Wiederholungsgruppen der FormelDiese Funktion ermöglicht Ihnen, die Daten der einzelnen Positionen einer Formel gezielt auszugeben.
Den Formeldaten liegt folgende Struktur zugrunde:

Struktur der Formeldaten
Die Formel besteht aus einer Spezifikation vom Typ Formel
und einer Strukturdefinition, die Einsatz- und Ausbeutepositionen beinhaltet. Die Attribute der Formel sind in der Spezifikationsverwaltung
abgelegt:
Jeder Einsatzposition sind eine oder mehrere Einsatzalternativen zugeordnet, wobei eine Einsatzalternative als Standardalternative
gekennzeichnet ist. Jeder Einsatzposition ist eine Komponentenart als Rolle zugeordnet (z.B. Wirkstoff, Katalysator, usw.).
Jeder Einsatzalternative können eine Stoffposition (z.B. Realstoff) und eine Materialposition oder mehrere Material-Gruppenpositionen zugeordnet sein. Das beim Anlegen einer Material-Gruppenposition zuerst ausgewählte Material ist das Defaultmaterial
.
Jeder Ausbeuteposition sind eine oder mehrere Ausbeutealternativen zugeordnet, wobei eine Ausbeutealternative als Standardalternative
gekennzeichnet ist. Jeder Ausbeuteposition ist eine Komponentenart als Rolle zugeordnet.
Außerdem kann jeder Ausbeuteposition eine Zusammensetzungsliste zugeordnet sein, sofern zu dieser Ausbeuteposition ein Ausbeutestoff vorhanden ist.
Ausbeutealternative
Jeder Ausbeutealternative können eine Stoffposition (z.B. Realstoff) und eine Materialposition oder mehrere Material-Gruppenpositionen zugeordnet sein. Das beim Anlegen einer Material-Gruppenposition zuerst ausgewählte Material ist das Defaultmaterial.
Standardauflösung
Sie können bei den Ausbeutealternativen mit Hilfe des Kennzeichens Standardauflösung
festlegen, dass der Stoff standardmäßig anhand der vorliegenden Formel aufgelöst wird. (Das Kennzeichen muss für eine Ausbeute eindeutig gesetzt sein, d.h., wenn ein Material oder ein Stoff Ausbeute in mehreren Formeln ist, dürfen Sie dieses Kennzeichen nur an einer Formel für das Material bzw. den Stoff setzen. Wenn ein Stoff einem Material zugeordnet ist, dürfen Sie dieses Kennzeichen für den Stoff und das Material nur an derselben Formel setzen.)
Zusammensetzungsliste
Der Zusammensetzungsliste kann eine Zusammensetzungsart zugeordnet werden. Jeder Zusammensetzungsliste sind eine oder mehrere Zusammensetzungskomponenten zugeordnet und jeder Zusammensetzungskomponente ist ein Listenstoff zugeordnet.
Siehe Abschnitt Voraussetzungen
unter Bearbeitung des Layouts einer Dokumentvorlage .
Sie müssen im Customizing der Grunddaten und Werkzeuge
die IMG-Aktivität Berichtssymbole für Rezeptverwaltung anpassen
durchgeführt haben.
Sie können im Customizing der Grunddaten und Werkzeuge
in der IMG-Aktivität User-Exits verwalten
User-Exits zur Selektion von Objekten innerhalb der Wiederholungsgruppen einrichten.
Die Wiederholungsgruppe Formel
ermittelt anhand des aktuellen Stoffs in den Selektionskriterien alle Formeln, in denen dieser Stoff als Ausbeutestoff (Realstoff der Ausbeutealternativen) vorkommt.
Bei der Definition der Wiederholungsgruppe können Sie mit Hilfe des Kennzeichens Standardauflösung
festlegen, dass der Stoff standardmäßig anhand der vorliegenden Formel aufgelöst wird: Wenn Sie das Kennzeichen setzen, werden nur Formeln berücksichtigt, bei denen das Kennzeichen Standardauflösung
gesetzt ist. Wenn Sie das Kennzeichen nicht setzen, werden nur Formeln berücksichtigt, bei denen das Kennzeichen Standardauflösung
nicht gesetzt ist.
Die Syntax ist davon abhängig, wie der Formelbericht erzeugt wird:
Wenn der Einstieg über eine Formel (Formelbericht) erfolgt, werden die Formeldaten ausgegeben, sowie gegebenenfalls die Daten der Formeln, die zu den verschiedenen Einsatzstoffen (Realstoffe der Einsatzalternativen) dieser Formel gehören.
