakt gleich ist wie der erste ermittelte Zykluszeitpunkt.
Wählen Sie
(Detail
) in der Zeile der Verordnung in der komprimierten Ansicht, um diese Verordnung in der erweiterten
Ansicht zu öffnen.
Wählen Sie
Arzneimittel
(Arzneimittel ändern
), um sich alternative Arzneimittel (Generika) für die markierte Verordnung vorschlagen
zu lassen.
Siehe Arzneimittel ändern/auf Vorgabearzneimittel ändern
Hinweis
Beachten Sie, dass eine von Ihnen geänderte Verordnungsbeschreibung durch die Auswahl eines anderen Arzneimittels in den Funktionen Alternativen vorschlagen
und Vorschlag Ausgabemenge
mit der Arzneimittelbezeichnung der Alternative
überschrieben wird.
Verwenden Sie in solchen Fällen daher das Feld Kommentar
in der Verordnung, das bei Auswahl alternativer Arzneimittel vom System nicht überschrieben wird.
Geben Sie auf folgenden Registerkarten der erweiterten Ansicht die erforderlichen Daten für die Verordnung von Standardarzneimitteln ein:
Registerkarte Verordnung
Wenn Sie eine anamnestische Verordnung anlegen, setzt das System den Wert „Anamnese“ im Feld pat. eig. Med.
für die patienteneigene Medikation. Für diese anamnestische Verordnung
kann das System keine Ereignisse generieren. Jedoch kann diese Medikation relevant für klinische Interaktionsprüfungen sein, die nur dann möglich sind, wenn es eine Verordnung dafür gibt.
Die Organisationseinheiten auf dieser Registerkarte belegt das System aus dem Fall vor. Sie können einen Kommentar zur Verordnung erfassen.
Sie können auch Indikatoren zuordnen oder diese automatisch aus der Arzneimittelsuche übernehmen.
Darüber hinaus können Sie eine Prüfbedingung zur Verordnung anlegen und kennzeichnen, dass die dort erfasste Voraussetzung vor Verabreichung eines Arzneimittels geprüft werden muss.
Unter folgenden Bedingungen ist das Kennzeichen Prüfbedingung
gesetzt und nicht mehr eingabebereit:
im Arzneimittelstamm ist das Kennz. Prüfbedingung
gesetzt
in der komprimierten Ansicht ist das Kennzeichen Bedarfsmedikation
gesetzt
Bei Verordnungen mit Verwendungszweck Rezeptdruck setzt das System das Kennzeichen Prüfbedingung
im Verordnungsdialog nicht und es ist auch nicht eingabebereit. Sie können trotzdem einen Text einer Prüfbedingung erfassen, z. B. um diesen am
Rezept anzudrucken.
Bei Verordnungen mit Verwendungszweck Mitgabe können Sie das Kennzeichen Prüfbedingung
setzen und beim Verabreichen bestätigen.
Registerkarte Gleitende Dosierung
Siehe Gleitende Dosierung
Registerkarte Ereignis
Sie können einen abweichenden Entnahmeort für das erste Ereignis definieren z. B. Arzneimittellager der Station oder Ambulanz.
Hinweis
Wählen Sie
(Arzneimittel zum Ereignis ersetzen
), um die manuelle Substitution bei Arzneimittelereignissen aufzurufen.
Um mehrere Verordnungen hinzuzufügen, wählen Sie
VO hinzufügen
(Verordnungen hinzufügen
).
Sie gelangen in die Arzneimittelsuche, in der Sie über die entsprechenden Funktionen (z. B. Mehrfachmarkierung) mehrere Verordnungen anlegen zu können.
Um eine oder mehrere Verordnungen zu aktivieren, markieren Sie die Verordnung(en) und wählen Sie
(Verordnungen aktivieren
). Siehe Verordnung
aktivieren.
Um die Ereignisse zu einer oder mehreren Verordnungen zu generieren, markieren Sie die Verordnung(en) und wählen Sie
(Ereignisse generieren
).
Zusätzlich zu den Ereignissen, die das System für eine Verordnung generiert können, Sie Ereignisse manuell anlegen. Wählen Sie
(Neue Zeile
) auf der Registerkarte Ereignis
,
um ein neues Ereignis anzulegen.
Bei manuell angelegten Ereignissen können Sie den Verwendungszweck des Ereignisses in den Spalten Verabreichung
, Mitgabe
und Rezeptausdruck
unabhängig vom
Verwendungszweck der Verordnung festlegen.
Damit können Sie bei ambulanten Verordnungen (Mitgabe bzw. Rezeptdruck) zusätzlich zur Dokumentation einer Mitgabe bzw. Rezeptausstellung auch die Verabreichung des gleichen Arzneimittels innerhalb einer Verordnung dokumentieren. Eine Erfassung von zwei Verordnungen mit unterschiedlichem Verwendungszweck (Verabreichung und Mitgabe oder Rezeptdruck) ist nicht erforderlich.
Hinweis
Bei einer Entlassung des Patienten können Sie die bestehenden Verordnungen für die Verabreichung auch für einen Rezeptdruck bzw. eine Mitgabe des Arzneimittels verwenden. Eine Folgeverordnung müssen Sie nur dann anlegen, wenn Sie ein anderes Arzneimittel verwenden wollen.
Das System kennzeichnet (manuelle) Ereignisse, deren Verwendungszweck geändert werden kann, in der Spalte Verwendungszweck änderbar
.
Um mehrere Verordnungen in einem Arbeitsschritt zu aktivieren und gleichzeitig die zugehörigen Ereignisse zu generieren, markieren Sie die Verordnungen in der komprimierten Ansicht und wählen Sie
Einplanen
(Verordnungen einplanen
).
Siehe Einplanen von Verordnungen.
Um eine einmalige Verabreichung, Mitgabe oder einen Rezeptdruck einer Verordnung schnell und direkt aus der Verordnung zu dokumentieren, markieren Sie eine Verordnung und wählen Sie
(Verordnung
durchführen
).
Siehe Durchführen einer Verordnung.
Sie können die Verordnung drucken. Wählen Sie
(Verordnungsdruck
)..
Sie gelangen in das Bild Vorschau Druckausgabe
.
Sichern Sie die Verordnung.