FunktionsdokumentationTechnische Auswertungen

 

Sie führen technische Auswertungen durch, um sich Klarheit zu verschaffen über den Datenbestand in einer Datenbasis. Anders als betriebswirtschaftliche Auswertungen dienen solche Auswertungen nicht der Datengewinnung im Sinne des Einzel- oder Konzernabschlusses, sondern der Überprüfung von Vollständigkeit und Konsistenz der in der Datenbasis vorgehaltenen Daten. Trotzdem stehen auch für einige technische Auswertungen betriebswirtschaftliche Kriterien zur Auswahl, die das System heranzieht, um die Menge der auszuwertenden Daten zu bestimmen.

Funktionsumfang

Technische Auswertungen können Sie in unterschiedlicher Weise und mit verschiedenen Werkzeugen durchführen:

  • Von SAP ausgelieferte oder von Ihnen selbst erstellte Queries im BI-System (SAP NetWeaver Business Intelligence), die sich auf die InfoProvider im Business Content zur Konsolidierung beziehen

  • Nach betriebswirtschaftlichen Kriterien gegliederte Datenanlistungen aus dem Analysebereich der Konsolidierungsworkbench

  • Listen zu zahlreichen Objekttypen der Konsolidierungsworkbench (z. B. können Sie die Liste der Positionen im Positionsplan eines Konsolidierungsgebiets ausgeben lassen). Bei vielen dieser Listen ergänzt das System die Ausgabe automatisch um weitere nützliche Informationen. So enthält z. B. eine Liste der Periodentypen nicht nur die Eigenschaften aller Periodentypen, sondern auch eine Aufstellung aller Periodentypgruppen, in denen ein bestimmter Periodentyp enthalten ist.

Unterschiedliche Auswertungsergebnisse in betriebswirtschaftlichen und technischen Auswertungen

Obwohl die in der Konsolidierungsworkbench verfügbaren Datenanlistungen nach betriebswirtschaftlichen Kriterien gegliedert sind, weist das System in den Datenanlistungen u. U. andere Zahlen aus als in den entsprechenden betriebswirtschaftlichen Auswertungen durch Queries auf einen virtuellen InfoProvider oder einen MultiProvider der Konsolidierung.

Die Datenanlistungen zeigen grundsätzlich alle Buchungen für diejenigen Konsolidierungseinheiten, die Sie im Selektionsbild der Datenanlistung ausgewählt haben. Anders als bei den betriebswirtschaftlichen Auswertungen mit Queries prüft das System hierbei nicht, ob die Konsolidierungseinheiten im ausgewählten Konsolidierungskreis gültig sind. Daraus folgt, dass die in den Datenanlistungen ausgewiesenen Zahlen nur in begrenztem Maße vergleichbar sind mit den Zahlen, die das System in betriebswirtschaftlichen Auswertungen zeigt. Weitere Informationen über betriebswirtschaftliche Auswertungen finden Sie unter Datenaufbereitung im virtuellen InfoProvider.

Restatement

Im Reportingmodus Restatement ist eine Selektion auf das Referenzjahr und die Referenzperiode erforderlich. Wenn Sie die das Referenzjahr und die Referenzperiode nicht angeben, ermittelt das System deren Werte folgendermaßen:

  • Wenn Sie die Rolle Restatement verwenden, ermittelt das System die Werte aus dem höchsten Restatement-Wert, den Sie in der Selektion angeben.

  • Wenn Sie die Rolle Restatement nicht verwenden, ermittelt das System die Werte aus dem größten Geschäftsjahr und der größten Buchungsperiode, die Sie in der Selektion angeben.

Referenz

Im Reportingmodus Referenz ist wie beim Reportingmodus Restatement eine Selektion auf das Referenzjahr und die Referenzperiode erforderlich.

Mit diesem Reportingmodus können Sie die Unternehmenshierarchie zur Referenzperiode auflösen. Das System zeigt nur diejenigen Datensätze an, deren Buchungsperiode innerhalb der Konzernzugehörigkeit gemäß der Hierarchie zur Referenzperiode liegt.

