Statusreporting Sie verwenden diese Funktion, um Berichte über den Bearbeitungsfortschritt von Maßnahmen oder Maßnahmengruppen im Konsolidierungsmonitor zu erstellen.
Mit dem Statusreporting können Sie eine aggregierte Sicht auf den Bearbeitungsfortschritt erzielen und diese z. B. in Form von Kreisdiagrammen abbilden.
In der Konsolidierungsworkbench können Sie einen virtuellen InfoProvider für den Datenstrom
Monitorstatus
generieren. Die Statusberichte erstellen Sie mit Queries auf diesen InfoProvider, die Sie im BI-System (
SAP
NetWeaver Business Intelligence
) mit dem
BEx Query Designer
definieren. Sie können die Queries z. B. im
BEx Analyzer
oder
BEx Web
ausführen.
Der virtuelle InfoProvider erhält die Statusinformation aus dem Funktionsbaustein RSSEM_INFOPROV_STATUS, der die Parameter der BI-Query auswertet und die Daten aus der Statusverwaltung im Konsolidierungsmonitor abfragt und aufbereitet.
Die Reports liefern nur dann sinnvolle Ergebnisse, wenn folgende Einstellungen vorliegen:
Die Statusverwaltung im Konsolidierungsmonitor ist aktiviert (die Statusverwaltung ist standardmäßig aktiviert).
Die betroffenen Konsolidierungseinheitenhierarchien sind statusrelevant (Konsolidierungseinheitenhierarchien sind standardmäßig statusrelevant).
Abhängig davon, ob Sie in der Query die Kennzahl
Betrag
verwenden, lassen sich zwei verschiedene Query-Typen unterscheiden, und zwar Folgende:
Queries mit der Kennzahl
Betrag
(0BCS_AMOUNT)
Diese Queries erlauben statistische Auswertungen des Bearbeitungsfortschritts. Sie können z. B. für einen Konsolidierungskreis ermitteln, welcher Prozentsatz der Konsolidierungseinheiten fertig ist. Durch einen Gewichtungsfaktor können Sie die Wichtigkeit einzelner Organisationseinheiten in der Statistik beeinflussen.
Den Gewichtungsfaktor können Sie im Customizing der Konsolidierungseinheiten und Konsolidierungskreise für jede einzelne Organisationseinheit festlegen. Standardmäßig ist der Gewichtungsfaktor = 1.
Das Statusreporting ermittelt die Kennzahl
Betrag
für jede Kombination der angeforderten Merkmale (siehe auch den Abschnitt „Anwendungsfälle“) folgendermaßen:
Wenn eine Organisationseinheit angefordert ist, entspricht der Betrag deren Gewichtungsfaktor.
Wenn zwei Organisationseinheiten angefordert sind, z. B. Konsolidierungskreis und Profitcenter-Gruppe, errechnet sich der Betrag aus dem Produkt der Gewichtungsfaktoren.
Neben der Kennzahl
Betrag
können Sie weitere Kennzahlen verwenden, z. B. zur Anzeige der Fehleranzahl bei der letzen Maßnahmenausführung (siehe Abschnitt „Struktur des virtuellen InfoProviders“).
Das Statusreporting aggregiert die Kennzahlen in den übergeordneten Knoten.
Queries ohne Kennzahlen
Mit diesen Queries können Sie den Bearbeitungsfortschritt vergleichbar zur Anzeige im Konsolidierungsmonitor abbilden. Das Statusreporting fragt die Daten von der Statusverwaltung ab, führt aber keine zusätzlichen Auswertungen durch.
Typische Anwendungsfälle sind Folgende:
Query mit der Kennzahl
Betrag
zur Auswertung des Maßnahmenstatus für Kombinationen aus Konsolidierungseinheiten, z. B. Gesellschaften und Profitcenter
Die Selektion kann eine oder mehrere Gesellschaften, Profitcenter oder Maßnahmen einschließen. Das Statusreporting ermittelt die Kennzahl
Betrag
für jede Kombination aus Gesellschaft und Profitcenter und Maßnahme.
