Drucken von Transportaufträgen und Etiketten

Verwendung

Transportaufträge und Etiketten werden zu dem Zweck gedruckt, Lagerbestände zu identifizieren und innerhalb eines Lagerkomplexes umzulagern sowie zur Vorbereitung von Versandvorgängen und zur Kommissionierung.

Je nach den Einstellungen im Customizing werden Transportaufträge in der Regel direkt nach ihrer Erstellung automatisch gedruckt. Sie können jedoch einzelne oder mehrere Transportaufträge auch manuell in verschiedenen Formaten ausdrucken. Der Ausdruck kann von einem Staplerfahrer zur Identifikation einer einzulagernden Palette verwendet werden.

Hat ein Transportauftrag auf einem Lagerplatz eine Inventur ausgelöst (permanente Inventur), kennzeichnet das System den Beleg entsprechend. Der Transportauftrag kann dann als Inventurbeleg dienen.

Der Transportauftrag wird über den vom System vorgeschlagenen Report ausgedruckt. Die Programme RLVSDR40 "Anstoßen Drucken Transportauftrag" und RLKOMM40 "Sammel-Kommissionierliste" werden mit der Anwendungskomponente Lagerverwaltung (WM) ausgeliefert.

Voraussetzungen

Steuerung des Druckvorgangs

Um die Kennzeichen für die Drucksteuerung im WM zu definieren, müssen Sie im Customizing der Lagerverwaltung mehrere Tabellen pflegen. Über diese Tabellen wird gesteuert, wo, wann und wie Transportaufträge gedruckt werden. Hinweise zu den Einstellungen in den Tabellen oder Tabellensichten zur Steuerung des Druckvorgangs finden Sie im Einführungsleitfaden (IMG) der Lagerverwaltung unter Anfang des Navigationspfads Vorgänge Navigationsschritt Drucksteuerung definieren Navigationsschritt . Ende des Navigationspfads

Druckkennzeichen

Beim Erstellen von Transportaufträgen verzweigt das System zum Druckprogramm. Im Customizing der Lagerverwaltung legen Sie das Standarddruckprogramm fest, das für eine Lagernummer verwendet werden soll. Jeder Transportauftrag hat eine bestimmte Bewegungsart. Im Customizing weisen Sie jeder WM-Bewegungsart ein Druckkennzeichen zu. Daher weist das System jedem Transportauftrag ein Druckkennzeichen zu, das von der jeweiligen Bewegungsart abhängt. Beim Buchen von Transportaufträgen bestimmt das Druckkennzeichen Typ und Anzahl der zu druckenden Formulare und/oder Etiketten sowie das Spoolkennzeichen. Bei Sammelkommissionierlisten legt das Druckkennzeichen zusätzlich die Sortierung der Positionen im Ausdruck fest.

Hinweis Hinweis

Die Sortierung der TA-Positionen ermöglicht eine Optimierung der Druckreihenfolge. Dies ist insbesondere bei TA-Positionen der Fall, die sortiert und aus demselben Vonlagerplatz kommissioniert werden können. Sie können verschiedene Sortierroutinen im Standardsystem einrichten.

Da der Sollaufwand für Transportaufträge (TA) von der Reihenfolge der TA-Positionen abhängt, können Sie die Sortierfunktion für den TA-Druck bei Bedarf ausschalten.

Ende des Hinweises

Spoolkennzeichen

Das Spoolkennzeichen bestimmt die Spoolparameter, wie die Anzahl der Kopien und den Zeitpunkt, zu dem die Transportaufträge gedruckt werden sollen.

Je nach den Von- und Nachlagertypen für die Bestandsbewegung können Sie die Formularnamen und Spoolparameter für jede Transportauftragsposition überschreiben.

