Analyse und Reparatur von Datenströmen Mit dieser Funktion können Sie die Datenströme einer Datenbasis analysieren und gegebenenfalls Dateninkonsistenzen beseitigen. Dateninkonsistenzen können z.B. durch nachträgliches Verändern von Customizing-Einstellungen entstehen, etwa durch versehentliches Zurücksetzen von Nummernkreisen für Belege. In einem solchen Fall würde das System vorhandene Belege ohne Warnung überschreiben.

Wir empfehlen Ihnen, diese Funktion nach Tests und vor dem Produktivstart des Systems zu nutzen, um Inkonsistenzen so früh wie möglich identifizieren und beheben zu können.
Sie verfügen über eine Berechtigung für das Berechtigungsobjekt
R_UC_RECON
(Feld
CONS_AREA
in Verbindung mit
ACTVT
).
In der Konsolidierungs-Workbench ist die Sicht
Werkzeuge
aktiv.
Der Selektionsbildschirm enthält Selektionsparameter für Konsolidierungseinheiten, Versionen, Zeit, und Währung. Darüber hinaus stehen Ihnen weitere Merkmale zur Verfügung, mit denen Sie die Datenselektion innerhalb eines Konsolidierungsgebietes einschränken können.

Welche weiteren Merkmale und Datenströme Ihnen zur Selektion angeboten werden, richtet sich nach den in der Datenbasis enthaltenen Feldern und der Datenmodellierung des Konsolidierungsgebiets . Das System ermittelt zur Laufzeit die relevanten Customizing-Einstellungen und baut das Bildschirmbild dynamisch auf.
Beachten Sie, dass das Bildschirmbild wegen des meist sehr umfangreichen Datenmodells außergewöhnlich viele Felder enthalten kann. Sie müssen deshalb im Regelfall nach unten scrollen, um alle Elemente erreichen und einstellen zu können.
Im Gruppenrahmen
Technische Einstellungen
legen Sie fest, was genau die Funktion bei der Ausführung tun soll:

Die verschiedenen Unterfunktionen dienen teils der Analyse, teils der Reparatur von Inkonsistenzen der analysierten Datenströme. Während die Analysefunktionen ausschließlich lesend auf die Datenbasis zugreifen, umfassen die Reparaturfunktionen auch schreibende Zugriffe. Wir empfehlen Ihnen, grundsätzlich zunächst die Analysefunktionen zu verwenden und in Abhängigkeit vom dabei ermittelten Prüfergebnis die Reparaturfunktionen einzusetzen.
Sätze anzeigen von.../Sätze löschen aus...
: Mit diesen beiden Optionen bestimmen Sie, dass das System Datensätze aus der Datenbasis anzeigen oder löschen soll. Für beide Optionen geben Sie zusätzlich an, auf welche der auf dem Bild aufgeführten Datenströme die Funktion dabei zugreifen soll. Welche Datenströme das System anbietet, richtet sich nach der Definition der Datenbasis, die dem aktuellen Konsolidierungsgebiet zugeordnet ist.
Einzelposten mit Summensätzen vergleichen
: Hier können Sie die aggregierten Summen aus Einzelposten (Datenstrom Belege) und Summensätzen miteinander vergleichen, um zu überprüfen, ob aggregierte Einzelposten und die dazugehörigen Summensätze übereinstimmen. Im Einzelnen prüft das System folgende Bedingungen:
Für die Summensätze sind passende Belege vorhanden.
Für alle Belege existieren passende Summensätze.
Die Kennzahlwerte von Summensätzen und den aus den Belegen aggregierten Summen stimmen überein.
Wenn Sie Belege nur in Hauswährung buchen, werden Abweichungen in Kreiswährung nur als Information und nicht als Fehler gemeldet. Diese Abweichungen in Kreiswährung entstehen beispielsweise durch eine nachfolgende Währungsumrechnung: Die Belegdatenbank enthält in diesem Fall Belege, bei denen für die Kennzahl für Kreiswährung kein Wert vorhanden ist (bei unterschiedlicher Kreis- und Hauswährung).
Vor der Währungsumrechnung enthalten die Kennzahlen für die Kreiswährung auch in den Summensätzen keine Werte. Nach der Währungsumrechnung, die lediglich auf den Summen operiert, sind die Kennzahlen für die Kreiswährung in der Summendatenbank gefüllt. Da die Währungsumrechnung aber keine Belege erzeugt, ergeben sich Abweichungen zwischen Belegen und Summensätzen für die Kennzahl Kreiswährung. Hierbei handelt es sich aber nicht um einen Fehler.
Beträge in Kreiswährung werden in folgenden Fällen nicht in den Vergleich einbezogen:
Belegart wird in Kreiswährung umgerechnet oder Belegart bucht in Kreiswährung und zusätzlich in Haus- oder Transaktionswährung
Belegart bucht nicht in Kreiswährung, sondern in Haus- oder Transaktionswährung und wird nicht in Kreiswährung umgerechnet

