FunktionsdokumentationGenerieren von Zuzahlungsaufforderungen: Einstellungen

 

Zusätzlich zu den Selektionskriterien können Sie die Ausführung des Programms IS-H: Zuzahlungsaufforderung generieren (Report RNZUZBI1) durch folgende Einstellungen auf dem Selektionsbild beeinflussen:

  • Formular generierter Zuzahlungsaufforderungen drucken

    Sie können für jeden Fall, für den das System eine Zuzahlungsaufforderung generiert, ein entsprechendes Formular drucken. Markieren Sie dazu das Feld Formulardruck.

  • Drucker

    Sie können die Bezeichnung des Druckers angeben, den Sie für die Ausgabe der Formulare verwenden wollen. Diese Angabe ist vor allem für Hintergrundverarbeitung mit Formularausgabe wichtig.

  • Sortierkriterien

    Sie haben die Möglichkeit, eine Sortierreihenfolge anzugeben. Sie geben eine Sortierreihenfolge an, indem Sie in den Feldern Fallnummer, Patientenname und pflegerische OE die Reihenfolge mit 1, 2 und 3 angeben.

    Hinweis Hinweis

    Über das Business Add-In ISH_RNZUZBI1_SORT können Sie eine eigene Sortierung der Fälle vornehmen.

    Ende des Hinweises
  • Buchungsdatum

    Sie können das Buchungsdatum für den FI-Beleg der Zuzahlungsaufforderung auswählen. Zur Auswahl stehen Ihnen das Aufnahmedatum der jeweiligen Fälle, das Entlassungsdatum der jeweiligen Fälle, das Tagesdatum oder ein anderes, frei wählbares Datum. Wenn die entsprechende Buchungsperiode geschlossen ist, bucht das Programm den FI-Beleg der Zuzahlungsaufforderung mit dem Tagesdatum. Wenn Sie das Entlassungsdatum als Buchungsdatum wählen, berücksichtigt das Programm nur Fälle aus der angegebenen Selektion, die Sie über eine Ist-Entlassung entlassen haben; Fälle mit einer Plan-Entlassung oder Fälle, die noch nicht entlassen sind, berücksichtigt das Programm nicht, und es generiert keine Zuzahlungsaufforderung. Als Belegdatum verwendet das System das Tagesdatum.

  • Anforderungen generieren für nicht entlassene Fälle vor Erreichen max. ZuzBetrag

    Mit der nach dem Krankenhausfinanzierungsreformgesetz (KHRG) 2009 gesetzlich geforderten generellen Anwendung des Forderungsverfahrens für die Zuzahlungsabwicklung gemäß §43b (3) SGB V muss ab dem 01.01.2010 die komplette Zuzahlung eines Falles und Kostenträgers von einer Rechnung abgesetzt werden. Wenn das Ankreuzfeld Anforderung generieren für nicht entlassene Fälle vor Erreichen max. Zuzahlungsbetrag aktiviert ist, generiert das System für einen Fall mit einem §301-relevanten Kostenträger, der ab dem 01. 01.2010 aufgenommen wurde, keine Zuzahlungsforderung mehr, wenn der maximal zu zahlende Betrag pro Jahr noch nicht erreicht ist. Damit stellt das System sicher, dass auch bei zwischenabgerechneten Fällen der komplette Zuzahlungsbetrag von einer Rechnung abgesetzt wird.

  • Zuzahlungsanforderungen stornieren

    Über das Kennzeichen ZuzAnforderungen stornieren können Sie das Vorgehen des Systems bei der Generierung von Zuzahlungsaufforderungen festlegen:

    • Wenn das Kennzeichen gesetzt ist, storniert das System alle offenen Zuzahlungsaufforderungen eines Falles und legt neue Zuzahlungsaufforderungen über den berechneten zu leistenden Zuzahlungsbetrag an, wenn die Summe der offenen Zuzahlungsaufforderungen größer oder kleiner des berechneten zu leistenden Zuzahlungsbetrages ist.

    • Wenn das Kennzeichen nicht gesetzt ist, storniert das System die vorhandenen offenen Zuzahlungsaufforderungen nicht. Es betrachtet offene Zuzahlungsaufforderungen wie geleistete Zuzahlungen. Wenn der berechnete zu leistende Zuzahlungsbetrag größer als die Summe der offenen Zuzahlungsaufforderungen ist, legt das System eine neue Zuzahlungsaufforderung über den Differenzbetrag an. Wenn die Summe der offenen Zuzahlungsaufforderungen größer als der berechnete zu leistende Zuzahlungsbetrag ist, erhalten Sie eine Nachricht darüber, dass zu viel Zuzahlung geleistet ist.

  • Fälligkeitsdatum anpassen

    Wenn die Summe offener Zuzahlungsaufforderungen gleich dem berechneten zu leistenden Zuzahlungsbetrag ist, ändert das System das Fälligkeitsdatum der vorhandenen offenen Zuzahlungsaufforderungen. Dabei ändert das System das Fälligkeitsdatum anhand der im Customizing des SAP Patient Management (IS-H) hinterlegten Angaben. Hier könnten Sie das Fälligkeitsdatum beispielsweise auf 10 Tage nach dem Entlassungsdatum der Fälle festlegen.

  • Kostenübernahmesatz berücksichtigen

    Wenn Sie vor dem Ausführen dieses Programms das Ankreuzfeld Kostenübernahmesatz berücksichtigen markiert haben, generiert das System eine Zuzahlungsaufforderung erst dann, wenn ein Kostenübernahmesatz eingegangen ist. Hierbei muss der Kostenübernahmesatz vor Versand der Entlassungsanzeige eingegangen sein. Standardmäßig ist das Ankreuzfeld markiert.

  • Versand Entlassungsanzeige berücksichtigen

    Wenn Sie vor dem Ausführen dieses Programms das AnkreuzfeldVersand Entlassungsanzeige berücksichtigen markiert haben, generiert das System eine Zuzahlungsaufforderung erst dann, wenn die Entlassungsanzeige versandt ist. Standardmäßig ist das Ankreuzfeld markiert. Ab 01.01.2010 kann erst nach Versand der Entlassungsanzeige die Höhe der Zahlungsforderung valide ermittelt werden, da erst dann etwaige Änderungen im Kostenübernahmesatz keinen Einfluss mehr haben. Dies hat allerdings zur Folge, dass Patienten erst weit nach ihrer Entlassung eine Zuzahlungsforderung erhalten können und zu begleichen haben.

  • Testmodus

    Sie können das Programm im Testmodus ausführen. Im Testmodus ermittelt das System für alle selektierten Fälle die Anzahl der zuzahlungspflichtigen Tage und berechnet den zu zahlenden Zuzahlungsbetrag. Es bucht die entsprechenden Zuzahlungsanforderungen oder Zuzahlungsforderungen in der Finanzbuchhaltung jedoch nicht. Markieren Sie dazu das Feld Testmodus.

    Um das Programm im Echtmodus auszuführen, entmarkieren Sie das Feld Testmodus. Im Echtmodus bucht das System Zuzahlungsanforderungen und Zuzahlungsforderungen in der Finanzbuchhaltung und ändert dabei auch bereits vorhandene Buchungen.

Weitere Informationen finden Sie unter Zuzahlungsaufforderungen generieren: Selektionskriterien.