Sammelgang

Der Tabelleneintrag im Customizing steuert, wie das System Sammelkommissionierlisten druckt. Dazu verzweigt das System zum Programm RLKOMM40 "Sammel-Kommissionierliste". Sie können auch einen Druckstatus in einer Tabelle eingeben, der das System anweist, einzelne Transportaufträge (TAs) zu drucken. In diesem Fall werden die Transportaufträge über das Standardverfahren gedruckt.

Mit dem Druckprogramm RLKOMM40 können Sie sowohl Sammelkommissionierlisten als auch Einzelpositionen drucken. Wenn Sie Einzelpositionen mit RLKOMM40 und nicht mit RLVSDR40 drucken, haben Sie den Vorteil, Transportauftragspositionen für den Abruf zu einem bestimmten Zeitpunkt als Gruppe sortieren zu können.

Funktionsumfang

Drucken von Transportaufträgen

Ein gedruckter Transportauftrag enthält alle notwendigen Informationen zur Durchführung einer Bestandsbewegung. Zu den Standardangaben gehören Von- und Nachlagertypen bzw. -plätze, Materialnummer und Bezeichnung, Menge, ein Barcode sowie Druckdatum und Nummer des Transportauftrags.

Je nachdem, wie Sie Ihr System im Customizing einrichten, stehen Ihnen zusätzlich zu den Standardangaben mehrere Optionen zur Verfügung:

  • Sie können die Personalnummer und den Namen für die Erfassung von Istdaten in einem Transportauftrag drucken.

  • Sie können Versandinformationen drucken, zum Beispiel die Anschrift des Warenempfängers. (Siehe Systemtabellen VBLKK, VBLKB und VEKP.)

  • Sie können auch Serialnummern drucken, wenn der Transportauftrag auf eine Lieferposition mit Serialnummer Bezug nimmt.

Achtung Achtung

Das System druckt alle Serialnummern für eine Lieferposition, auch wenn die Lieferposition mit mehreren Transportauftragspositionen kommissioniert wird.

Ende der Warnung.
  • Sie können Fertigungsdaten drucken, sofern der Transportauftrag auf einen Fertigungsauftrag Bezug nimmt. Dazu liest das System die entsprechenden Reservierungen aus Tabelle RESB.

  • Wenn Sie sich Transportaufträge für Gruppen anzeigen lassen, steuert die Sortierfunktion des Druckprogramms RLKOMM40, wie Kommissionierlisten gedruckt werden.

  • Für die Kommissionierung können Sie Einzel- und Sammellisten definieren, um sie in ihre einzelnen Bedarfsmengen aufzubrechen. (Dies gilt für die Summenzeile und die entsprechenden Einzelbedarfe in Lieferungen und Transportbedarfen.) Zum Beispiel können Sie Listen bei Bedarf als Doppel drucken.

  • Zusätzliche Anforderungen der 2-stufigen Kommissionierung werden berücksichtigt.

  • Über Customer-Exits können Sie auf Optionen im Standardsystem zugreifen, ohne vorhandene Programme für die Druckerfindungsfunktion ändern zu müssen.

  • Sie können Druckinformationen als externe sequentielle Datei ausgeben.

Drucken von Etiketten

Neben den Transportauftragspapieren können Sie auch Etiketten für die einzelnen Transportauftragspositionen drucken. Der Etikettendruck soll die Kommissionierung im Lager unterstützen.

Folgende Funktionen für den Druck von Etiketten stehen zur Verfügung:

  • In der Drucktransaktion selbst können Sie über Optionen steuern, wie das System die Etiketten drucken soll. Folgende Möglichkeiten werden angeboten:

  • Rundungsmenge in Alternativmengeneinheit

  • Rundungsmenge in Basismengeneinheit

  • Menge in Alternativmengeneinheit und Rest in Basismengeneinheit

  • ein Etikett pro Transportauftragsposition (die Menge auf dem Etikett wird in der Alternativmengeneinheit angegeben)

Hinweis Hinweis

Sie können einzelne Transportauftragspositionen manuell mit einer Großmenge drucken. (Siehe dazu das Beispiel in der Feldhilfe zum Feld Großmenge im WM-Bild zum Drucken von Transportaufträgen.) Dadurch haben Sie die Möglichkeit, die Anzahl der Etiketten für die Umlagerung großer Materialmengen zu verringern.

