Saldovortragsmaßnahmen für die Mehrperiodenkonsolidierung Einer Maßnahmenhierarchie können Sie mehrere Saldovortragsmaßnahmen zuordnen. Diese können verschiedene Kontierungsebenen haben. Die Funktion benötigen Sie, wenn Sie lediglich einen Ausschnitt der Konsolidierungsmaßnahmen mit der Mehrperiodenkonsolidierung durchführen wollen.
Beispiel
Sie wollen nur alle paarweisen Eliminierungen in einer Planversion durchführen.
Sie benötigen dann eine Saldovortragsmaßnahme mit Kontierungsebene 20.
Bei der Mehrperiodenkonsolidierung können Sie Saldovortragsmaßnahmen für bestimmte Kontierungsebenen verwenden, damit bei Ausführung einer Maßnahmengruppe über eine Geschäftsjahresgrenze hinweg nur die notwendigen Datensätze vorgetragen werden.
In einer Saldovortragsmaßnahme wählen Sie eine der folgenden Möglichkeiten:
Kontierungsebenen |
Vorzutragende Daten |
|---|---|
Alle Kontierungsebenen |
Daten aller Kontierungsebenen mit Ausnahme der von der Konsolidierungskreisänderung gebuchten Datensätze, aber einschließlich der Zusatzmeldedaten für Beteiligungen und Kapital |
Meldedaten, Korrektur- und Anpassungsbuchungen |
Daten der Kontierungsebenen 00, 01 und 10 einschließlich der Zusatzmeldedaten für Beteiligungen und Kapital |
Paarweise Eliminierungsbuchungen |
Daten der Kontierungsebene 20 |
Konsolidierungskreisabhängige Buchungen |
Daten der Kontierungsebenen 02, 12, 22 und 30 mit Ausnahme der von der Konsolidierungskreisänderung gebuchten Datensätze |
Hinweis
In der
Periodeninitialisierungsmaßnahme
gibt es ebenfalls eine Option
Alle Kontierungsebenen
. Anders als hier verarbeitet das System die Daten bei der Periodeninitialisierung auf der Ebene von Konsolidierungskreisen.
Das System schreibt den Maßnahmenstatus in Abhängigkeit von den vorzutragenden Kontierungsebenen fort.
Beispiel
Beim Saldovortrag von konsolidierungskreisabhängigen Datensätzen ist es nicht notwendig, Maßnahmen auf Ebene der Konsolidierungseinheiten entsperren, sofern Sie eine Saldovortragsmaßnahme vom Typ
Konsolidierungskreisabhängige Buchungen
verwenden.
Sie müssen die Maßnahmenhierarchie so definieren, dass die darin verwendeten Saldovortragsmaßnahmen insgesamt alle Kontierungsebenen abdecken. Nur so kann im neuen Geschäftsjahr ein konsistenter Datenanfangsbestand erzeugt werden.
Die Saldovortragsmaßnahme müssen Sie entsprechend ihrer zugewiesenen Kontierungsebenen in der Maßnahmenhierarchie anordnen (siehe auch das Beispiel unten). Sie haben folgende Möglichkeiten, Saldovortragsmaßnahmen in die Maßnahmenhierarchie aufzunehmen:
eine Saldovortragsmaßnahme vom Typ
Alle Kontierungsebenen
;
sie darf nur als erste Maßnahme in der Maßnahmenhierarchie auftauchen
mindestens drei Saldovortragsmaßnahmen, davon
eine Maßnahme vom Typ
Meldedaten, Korrektur- und Anpassungsbuchungen
Maßnahmen diesen Typs können an beliebiger Stelle in der Maßnahmenhierarchie vor den konsolidierungskreisabhängigen Maßnahmen stehen;
eine Maßnahme vom Typ
Paarweise Eliminierungsbuchungen;
Maßnahmen diesen Typs dürfen nicht an erster Stelle der Maßnahmenhierarchie stehen, müssen aber vor den konsolidierungskreisabhängigen Maßnahmen angeordnet sein;
eine Maßnahme vom Typ
Konsolidierungskreisabhängige Buchungen
Maßnahmen diesen Typs dürfen nicht an erster Stelle der Maßnahmenhierarchie stehen, müssen aber vor den konsolidierungskreisabhängigen Maßnahmen angeordnet sein;
Von allen drei Maßnahmentypen darf es mehrere Maßnahmen in einer Maßnahmenhierarchie geben.
Bei der Zuordnung der Maßnahmen zur Maßnahmenhierarchie prüft das System, ob diese Maßnahmen in der richtigen Reihenfolge angeordnet sind.
Um Daten einer anderen Version oder sogar eines anderen Konsolidierungsgebiets in den Saldovortrag einzubeziehen, können Sie der Saldovortragsmaßnahme eine Kopiermethode zuordnen. Wenn Sie von dieser Option Gebrauch machen, führt das System zunächst die Kopiermethode aus, die die gesamten Vorjahresdaten aus der Quelle verarbeitet. Die so aufbereiteten Daten gehen anschließend in die Saldovortragslogik ein.
Die Kopiermethode berücksichtigt das System nur bei der Ausführung des Saldovortrags im ersten Jahr eines Konsolidierungszyklus.
Die Kopiermethode muss folgende Customizing-Einstellungen haben:
Je nachdem, welche Kontierungsebenen in der Saldovortragsmaßnahme bearbeitet werden, muss die Kopiermethode einen bestimmten Datentyp haben:
Wenn die Saldovortragsmaßnahme unter anderem die Zusatzmeldedaten für Beteiligung und Kapital vorträgt, muss die Kopiermethode den Datentyp
Alle Datentypen
haben.
In den anderen Fällen reicht der Datentyp
Meldedaten
aus.
Da alle Daten des Vorjahrs vorgetragen werden müssen, muss die Kopiermethode die Erfassungsart
kumuliert
haben.
Sie können die Einstellungen der Kopiermethode (insbesondere die Einstellungen zum Mapping und zur Quellselektion) verwenden. Beachten Sie dabei, dass die Daten derart zu manipulieren sind, dass der dadurch entstehende Datenanfangsbestand des Saldovortrags in sich konsistent bleibt.
Eine Maßnahmenhierarchie mit mehreren Saldovortragsmaßnahmen kann beispielsweise folgendermaßen aussehen. Sie sehen, dass die Saldovortragsmaßnahmen alle Kontierungsebenen abdecken und entsprechend ihrer Kontierungsebene in der Maßnahmenhierarchie angeordnet sind.
Hierarchie „Monitor“
Datenübernahme 1
Saldovortrag, alle Kontierungsebenen
Periodeninitialisierung
Saldovortrag, Kontierungsebenen 00-10
Datenübernahme
Kopieren der Summendaten (von Version 100 nach 200)
Datenübernahme für Mehrperiodenkonsolidierung
Manuelle Buchungen
Umgliederung
Validierung Meldedaten
Datenübernahme 2
Währungsumrechnung
Validierung angepasste Meldedaten
Konsolidierung 1
Saldovortrag, Kontierungsebene 20
Eliminierung von Forderungen und Verbindlichkeiten
Konsolidierung 2
Saldovortrag, Kontierungsebene 30
Umgliederung, Kontierungsebene 30
Manuelle Buchungen, Kontierungsebene 30
Zugänge zum Konsolidierungskreis
Abgänge aus dem Konsolidierungskreis
Kapitalkonsolidierung
Validierung konsolidierte Daten