Kontierungstyp Legt für jede Position fest, welche Unterkontierungen geführt werden. Folgende Unterkontierungen sind verfügbar:
Partnereinheit
Bewegungsart
Transaktionswährung
Mengeneinheit
Obereinheit
Beteiligungseinheit
Allokationsmerkmal
Zugangsjahr, Zugangsperiode
Darüber hinaus können Sie weitere Unterkontierungen festlegen.
Beispiel
Um eine Schuldenkonsolidierung durchführen zu können, müssen die Positionen für Forderungen und Verbindlichkeiten die Unterkontierung
Partnereinheit
führen.
Im Customizing für den Kontierungstyp geben Sie für jede Position pro Unterkontierung die Aufrissart an. Das System ordnet die Aufrissart der Position über den Kontierungstyp zu.
Die Aufrissart bestimmt, ob die Positionswerte beim Erfassen und Buchen nach dieser Unterkontierung aufgerissen werden sollen und wie streng das System die Kontierung der jeweiligen Unterkontierung prüfen soll.
Das System bietet folgende Aufrissarten an:
Aufrissart |
Bezeichnung |
Bedeutung |
0 |
Kein Aufriss |
|
1 |
Kannaufriss |
Initialwert erlaubt |
2 |
Mussaufriss |
Falls Sie keinen Wert eingeben, dann setzt das System den Defaultwert. |
3 |
Mussaufriss |
Das System erzwingt die Werteingabe; der Defaultwert ist als Eingabe erlaubt. |
4 |
Mussaufriss |
Das System erzwingt die Werteingabe; der Defaultwert ist nicht erlaubt. |
Ob Sie einen Merkmalswert im Kontierungstyp fixieren, legen Sie in der Datenbasis fest.
Für Unterkontierungen, deren Wert im Kontierungstyp fixiert ist, sind nur Aufrissarten 0 und 3 zulässig.
Für Unterkontierungen mit der Rolle
Transaktionswährung
können Sie nur Aufrissarten 0 und 2 verwenden.
Für Unterkontierungen, die sich in einer Klammerungsbeziehungbefinden, gilt:
Wenn es einen Aufriss nach dem abhängigen Merkmal gibt, muss es auch einen Aufriss nach dem unabhängigen Merkmal geben.
Wenn das abhängige Merkmal einen Mussaufriss hat, muss auch das unabhängige Merkmal einen Mussaufriss haben.
Ein Festwert legt die Ausprägung der Unterkontierung fest, und zwar für alle Positionen mit diesem Kontierungstyp. Sie geben einen Festwert bei folgenden Unterkontierungen an:
Mengeneinheit
Eigene, nicht von SAP vordefinierte Unterkontierungen, die laut Definition einen Festwert im Kontierungstyp haben müssen
Die Vorschlagsselektion für das jeweilige Merkmal können Sie für die manuelle Datenerfassung nutzen:
Wenn Sie in einem Erfassungslayout eine Schlüsselspalte als datengetrieben definieren, dann greift das System bei Durchführung der Erfassung auf die hier eingegebene Vorschlagsselektion zu. Für Positionen mit diesem Kontierungstyp werden also über die Vorschlagsselektion Vorschlagswerte für den Aufriss dieses Merkmals bestimmt.
Wenn Sie auf den entsprechenden Positionen nur eine Teilmenge aller möglichen Ausprägungen der Unterkontierung zulassen wollen, hinterlegen Sie eine Maximalselektion zur Unterkontierung im Kontierungstyp. Die Maximalselektion beschreibt die erlaubten Ausprägungen der jeweiligen Unterkontierung bei den Positionen, die diesen Kontierungstyp verwenden.
Die Eingabehilfe zeigt dann die entsprechend eingeschränkte Treffermenge, und das System verprobt alle Eingaben gegen die Maximalselektion.
Beispiel
Maximalselektionen können Sie für das Merkmal
Produktgruppe
verwenden: Eine Position
Herstellkosten Service
wird dadurch nur für Service-Produkte kontierbar.
Ob Sie überhaupt Maximalselektionen verwenden, legen Sie in den Einstellungen zum Konsolidierungsgebiet fest.
Beim Anlegen der Maximalselektionen sind folgende Punkte zu beachten:
Vorschlagsselektionen müssen eine Teilmenge der Maximalselektion repräsentieren.
Maximalselektionen lassen sich nicht für solche abhängigen Merkmale pflegen, deren unabhängiges Merkmal nicht per Festwert im Kontierungstyp fixiert ist.