FunktionsdokumentationGenerieren von Zuzahlungsaufforderungen

 

Über das Programm IS-H: Zuzahlungsanforderungen generieren (RNZUZBI1) können Sie für einzelne oder mehrere stationäre Fälle die Anzahl der zuzahlungspflichtigen Tage ermitteln und entsprechende Zuzahlungsaufforderungen generieren lassen. Diese bucht das System automatisch in der Finanzbuchhaltung in Form von Zuzahlungsanforderungen (Inkassoverfahren) oder Zuzahlungsforderungen (Forderungsverfahren). Die Währung wird aus dem Customizing des IS-H automatisch ermittelt (siehe Einführungsleitfaden Krankenhaus unter Anfang des Navigationspfads Patientenabrechnung Navigationsschritt Zuzahlung/Anzahlung Navigationsschritt Zuzahlungsbetrag pro Tag kostenträgerunabhängig pflegen Ende des Navigationspfads).

Funktionsumfang

Das System kann die Anzahl der zuzahlungspflichtigen Tage für entlassene Fälle oder nicht entlassene Fälle ermitteln. Dabei berücksichtigt das System die folgenden Daten:

  • Aufenthaltsdauer

  • Anzahl der Zuzahlungsvortage, die Sie bezogen auf den bearbeiteten Fall hinterlegt haben und Anzahl Vortage Kostenträger. Das System berücksichtigt nur die Zuzahlungsvortage, wenn das Kennzeichen mindernder Nachweis gesetzt ist. Das System ermittelt die für den Patienten günstigste Variante

  • offene Zuzahlungsaufforderungen des Falles

  • für den Fall geleistete Zuzahlungen

  • Status der §301-Nachrichten Kostenübernahmesatz und Entlassungsanzeige (standardmäßig ermittelt das System nur dann die zuzahlungspflichtigen Tage, wenn die Kostenübernahmeanzeige vor Versand der Entlassungsanzeige vorliegt und die Entlassungsanzeige schon versandt ist, da zu diesem Zeitpunkt eine Änderung der Zuzahlung nicht mehr möglich ist).

Weiterhin berücksichtigt das System bestimmte Sonderregelungen und Systemeinstellungen. Informationen dazu lesen Sie unter Sonderregelungen bei Ermittlung zuzahlungspflichtiger Tage.

Das System berücksichtigt nicht offene Zuzahlungsaufforderungen oder geleistete Zuzahlungen bezogen auf andere Fälle des Patienten. Hat der Patient Zuzahlungen bezogen auf einen anderen Fall geleistet oder sind bezogen auf einen anderen Fall offene Zuzahlungsaufforderungen vorhanden, erhalten Sie jedoch eine entsprechende Warnung. Sie können den Typ dieser Nachrichten im Customizing über die Nachrichtensteuerung ändern oder die Ausgabe der Nachrichten unterdrücken. Um zu verhindern, dass für den bearbeiteten Fall Zuzahlungsaufforderungen generiert werden, definieren Sie diese Nachricht als Fehlermeldung.

Das Programm berücksichtigt nur Fälle, für die eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:

  • Der Patient ist bereits entlassen.

  • Der Patient ist nicht entlassen, aber die Summe der Zuzahlungsvortage (hier muss aber das Kennzeichen mindernder Nachweis gesetzt sein bzw. Vortage Kostenträger) und die Anzahl der Aufenthaltstage ist zum Zeitpunkt der Bearbeitung größer oder gleich der maximalen Anzahl zuzahlungspflichtiger Tage pro Kalenderjahr.

    Beispiel Beispiel

    Der Patient hat 8 Zuzahlungsvortage. Er wird am 01. 11. stationär aufgenommen und ist noch nicht entlassen. Sie führen das Programm am 07. 11. aus.

    Bei einer maximalen Anzahl zuzahlungspflichtiger Tage von 28 erreicht der Patient die maximale Anzahl am 06. 11., da die Summe aus Zuzahlungsvortagen (8) und Aufenthaltstagen (6) gleich 14 ist. Wenn Sie das Programm am 07. 11. ausführen, wird dieser nicht entlassene Fall also vom System berücksichtigt.

    Ende des Beispiels.

Die folgenden Fälle berücksichtigt das System nicht:

  • Fälle mit mehr als einem zuzahlungspflichtigen Versicherungsverhältnis, falls die Gültigkeitszeiträume der Versicherungsverhältnisse sich überlappen

  • Fälle, für die Sie im Versicherungsverhältnis einen der folgenden Nichtzuzahlungsgründe hinterlegt haben:

    • Maximaler Betrag pro Jahr geleistet (interner Nichtzuzahlungsgrund 05)

    • Trotz Erinnerung nicht gezahlt (interner Nichtzuzahlungsgrund 07)

    • Zuzahlungsbefreiung(interner Nichtzuzahlungsgrund 08)

    • Patient unbekannt verzogen (interner Nichtzuzahlungsgrund 09)

      Hinweis Hinweis

      Fälle, für die Sie im Versicherungsverhältnis den Nichtzuzahlungsgrund Keine Zuzahlung aus versorgungsrechtlichen Gründen angegeben haben, berücksichtigt das Programm. Wenn für diese Fälle Zuzahlungsanforderungen vorhanden sind, storniert das System diese Zuzahlungsanforderungen, wenn Sie beim Ausführen des Programms das Stornieren der Zuzahlungsanforderungen über das Kennzeichen ZuzAnforderung stornieren erlaubt haben.

      Ende des Hinweises