Ende des Hinweises

Beispiel Beispiel

Bei vielen Kunden erfolgt die Kommissionierung beispielsweise mit Etikettenlisten, in denen die Kommissionierer alle zu transportierenden Packstücke, Paletten oder Einheiten etikettieren. Diese durchlaufen anschließend ein Sortiersystem, das die verschiedenen Lieferpositionen zusammenstellt. Dadurch muß (je nach der Einstellung im Customizing) bestimmt werden, ob ein Etikett auf der Grundlage der Mengeneinheit, Transportauftragsposition oder Bedarfsmenge (bei 2-stufiger Kommissionierung) gedruckt werden soll.

Ende des Beispiels.
  • Etiketten in der Aufteilungsstufe (2-stufige Kommissionierung) enthalten ebenfalls die Gruppennummer

  • Sie können Etiketten für den Entnahmeschritt (bei Bedarf) drucken.

  • Sie können den Druck von Einzelpositionen, Sammelkommissionierlisten und Etiketten individuell einrichten.

Genau wie beim Transportauftragsdruck müssen Sie vor dem Drucken von Etiketten den Etikettendruck im Customizing aktivieren. Siehe Anfang des Navigationspfads Vorgänge Navigationsschritt Drucksteuerung definieren Ende des Navigationspfads im Einführungsleitfaden (IMG) der Lagerverwaltung .

Druckerfindung

Die systemseitige Druckerauswahl für Transportauftragspositionen (die über einen Funktionsbaustein kommissioniert wurden) erfolgt gemäß der folgenden Hierarchie:

  1. Manuelle Einträge haben immer Vorrang.

  2. Der Drucker wird in Abhängigkeit der Warenbewegung ausgewählt.

    1. Das System prüft zuerst, ob ein Drucker einem Kommissionierbereich zugeordnet ist.

    2. Ist kein Drucker einem Kommissionierbereich zugeordnet, wird der Drucker aus der Vonlagertyptabelle übernommen, falls sie in der Warenbewegung ausgewählt wurde.

  3. Werden keine Angaben zur Druckerzuordnung gefunden, wird der Drucker aus dem Stammsatz des Benutzers genommen.

  4. Ist im Benutzerstammsatz kein Drucker gepflegt, dann schlägt das System LP01 vor.

  5. Für jede Lagernummer und jeden ausgewählten Drucker beurteilt das System den Druck von Lagereinheitenscheinen und Etiketten aus der Druckerpool-Tabelle. Sind in dieser Tabelle keine Drucker gepflegt, werden die Scheine auf dem Drucker für Transportaufträge (LP01) ausgegeben.

Der Funktionsbaustein für die Druckerfindung ist in die Funktion zur Transportauftragserstellung integriert.

Lagereinheitenscheine

Wenn in Ihrem System die Lagereinheitenverwaltung aktiviert ist, können Sie auch Lagereinheitenscheine drucken. Die LE-Scheine, die automatisch gedruckt werden können, sind im Abschnitt Lagereinheitenscheine aufgelistet.

Einschränkungen

Diese Funktion unterstützt keine speziellen Etikettendrucker, d.h. es gibt keine druckerspezifischen Steuerkennzeichen für Etikettendrucker. Das System druckt entweder im SAPScript-Format oder schreibt die Ausgabe in eine Datei.

Zusätzliche Druckinformationen, die nicht im Standardsystem zur Verfügung stehen, müssen über einen Customer-Exit eingelesen (oder über einen Scanner erfaßt) werden.

Mit der Standardversion ist es nicht möglich, einen eigenen Beleg für eine Rückposition zu drucken. Sie benötigen dazu einen Customer-Exit.