Query mit der Kennzahl
Betrag
zur Auswertung des Maßnahmenstatus für Konsolidierungskreise und Profitcenter-Gruppen
Die Selektion kann jeweils einen oder mehrere Konsolidierungskreise, Profitcenter-Gruppen oder Maßnahmen einschließen. Das Statusreporting ermittelt die Kennzahl
Betrag
für jede Kombination aus Konsolidierungskreis und Profitcenter-Gruppe und Maßnahme.
Query ohne Kennzahlen zur Anzeige des Maßnahmen- und Maßnahmengruppenstatus für Konsolidierungskreise und Konsolidierungseinheiten
Die Selektion kann jeweils eine oder mehrere Maßnahmen- und Maßnahmengruppen sowie einen oder mehrere Konsolidierungskreise und Konsolidierungseinheiten einschließen. Das Statusreporting erfasst den Status für folgende Kombinationen:
Konsolidierungseinheit und Maßnahme
Konsolidierungskreis und Maßnahme
Konsolidierungseinheit und Maßnahmengruppe
Konsolidierungskreis und Maßnahmengruppe
Der virtuelle InfoProvider ist eine Kopie des InfoCubes für Summensätze mit den folgenden zusätzlichen Merkmalen und Kennzahlen:
Beschreibung lang |
Merkmal |
Verwendung |
Monitorstatus |
0BCS_STATUS |
Identifiziert den Status der Maßnahme oder Maßnahmengruppe. |
Maßnahme |
0BCS_TASK |
Identifiziert die Maßnahme. |
Maßnahmengruppe |
0BCS_TASKGR |
Identifiziert die Maßnahmengruppe. |
Datum |
0DATE |
Zeigt den Zeitpunkt der letzten Maßnahmenausführung oder Statusänderung (z. B. beim Entsperren) an. |
Uhrzeit |
0TIME |
|
Benutzername |
0USERNAME |
Zeigt den Namen des Benutzers an, der die Maßnahme zuletzt ausgeführt oder den Status zuletzt geändert hat. |
Bezeichnung |
Kennzahl |
Verwendung |
Anzahl Warnungen |
0BCS_CNTWNG |
Zeigt die Anzahl der Warnungen bei der letzen Maßnahmenausführung an. |
Anzahl Fehler |
0BCS_CNTERR |
Zeigt die Anzahl der Fehler bei der letzen Maßnahmenausführung an. |
Betrag |
0BCS_AMOUNT |
Das Statusreporting kalkuliert den Betrag für jede Kombination der angeforderten Merkmale aus den Gewichtungsfaktoren der Organisationseinheiten. Diese Kennzahl erlaubt Ihnen statistische Auswertungen des Bearbeitungsfortschritts. |
Aus technischen Gründen muss der virtuelle InfoProvider eine Kennzahl mit der Rolle
Wert in Kreiswährung
enthalten, ansonsten können Sie die Rolle
Kreiswährungsschlüssel
nicht verwenden.
Bezeichnung |
Attribut |
Verwendung |
|---|---|---|
Gewichtungsfaktor |
0BCS_WEIGHT |
Diese Kennzahl dient als ein Attribut von Merkmalen mit der Rolle
|
Monitorstatuskategorie |
benutzerdefiniert |
Sie können im BI-System ein benutzerdefiniertes Merkmal als Attribut des Merkmals
Das Customizing für benutzerdefinierte Attribute führen Sie in der Prozess-Sicht der Konsolidierungsworkbench unter
Die Zuordnung der Statuswerte zu den Kategorien nehmen Sie in der Prozess-Sicht der Konsolidierungsworkbench unter
|
Die Query muss Merkmalseinschränkungen für folgende Merkmale enthalten:
Merkmale, die im Konsolidierungsgebiet fixiert sind, z. B. Positionsplan (falls vorhanden)
Versionsbezogene Merkmale, z. B. Versionsnummer, Datenkategorie, Datenscheibe, Rechnungssystem
Kreiswährung
Restatement
Buchungsperiode
Geschäftsjahr
Außerdem muss die Selektion geeignet sein, das Konsolidierungsgebiet zu identifizieren.