Im diesem Fall muss die Wiederholungsgruppe Formel
eine Untergruppe unter der Wiederholungsgruppe Einsatzstoffe
(LORS_IN
) sein.
Wenn der Einstieg über einen Stoff erfolgt, werden die Daten zu den Formeln ausgegeben, in denen dieser Stoff als Ausbeutestoff vorkommt.
In diesem Fall muss die Wiederholungsgruppe Formel
auf oberster Ebene der Wiederholungsgruppen für die Formeldaten stehen. Die Wiederholungsgruppe Formel
kann entweder auf oberster Ebene einer Schachtelung von Wiederholungsgruppen stehen oder unterhalb einer Komponenten-Wiederholungsgruppe (S:POS, S:POSD).
Die Wiederholungsgruppe Rekursive Formel
funktioniert wie die Wiederholungsgruppe Formel
mit folgendem Unterschied: Nachdem die Wiederholungsgruppe Rekursive Formel
eine Formel gefunden hat, sucht sie automatisch für alle Einsatzstoffe der Formel diejenigen Formeln, in denen diese Einsatzstoffe als Ausbeutestoffe vorkommen. Die Suche wird abgebrochen, sobald keine weiteren Formeln gefunden werden oder sobald Formeln gefunden werden, die in der Auflösungshierarchie bereits als Väter
vorhanden sind. Auf diese Weise werden Zyklen vermieden.
Sie können bei der Definition der Wiederholungsgruppe folgende Parameter angeben:
Rekursionstiefe
Legt fest, über wie viele Rekursionsstufen nach den Formeln für die Einsatzstoffe gesucht wird.
Kennzeichen Standardauflösung
Legt fest, dass der Stoff oder das Material standardmäßig anhand der vorliegenden Formel aufgelöst wird: Wenn Sie das Kennzeichen setzen, werden nur Formeln berücksichtigt, bei denen das Kennzeichen Standardauflösung
gesetzt ist. Wenn Sie das Kennzeichen nicht setzen, werden nur Formeln berücksichtigt, bei denen das Kennzeichen Standardauflösung
nicht gesetzt ist.
Komponentenart
Legt fest, welche Einsatzstoffe mit welchen Komponentenarten (z.B. nur Wirkstoffe) bei der rekursiven Suche ausgegeben werden sollen.
Kennzeichen Standardalternative
Legt fest, dass bei den gefundenen Formeln nur für die Einsatzstoffe, die als Standardalternative
gekennzeichnet sind, nach weiteren Formeln gesucht wird.
Die Wiederholungsgruppe Einsatzstoff
ermittelt zur aktuellen Formel in den Selektionskriterien alle Einsatzpositionen.
Sie können bei der Definition der Wiederholungsgruppe folgende Parameter angeben:
Kennzeichen Standardalternative
Legt fest, dass nur die Einsatzstoffe ausgegeben werden, die als Standardalternative
gekennzeichnet sind.
Komponentenart
Legt fest, dass nur Einsatzstoffe ausgegeben werden, denen eine bestimmte Rolle (z.B. Werkstoff) zugeordnet ist.
Sie können die Wiederholungsgruppe Einsatzstoff
auf oberste Ebene einer Schachtelung einfügen oder unterhalb einer Wiederholungsgruppe Formel
oder Rekursive Formel
.
Sie können die Wiederholungsgruppe Einsatzmaterial
als Untergruppe der Wiederholungsgruppe Einsatzstoff
oder auf der gleichen Ebene der Wiederholungsgruppe Einsatzstoff
einsetzen. Die Wiederholungsgruppe Einsatzmaterial
steht also entweder unter einer Wiederholungsgruppe Formel
oder Rekursive Formel
oder auf oberster Ebene einer Schachtelung.
Wenn die Wiederholungsgruppe Einsatzmaterial
unterhalb einer Wiederholungsgruppe Einsatzstoff
steht, selektiert sie alle Einsatzmaterialien (Gruppenpositionen) zur aktuellen Einsatzposition.
Wenn die Wiederholungsgruppe dagegen nicht unter einer Wiederholungsgruppe Einsatzstoff
steht, selektiert sie alle Einsatzmaterialpositionen zur aktuellen Formel in den Selektionskriterien.
Sie können bei der Definition der Wiederholungsgruppe das Kennzeichen Defaultmaterial
setzen. Dadurch wird pro Einsatzalternative nur das Einsatzmaterial ausgegeben, das zugleich Defaultmaterial ist.
Die Wiederholungsgruppe Ausbeutestoff
ermittelt zur aktuellen Formel in den Selektionskriterien alle Ausbeutepositionen.
