Ausweis von Währungsumrechnungsdifferenzen Sie können Währungsumrechnungsdifferenzenausweisen, die bei der Zwischenergebniseliminierung im Umlaufvermögen aufgrund der Nutzung von unterschiedlichen Kursarten entstehen.
Die Entstehung von Umrechnungsdifferenzen aus Zwischenergebnissen kann man folgendermaßen erklären:
Lieferbeziehungen werden pro Paar von Konsolidierungseinheiten und pro Produktgruppe erfasst. Diese Zusatzmeldedaten werden bei der Ermittlung des Zwischenergebnisses in Kreiswährung umgerechnet. Das System greift dabei auf die Kursart zu, die Sie in der Maßnahme eingestellt haben, und ermittelt für die der Produktgruppe zugeordnete Bestandsposition den Umrechnungskurs.
Das ermittelte Zwischenergebnis basiert also auf dem Umrechnungskurs für Bestandskonten. Die Eliminierungsbuchung für das Zwischenergebnis erfolgt sowohl auf der Bestandsposition als auch auf der Gegenposition (i.d.R. aus der Gewinn- und Verlustrechnung).
Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung werden häufig mit anderen Kursen als Bilanzpositionen umgerechnet, beispielsweise mit Durchschnittskursen. Dies bedeutet, dass der Kreiswert der zu eliminierenden Aufwendungen oder Erträge vom ermittelten Zwischenergebnis abweichen kann. Diese Abweichung ist eine Umrechnungsdifferenz.
Die bei der Zwischenergebniseliminierung relevanten Umrechnungsdifferenzen ergeben sich durch die zweifach durchgeführte Umrechnung der Zusatzmeldedaten: Zum einen werden sie mit der Kursart laut Maßnahme umgerechnet, zum anderen mit der (ebenfalls in der Maßnahme hinterlegten) Vergleichskursart.
Beim Lesen der Bestandsdaten aus Summendaten entstehen Umrechnungsdifferenzen prinzipiell genauso wie beim Lesen aus Zusatzmeldedaten. Allerdings erfolgt die Referenzumrechnung mit der Kursart bereits in der Währungsumrechnungsmaßnahme vor der Zwischenergebniseliminierung. Die Kreiswährungswerte sind also bereits in den Summendaten enthalten, wenn die Maßnahme zur Zwischenergebniseliminierung durchgeführt wird. Für die Berechnung der Währungsumrechnungsdifferenzen aufgrund der Zwischenergebniseliminierung verwendet das System dann die Vergleichskursart aus der Maßnahme für die Zwischenergebniseliminierung.
Das System bucht Umrechnungsdifferenzen, die sich bei Positionen des Umlaufvermögens ergeben haben, automatisch auf der bei den Buchungspositionen hinterlegten Umrechnungsdifferenzen-Position. Dies sollte dieselbe Umrechnungsdifferenzen-Position sein, die Sie im Customizing der Währungsumrechnung angegeben haben.
Die Translationsdifferenzen , die sich aus Wechselkursänderungen zwischen Abschlussstichtagen ergeben und ihrerseits die Zwischenergebnisse beeinflussen, werden in Summe verbucht; sie werden vom Konsolidierungssystem nicht aufgeteilt in einen Teil, der "reines Zwischenergebnis" ist, und einen weiteren Teil, der sich aus diesen Wechselkursschwankungen zwischen Abschlussstichtagen ergibt.
Wenn Sie Währungsumrechnungsdifferenzen ausweisen wollen, gehen Sie folgendermaßen vor:
Wenn Sie Bestandsdaten aus Summendaten lesen lassen, führen Sie – wie gewohnt - das Customizing für die Währungsumrechnung durch. Stellen Sie sicher, dass die Bestandsdaten wie gewünscht umgerechnet werden. Legen Sie in der Währungsumrechnungsmethode ggf. einen separaten Schritt für die Bestandsdaten an.
Machen Sie – unabhängig von der Datenherkunft - bei der Maßnahme für die Zwischenergebniseliminierung im Umlaufvermögen folgende Angaben:
Kursart
Vergleichskursart
In den Einstellungen für die Zwischenergebniseliminierung im Umlaufvermögen geben Sie bei den Buchungspositionen pro Einzelselektion eine Umrechnungsdifferenzen-Position an.