Reporting mit BI-Queries
Nach der Durchführung der Konsolidierungsmaßnahmen können Sie die Daten mit BI-Queries auswerten.
SAP liefert eine Vielzahl von vordefinierten Queries als BI-Content aus, die Sie nutzen können. Je nachdem, welches Auswertungsziel eine Query verfolgt und in welcher Granularität sie die Ergebnisse aufschlüsselt, können Sie die Berichtsergebnisse für Geschäfts- und Quartalsberichte verwenden oder für die interne Sicht auf das Unternehmen. Unter anderem stehen folgende Queries zur Verfügung:
Bilanz mit Vorjahresvergleich
Quartals- und
Darüber hinaus können Sie eigene Queries nach Ihren spezifischen Anforderungen erstellen oder die ausgelieferten Queries als Vorlage für kundenspezifische Modifikationen verwenden.
Die Berichte erstellen Sie
mit vordefinierten Queries aus dem BI-Content des SAP NetWeaver Business Warehouse (BW) oder
mit eigenen Queries, die Sie in SAP NetWeaver BW mit dem BEx Query Designer definieren
Die Summendaten aus dem InfoCube für Summensätze können Sie folgendermaßen auswerten:
Für betriebswirtschaftliche Auswertungen verwenden Sie die vordefinierten virtuellen InfoProvider 0BCS_VC10 bzw. 0BCS_VC11. Die virtuellen InfoProvider basieren auf den entsprechenden InfoCubes für Summensätze.
Um technische Auswertungen wie z. B. Datenbankanlistungen vorzunehmen, können Sie die Queries direkt auf dem InfoCube für Summensätze definieren (InfoCubes 0BCS_C10 bzw.
0BCS_C11). Auch hierfür finden Sie Beispiele im ausgelieferten Business Content (z. B. die Query
Hinweis
Anstelle der hier genannten InfoCubes aus dem BI-Content von SAP können Sie natürlich auch eigene InfoCubes verwenden, die Sie in Anlehnung an die ausgelieferten InfoCubes angelegt haben (per Referenz oder als Kopie).
Die folgende Grafik zeigt, wie die Summendaten des InfoCube für Summensätze unter Zuhilfenahme eines virtuellen InfoProvider ausgewertet werden:
Sie definieren eine Query auf dem virtuellen InfoProvider (bzw. Sie verwenden eine vorhandene Query).
Der zum virtuellen InfoProvider gehörige Funktionsbaustein leitet die Anfrage mit den Selektionsbedingungen an die entsprechenden SEM-BCS-Programme weiter.
Die SEM-BCS-Programme passen die Selektionsbedingungen an und selektieren die Summendaten aus dem InfoCube.
Die SEM-BCS-Programme interpretieren die Summendaten aus dem InfoCube.
Die SEM-BCS-Programme liefern die Ergebnisse an den virtuellen InfoProvider zurück.
Der Bericht wird im BW ausgegeben.

Die Grafik macht deutlich, dass für Reporting-Zwecke kein direkter Zugriff auf den InfoCube für Summensätze erfolgt. Stattdessen greift das System indirekt über den zwischengeschalteten virtuellen InfoProvider auf die Summensätze zu. Der Grund hierfür ist, dass die von SEM-BCS erzeugten und im InfoCube gespeicherten Summensätze für das Reporting mit zusätzlichen Daten angereichert werden müssen. Diese Anreicherung erfolgt zur Laufzeit einer Query durch die dem virtuellen InfoProvider zugeordneten und von SAP ausgelieferten Programme. Weitere Informationen finden Sie unter
Um im Berichtswesen die hierarchische Struktur der Konsolidierungseinheiten darzustellen, können Sie die in SAP NetWeaver BW definierten Merkmalshierarchien als Präsentationshierarchie in der Query verwenden. Dies gilt sowohl für das Merkmal mit der Rolle Konsolidierungseinheit
als
auch für das Merkmal mit der Rolle Konsolidierungskreis
.
Allerdings wirkt sich die Wahl einer bestimmten Merkmalshierarchie als Präsentationshierarchie auf die Ergebnisdarstellung im Bericht aus. So führt z. B. die Wahl einer Konsolidierungseinheitenhierarchie dazu, dass Datensätze mit Buchungen auf höheren Kontierungsebenen (z. B. paarweise Eliminierungen, Buchungen der Kapitalkonsolidierung) nicht unter den Konsolidierungskreisen gezeigt werden, zu denen sie gehören. Um diesen Effekt zu vermeiden und derartige Buchungen unter dem korrekten Konsolidierungskreis auszuweisen, müssen Sie als Präsentationshierarchie eine Hierarchie zum Konsolidierungskreis wählen (und nicht zur Konsolidierungseinheit).
Neben betriebswirtschaftlich orientierten Auswertungen können Sie auch solche Auswertungen durchführen, die eher technischen Charakter besitzen. So können Sie z. B. summarische Übersichten über die in den InfoCubes für Summensätze enthaltenen Daten erzeugen. Weitere Informationen finden Sie unter Technische Auswertungen.
Die beiden von SAP ausgelieferten InfoCubes 0BCS_C10 bzw. 0BCS_C11 (und die damit korrespondierenden virtuellen InfoProvider 0BCS_VC10 bzw. 0BCS_VC11) enthalten als Zeitmerkmale lediglich die Periode und das Geschäftsjahr. Speziell für Berichtszwecke ist es jedoch häufig erwünscht, die Kombination beider Merkmalswerte im hierfür vorgesehenen Merkmal "Geschäftsjahr/Periode" (0FISCPER) zu verwenden. Sie können dies einfach dadurch erreichen, dass Sie das Merkmal 0FISCPER dem gewünschten virtuellen InfoProvider als Zeitmerkmal hinzufügen. Anschließend nehmen Sie das Merkmal zusätzlich in Ihre Queries auf und verwenden es nun in Ihren Berichten.
Hinweis
Es reicht aus, das Merkmal 0FISCPER dem virtuellen InfoProvider hinzuzufügen. Sie brauchen das Merkmal weder dem zugrunde liegenden InfoCube noch der Datenbasis der Konsolidierung hinzuzufügen, sofern Sie das Merkmal lediglich für Berichtszwecke benötigen.
Änderungen, die Sie am von SAP ausgelieferten BI-Content vornehmen, gehen nach einem Upgrade verloren. Da Sie die hier beschriebene Änderung jedoch nur am virtuellen InfoProvider vornehmen (und nicht am InfoCube), ist damit kein Datenverlust verbunden. Um eine Query, die das Merkmal 0FISCPER verwendet, nach einem Upgrade wieder nutzen zu können, fügen Sie dem virtuellen InfoProvider nach dem Upgrade das Merkmal 0FISCPER wieder hinzu.