In den Statusberichten können Sie folgende Felder abbilden:
Konsolidierungskreise
Konsolidierungseinheiten
die oben genannten zusätzlichen Merkmale im virtuellen InfoProvider
die oben genannten zusätzlichen Kennzahlen im virtuellen InfoProvider
die oben genannten zusätzlichen Attribute im virtuellen InfoProvider
die oben genannten Merkmale der Query, für die Sie Merkmalseinschränkungen angeben müssen
Für Queries mit der Kennzahl
Betrag
gelten folgende Einschränkungen:
Sie dürfen Merkmale mit der Rolle
Konsolidierungskreis
und
Konsolidierungseinheit
, die in derselben Hierarchie liegen,
nicht gemeinsam in einer Query verwenden. Dies gilt z. B. für Profitcenter und Profitcenter-Gruppe.
Sie dürfen die Merkmale
Maßnahmengruppe
und
Maßnahme
nicht gemeinsam in einer Query verwenden.
Für Queries ohne Kennzahlen gelten folgende Einschränkungen:
Wenn die Query den Status von Maßnahmen oder Maßnahmengruppen für Konsolidierungskreise enthält, dann führt die Hierarchiedarstellung zu mehrdeutigen Resultaten für die Konsolidierungskreise. Der Bericht zeigt den korrekten Status eines Konsolidierungskreises bei dem gleichnamigen Unterknoten an.
Wir empfehlen, die Hierarchiedarstellung für die Konsolidierungskreise zu deaktivieren.
Um einen virtuellen InfoProvider für das Statusreporting zu generieren, gehen Sie folgendermaßen vor:
Wählen Sie in der Prozess-Sicht der Konsolidierungsworkbench unter
Datenmodell
→ Datenbasis
die Datenbasis aus.
Setzen Sie auf der Registerkarte
Datenströme
für den Datenstrom
Monitorstatus
das Kennzeichen
Generiert
links neben der Spalte
Virtueller InfoProvider
. Sie können in der Spalte
Virtueller InfoProvider
einen Namen für den zu erzeugenden InfoProvider eintragen.
Sichern Sie die Datenbasis.
Das System generiert den virtuellen InfoProvider für das Statusreporting. Sollte der virtuelle InfoProvider bereits existieren, prüft das System, ob die aktuelle Definition dem Sollzustand entspricht. Wenn dies nicht der Fall ist, dann passt das System den virtuellen InfoProvider durch eine Nachgenerierung entsprechend an.
Um den Gewichtungsfaktor einer Organisationseinheit für das Statusreporting zu ändern, gehen Sie folgendermaßen vor:
Wählen Sie in der Prozess-Sicht der Konsolidierungsworkbench unter
Stammdaten
→ Konsolidierungseinheiten
bzw.
Stammdaten
→ Konsolidierungseinheiten
→ Konsolidierungskreise
die Organisationseinheit aus.
Stellen Sie auf der Registerkarte
Andere Attribute
den Gewichtungsfaktor ein.
Sichern Sie Ihre Änderung.
Wenn Sie die Query erneut ausführen, berücksichtigt das Statusreporting den geänderten Gewichtungsfaktor der Organisationseinheit.
Bei einer Query mit der Kennzahl
Betrag
können Sie für einen schnellen Überblick des Bearbeitungsfortschritts in einem Konsolidierungskreis die Kennzahl
Anzahl
pro Maßnahmenstatus in Form eines Kreisdiagramms abbilden. Die folgende Grafik zeigt beispielhaft ein solches Kreisdiagramm für den Konsolidierungskreis
CG007
.