Aktivitäten

technische Auswertungen können Sie folgendermaen durchzuführen:

Business Explorer Analyzer (BEx Analyzer)

Um eine Query zu starten, wählen Sie im Windows-Startmenü Anfang des Navigationspfads Programme Navigationsschritt Business Explorer Navigationsschritt Analyzer Ende des Navigationspfads und starten die gewünschte Query.

Konsolidierungsworkbench
  1. Folgende Anlistungen stehen zur Verfügung:

    • Um eine Datenanlistung durchzuführen, wählen Sie in der Prozess-Sicht der Konsolidierungsworkbench Anfang des Navigationspfads Analyse Navigationsschritt Daten anlisten Ende des Navigationspfads und rufen das Selektionsbild zur gewünschten Auswertung durch Doppelklick auf.

    • Um eine Liste zu einem der in der Konsolidierungsworkbench verwalteten Objekttypen anzuzeigen, navigieren Sie zu dem gewünschten Objekttyp und wählen aus dem Kontextmenü des Objekttyps Einstellungen anlisten.

  2. Nehmen Sie im Selektionsbild die gewünschten Merkmalswerteinschränkungen vor und starten Sie die Auswertung.

    Auf dem Selektionsbild der Anlistung Summendaten (Konsolidierungsworkbench Anfang des Navigationspfads Analyse Navigationsschritt Daten anlisten Navigationsschritt Summensätze Ende des Navigationspfads ) können Sie für den Konsolidierungskreis eine Mehrfachselektion angeben.

    Weitere Einzelheiten zur Nutzung dieser Funktion finden Sie im SAP-Hinweis 1817997Auf SAP-Site veröffentlichte Informationen.

    Wenn Sie die Business Function Financials, Group Close, Prüfziffern (FIN_ACC_GC_CHKDGT) eingeschaltet haben, dann stehen die folgenden Erweiterungen für das Selektionsbild zur Verfügung:

    • Sie können einstellen, dass das System auf dem Selektionsbild für alle Eingabefelder eine Werteprüfung durchführt. Wählen Sie hierzu im Einstellungsmenü der Konsolidierung (Transaktion UC00) unter dem Knoten Umfeld die Aktivität Werteprüfung auf Selektionsbild aktivieren. Legen Sie einen neuen Eintrag an für Werteprüfung auf Selektionsbild aktivieren und geben Sie den Merkmalswert X ein.

      Ohne diese Einstellung erfolgt die Werteprüfung durch das System nur für diejenigen Eingabefelder, die einen Einzelwert darstellen.

    • Auf dem Selektionsbild für die Anlistung der Einzelposten befindet sich der Gruppenrahmen Weitere Einschränkungen mit den folgenden Kennzeichen:

      • Stornobelegpaare nicht anzeigen

      • Inversionsbelegpaare nicht anzeigen

      Wenn Sie diese Kennzeichen setzen, dann schließt das System Paare von storniertem und zugehörigem Stornobeleg bzw. Paare von invertiertem und zugehörigem Inversionsbeleg, welche im angegebenen Zeitraum gebucht wurden, von der Anzeige aus.

      Hinweis Hinweis

      Beachten Sie zum Kennzeichen Inversionsbelegpaare nicht anzeigen die folgenden Besonderheiten:

      Da Sie auf dem Selektionsbild für das Geschäftsjahr keine Mehrfachselektion angeben können, sondern nur einen Einzelwert, hat dieses Kennzeichen keine Auswirkung auf die Anzeige von invertierten oder invertierenden Belegen, die zu einem geschäftsjahresübergreifenden Inversionsbelegpaar gehören.

      Wenn Sie dieses Kennzeichen setzen, dann ignoriert das System die Angaben zu folgenden Feldern auf dem Selektionsbild:

      • Geschäftsjahr des invertierenden Belegs

      • Periode des invertierenden Belegs

      • Geschäftsjahr des invertierten Belegs

      • Periode des invertierten Belegs

      Ende des Hinweises