Auf der Kontierungsebene 00 werden ausschließlich Summensätze geführt und keine Einzelposten. Ein Vergleich ist daher für diese Kontierungsebene nicht sinnvoll. Wenn Sie die Kontierungsebene dennoch in den Vergleich einbeziehen, macht das System Sie darauf durch eine Meldung aufmerksam.
Summensätze aus Einzelposten aufbauen
: Wenn beim Vergleich von Einzelposten und Summensätzen Abweichungen festgestellt wurden, die sich nicht durch eine nachträglich ausgeführte Methode, etwa die Währungsumrechnung mit Rundung, erklären lassen, liegt eine Inkonsistenz vor. Als mögliche Ursache kommen fehlerhafte oder nachträglich abgeänderte Customizing-Einstellungen in Frage (z.B. eine Änderung am Customizing der Rundung).

Auf der Kontierungsebene 00 sowie in der Periode 0 werden ausschließlich Summensätze geführt und keine Einzelposten. Verwenden Sie diese Option nur dann, wenn Sie die Kontierungsebene 00 sowie die Periode 0 aus der Selektion ausgeschlossen haben. Anderenfalls droht ein Verlust Ihrer Meldedaten.

Methoden, die lediglich auf Summen arbeiten, können prinzipiell eine vorhergehende Maßnahmenausführung nicht stornieren. Eine weitere Ausführung einer solchen Methode korrigiert die Summen nicht. Sie müssen deshalb die Summensätze aus den Einzelposten wieder aufbauen, um einen konsistenten Datenstand herzustellen.
Belegnummernkonsistenz prüfen
: Hiermit überprüfen Sie die Belege für die aktuelle Selektion. Im Einzelnen prüft das System folgende Bedingungen:
Belege enthalten fortlaufende Belegzeilen.
Kennzahlen in den Belegen ergeben saldiert Null.
Beleg enthält mehr als eine Zeile (Ausnahme: statistische Belege).
Alle Merkmale, die normalerweise pro Beleg konstant sind, sind unverändert (im Konsolidierungsgebiet fixierte Merkmale, Versionsmerkmale, Kontierungsebene, Belegart).
Zu jeder Zeile eines Stornobelegs oder eines invertierten Belegs existiert eine entsprechende Gegenzeile mit (invertierten) Kennzahlen.

Diese Prüffunktion kann nur dann zuverlässige Ergebnisse liefern, wenn Sie in der Selektion keine Einschränkung auf bestimmte Positionen vorgenommen haben. Wenn Sie dennoch auf Positionen einschränken, kann dies dazu führen, dass Belege unvollständig gelesen werden. Hierdurch könnte es zu Fehlermeldungen kommen, obwohl die Belegnummern konsistent sind.
Testlauf
: Wenn Sie dieses Kennzeichen setzen, führt das System die Analyse oder den Reparaturlauf vollständig aus, jedoch ohne die dabei evt. durchgeführten Änderungen in der Datenbasis zu sichern. Sie können sich somit vorab einen Überblick über die Konsequenzen einer Reparatur verschaffen und dann entscheiden, ob Sie die Funktion im Echtlauf ausführen lassen wollen.
Wechseln Sie zur Sicht
Werkzeuge
der Workbench.
Wählen Sie im Navigationsbereich
Bewegungsdaten
→Datenströme analysieren und reparieren
Nehmen Sie im Detailbereich des Bildschirmbilds die gewünschten Einstellungen vor und wählen Sie
Ausführen
.
Das System führt je nach gewählter Einstellung die Analyse oder Reparatur der von Ihnen selektierten Elemente durch.
Überprüfen Sie die Ergebnisse im Protokoll. Wenn Sie eine Analyse angefordert hatten und das System Inkonsistenzen ermittelt hat, führen Sie die Funktion mit den erforderlichen Reparaturoptionen erneut aus.