Kundendefinierte Maßnahme
Mit dieser Funktion können Sie Maßnahmen ausführen, deren Funktionalität Sie selbst definieren.
Bei Ausführung einer kundendefinierten Maßnahme ruft das System die aktive Implementierung des ausgelieferten Business Add-In (BAdI) UC_TASK_CUSTOM
auf. Dieses BAdI können Sie frei programmieren.
Wie auch bei Maßnahmen anderen Typs prüft das System bei der Ausführung einer kundendefinierten Maßnahme zunächst die Berechtigung und den Maßnahmenstatus. Weitere Informationen finden Sie unter Berechtigungen für Maßnahmen und Statusverwaltung im Konsolidierungsmonitor.
Abschließend aktualisiert das System den Maßnahmenstatus und legt ein Maßnahmenprotokoll (nur Meldungen) an. Weitere Informationen finden Sie unter Maßnahmenprotokoll.
Kundendefinierte Maßnahmen können an beliebiger Stelle in der Maßnahmenreihenfolge stehen. Sie können Vorgängermaßnahmen definieren. Dies kann erforderlich sein, wenn die kundendefinierte Maßnahme die Ergebnisse anderer Maßnahmen derselben Maßnahmengruppe verwendet. Weitere Informationen finden Sie unter Maßnahmenreihenfolge.
Das BAdI UC_TASK_CUSTOM
stellt Ihnen die Interfacemethoden EXECUTE
und EXECUTE_FINAL
zur Verfügung.
In der Methode EXECUTE
implementieren Sie die Funktion der kundendefinierten Maßnahme. Beim Aufruf der Methode EXECUTE
übergibt das System u. a. folgende Parameter:
Konsolidierungsgebiet
technischer Name der kundendefinierten Maßnahme
Ausführungsparameter, wie z. B. die zu verarbeitenden Konsolidierungseinheiten oder -kreise, Kreiswährung, Versions- und Zeitmerkmal
Weitere Informationen dazu finden Sie in der Systemdokumentation.
Im Customizing der kundendefinierten Maßnahme können Sie festlegen, ob das System die kundendefinierte Maßnahme für die zu verarbeitenden Konsolidierungseinheiten oder Konsolidierungskreise ausführt:
Wenn Sie Verarbeitung pro Konsolidierungseinheit
wählen, führt das System die Methode EXECUTE
gemeinsam für die zu verarbeitenden Konsolidierungseinheiten aus und aktualisiert den Status für jede Konsolidierungseinheit.
Wenn Sie Verarbeitung pro Konsolidierungskreis
wählen, führt das System die Methode EXECUTE
für jeden zu verarbeitenden Konsolidierungskreis einzeln aus und aktualisiert den Status für jeden Konsolidierungskreis.
Die Methode EXECUTE_FINAL
führt das System genau einmal zum Ende der Verarbeitung aus. Sie können diese Methode für abschließende Aufräumarbeiten verwenden, z. B. Arbeitsspeicher freigeben.
Im Customizing der kundendefinierten Maßnahme können Sie außerdem festlegen, ob das System bei der Maßnahmenausführung im Buchungsmodus das Protokoll speichern soll.
Um eine kundendefinierte Maßnahme einzurichten, gehen Sie folgendermaßen vor:
Legen Sie eine kundendefinierte Maßnahme an. Wählen Sie dazu in der Prozess-Sicht der Konsolidierungsworkbench .
Implementieren Sie das BAdI UC_TASK_CUSTOM
.
Die Definition des BAdI UC_TASK_CUSTOM
finden Sie vom Bild SAP Easy Access
aus unter .
Aktivieren Sie Ihre Implementierung des BAdI UC_TASK_CUSTOM
.
Wenn Sie Business Function Financials, Group Close, Allokation
(FIN_ACC_GC_ALLOC
) einschalten und anschließend die Funktion Ausführbarkeit von kundendefinierten Maßnahmen
in den Einstellungen des Konsolidierungsgebiets aktivieren, können Sie in einer kundendefinierten Maßnahme mit der Verarbeitungsart Pro Konsolidierungseinheit
angeben, dass die Ausführbarkeit der Maßnahme von der Konsolidierungseinheit abhängt.
Für diejenigen Konsolidierungseinheiten, die Sie in den Einstellungen der Maßnahme nicht als relevant gekennzeichnet haben, erscheint die Maßnahme im Konsolidierungsmonitor mit dem Status Irrelevant
.
Führen Sie die Maßnahme im Konsolidierungsmonitor aus.
Das System ruft die aktive Implementierung des BAdI UC_TASK_CUSTOM
auf. Nach Abschluss der Verarbeitung gibt das System die Meldungen der Methoden EXECUTE
und EXECUTE_FINAL
aus.
Ihr Geschäftsprozess sieht vor, dass im Rahmen der Datenübernahme zunächst Daten aus einem SAP-Quellsystem in das SAP NetWeaver Business Intelligence (BI)
extrahiert werden, die dann in der Konsolidierung (oder auch von einer anderen BI-basierten Applikation) durch Auslesen des entsprechenden InfoProvider weiter verarbeitet werden. Diese Datenübernahme soll im Konsolidierungsmonitor angestoßen und überwacht werden.
Sie legen dazu eine kundendefinierte Maßnahme (Verarbeitung pro Konsolidierungseinheit) an und binden diese in den Konsolidierungsmonitor ein.
Sie implementieren die Methode EXECUTE
(siehe auch den Quelltext der Beispielimplementierung zu diesem BAdI), und aktivieren die Implementierung.
Ihr Geschäftsprozess sieht vor, dass bestimmte Daten periodisch in eigens dazu definierten Datenbanktabellen im System abgelegt bzw. aktualisiert werden, um dann im Konsolidierungsprozess verwendet zu werden. Beispielsweise laden Sie Konsolidierungseinheiten-spezifische Umrechnungskurse über eine Dateischnittstelle in eine Datenbanktabelle, die dann im Rahmen des BAdI zur Kursfindung der Währungsumrechnung ausgelesen wird. Diese Aktualisierung soll im Konsolidierungsmonitor angestoßen und überwacht werden.
Sie legen dazu eine kundendefinierte Maßnahme (Verarbeitung pro Konsolidierungseinheit) an und binden diese in den Konsolidierungsmonitor ein.
Sie implementieren die Methode EXECUTE
. Dort lesen sie die Daten, führen die Aktualisierung durch und geben gegebenenfalls Fehlermeldungen zurück (z. B. wenn erwartete Daten nicht vorliegen).