Durchführung einer WährungsumrechnungSie setzen diesen Prozess ein, um einen konsistenten Datenbestand in eine Zielwährung umzurechnen und – gemessen an einer Referenzumrechnung – Umrechnungsdifferenzen auszuweisen.
Insbesondere können Sie mit diesem Prozess Einzelabschlüsse von Konsolidierungseinheiten in die gemeinsame Kreiswährung umrechnen und in verschiedenen Währungen vorgenommene Planungsrechnungen in einer gemeinsamen Währung darstellen.
Eine Währungsumrechnung
kann aus mehreren Schritten bestehen, die ihrerseits wieder Unterschritte haben können. D.h. die Schritte können als Hierarchie definiert werden.
Wenn Sie eine Währungsumrechnung durchführen wollen, bestimmen Sie zunächst im Methoden-Layout ihre Grobstruktur. D.h. Sie legen Folgendes fest:
Anzahl der Ebenen der Schritthierarchie dieses Methoden-Layouts
Merkmale, die bei der Definition einer Methode in der Schnelleingabe zur Verfügung stehen sollen (mehr zur Schnelleingabe weiter unten)
Ebene der Schritthierarchie, ab der später bei der Definition einer Methode Selektion
, Quellkennzahlen
, Umrechnungsart
, Kursfindung
und Umrechnungsdifferenz
sichtbar und/oder eingabebereit sind.
Bei der Definition der Methode legen Sie die Details der Währungsumrechnung fest. Die Schnelleingabe bietet eine Übersicht über die Schritte der Währungsumrechnung. In der Schnelleingabe können Sie Schritte anlegen und in diese Schritte navigieren. Die Referenzumrechnung legen Sie global für die gesamte Methode fest. Pro Schritt legen Sie fest, mit welcher Umrechnungsart und mit welchem Kurstyp umgerechnet werden soll und wie die Währungsumrechnungsdifferenzen zu verbuchen sind. Das System führt die Schritte in der von Ihnen angegebenen Reihenfolge aus. Das bedeutet: Das System berücksichtigt die Ergebnisse eines Schrittes im nachfolgenden Schritt.
Hier der Ablauf im Detail:
Definieren Sie Kursarten, Umrechnungsfaktoren und Kurse für die Währungsumrechnung.
Definieren Sie eine Maßnahme für die Währungsumrechnung.
Legen Sie ein neues Methoden-Layout mit dem Typ Währungsumrechnung
an, oder verwenden Sie ein bereits vorhandenes.
Wenn Sie ein neues Methoden-Layout definieren gehen Sie folgendermaßen vor:
Bestimmen Sie im Bild für die Definition der Währungsumrechnung, wieviele Ebenen die Schritthierarchie hat.
Für die spätere Definition einer Methode legen Sie außerdem Folgendes fest:
Ebene der Schritthierarchie, ab der die Selektion
sowie die Umrechnungsdifferenz
sichtbar sind. Die Sichtbarkeit steuern Sie, indem Sie die Pfeile in die gewünschte Zeile ziehen (per Drag & Drop).
Ebene der Schritthierarchie, ab der die Quellkennzahlen
, die Umrechnungsart
und die Kursfindung
sichtbar und eingabebereit sind. Dies steuern Sie, indem Sie die Kreuz-Symbole in die gewünschte Zeile ziehen (per Drag & Drop).
Merkmale, die bei der Definition einer Methode in der Schnelleingabe zur Verfügung stehen sollen
Hinweis
Wenn Sie nur einen einzigen Schritt für die Währungsumrechnung haben möchten, brauchen Sie für die Schnelleingabe keine Merkmale vorzusehen.
Sie können Merkmale aus der Tabelle entfernen, indem Sie sie auf den Papierkorb ziehen (per Drag & Drop).
Einen Schritt können Sie löschen, indem Sie ihn auf den Papierkorb ziehen (per Drag & Drop).
Empfehlung
Wir empfehlen, das Merkmal für die Kontierung (z.B. Position) auf der obersten Ebene der Schritthierarchie bei Selektion
und Umrechnungsdifferenz
für die Schnelleingabe vorzusehen, da Sie hierdurch später eine gute Übersicht über die Selektionen mit ihren Differenzenkontierungen erhalten.
Sichern Sie die Angaben für das Methoden-Layout.
Legen Sie zum Methoden-Layout eine Methode an.
Legen Sie zunächst (auf der obersten Ebene) global für alle Schritte die Referenzumrechnung
fest mit Quellkennzahl
und Kurstyp
.
Hinweis
Die Zielkennzahl
können Sie nicht explizit festlegen. Das System legt als Zielkennzahl automatisch die Kreiswährung fest; der Währungsschlüssel hierfür ist der Kreiswährungsschlüssel.
Die Referenzumrechnung erfolgt immer mit der Umrechnungsart „kumuliert“.
Legen Sie in der Schnellerfassung pro Kombination aus Umrechnungsart und Kurstyp einen Schritt an. Beispielsweise legen Sie einen Schritt für die Umrechnung des Eigenkapitals an; bei der Selektion geben Sie die Eigenkapitalpositionen als Intervall ein (z.B. Positionen 170000 bis 170399).
Falls Sie die Differenzenkontierung auch für die Schnelleingabe vorgesehen haben, geben Sie pro Schritt die Kontierung ein, auf die die Umrechnungsdifferenzen gebucht werden sollen (z.B. Umrechnungsdifferenzen bei der Umrechnung des Eigenkapitals: Position 250900).
Sie können zu einer Position eine oder mehrere Unterkontierungen angeben; pro Unterkontierung können Sie das Kennzeichen Default setzen und/oder einen Merkmalswert der Unterkontierung angeben.
Hinweis
Die Differenzenkontierung muss außerhalb der zugehörigen Selektion liegen, falls Sie auf der Kontierung auch Werte in Quellwährung erfassen.
Definieren Sie pro Schritt (und somit pro umzurechnender Gruppe von Kontierungen) die Spezifische Umrechnung
: Bestimmen Sie, mit welcher Umrechnungsart und mit welchem Kurstyp die spezifische Umrechnung erfolgen soll.
Hinweis
Bei den Einstellungen zur Währungsumrechnung ordnen Sie ggf. ein kundendefiniertes Kursfindungsverfahren und/oder ein kundendefiniertes Umrechnungsverfahren zu. Verwenden Sie dabei die folgenden BAdIs:
für kundendefinierte Kursfindungsverfahren: UC_CTR_XRPROC
für kundendefinierte Umrechnungsverfahren: UC_CTR_CTPROC
Detaillierte Informationen hierzu finden Sie in der jeweiligen Systemdokumentation des BAdI sowie in der Dokumentation seiner Methoden.
Sichern Sie Ihre Eingaben.
Ordnen Sie die Währungsumrechnungsmethode der Maßnahme und den entsprechenden Konsolidierungseinheiten zu.
Sie führen die Währungsumrechnung aus, indem Sie die Maßnahme für die Währungsumrechnung im Konsolidierungsmonitor starten.
Nach erfolgreicher Ausführung der Währungsumrechnung erhalten Sie eine Bestätigungsmeldung. Die umgerechneten Daten stehen Ihnen im InfoCube für Bewegungsdaten zur Verfügung.