Sie können bei der Definition der Wiederholungsgruppe folgende Parameter angeben:
Kennzeichen Standardalternative
Legt fest, dass nur die Ausbeutestoffe ausgegeben werden, die als Standardalternative
gekennzeichnet sind.
Komponentenart
Legt fest, dass nur Ausbeutestoffe ausgegeben werden, denen eine bestimmt Rolle (z.B. Werkstoff) zugeordnet ist.
Sie können die Wiederholungsgruppe Ausbeutestoff
auf oberster Ebene einer Schachtelung einfügen oder unterhalb einer Wiederholungsgruppe Formel
oder Rekursive Formel
.
Sie können die Wiederholungsgruppe Ausbeutematerial
als Untergruppe der Wiederholungsgruppe Ausbeutestoff
oder auf der gleichen Ebene der Wiederholungsgruppe Ausbeutestoff
einsetzen. Die Wiederholungsgruppe Ausbeutematerial
steht also entweder unter einer Wiederholungsgruppe Formel
oder Rekursive Formel
oder auf oberster Ebene einer Schachtelung.
Wenn die Wiederholungsgruppe Ausbeutematerial
unterhalb einer Wiederholungsgruppe Ausbeutestoff
steht, selektiert sie alle Ausbeutematerialien (Gruppenpositionen) zur aktuellen Ausbeuteposition.
Wenn die Wiederholungsgruppe dagegen nicht unter einer Wiederholungsgruppe Ausbeutestoff
steht, selektiert sie alle Ausbeutematerialpositionen zur aktuellen Formel in den Selektionskriterien.
Sie können bei der Definition der Wiederholungsgruppe das Kennzeichen Defaultmaterial
setzen. Dadurch wird pro Ausbeutealternative nur das Ausbeutematerial ausgegeben, das zugleich Defaultmaterial ist.
Die Wiederholungsgruppe Zusammensetzung
ermittelt zu dem Ausbeutestoff, der durch die Selektionskriterien ermittelt wurde, die Komponenten.
Die Wiederholungsgruppe Zusammensetzung
ist eine Untergruppe der Wiederholungsgruppe Ausbeutestoffe
.
Für jede Formel-Wiederholungsgruppe ist im Customizing der Grunddaten und Werkzeuge
in der Customizing-Aktivität User-Exits verwalten
ein User-Exit angelegt, der zur Selektion von Objekten innerhalb der Wiederholungsgruppen dient. Für jeden User-Exit wird jeweils ein User-Exit-Typ (GEN_FORMRG
, GEN_FORMRC
, GEN_LORSIN
, GEN_LOMIN
, GEN_LORSOUT
, GEN_LOMOUT
, GEN_COMP
), ein User-Exit-Name, ein User-Exit-Funktionsbaustein und der Referenz-Funktionsbaustein (Kopiervorlage) eingetragen.
Für jede Wiederholungsgruppe steht als eindeutiges Kürzel der Umgebungsidentifikator (LENID
). Weitere Informationen zu den Standard-Wiederholungsgruppen (M
, D
, G
usw.) finden Sie unter Wiederholungsgruppe .
Für die Formel-Wiederholungsgruppen sind folgende Umgebungsidentifikatoren und mögliche Folge-Umgebungsidentifikatoren festgelegt.
Schachtelung der nachfolgenden Formel-Wiederholungsgruppen
LENID | Nachfolgende LENID |
|---|---|
FORM | LORSIN; LOMIN; LORSOUT; LOMOUT; M; D; G; P; EXIT |
FORMREC | LORSIN; LOMIN; LORSOUT; LOMOUT; M; D; G; P; EXIT |
LORSIN | FORM; FORMREC; LOMIN; M; D; G; P; EXIT |
LORSOUT | LOMOUT; S:COMP; M; D; G; P; EXIT |
LOMIN | FORM; FORMREC; M; D; G; P; EXIT |
LOMOUT | M; D; G; P; EXIT |
S:COMP | M; D; G; P; EXIT |
Zu den Umgebungsidentifikatoren kann es folgende vorausgehende Umgebungsidentifikatoren geben:
Schachtelung der vorausgehenden Formel-Wiederholungsgruppen
Vorausgehende LENID | LENID |
|---|---|
keine; LORSIN; LOMIN; S:POS; S:POSD; EXIT; G; P | FRM |
keine; LORSIN; LOMIN; S:POS; S:POSD; EXIT; G; P | FRMREC |
keine; FRM; FRMREC; EXIT; G; P | LORSIN |
keine; LORSIN; FRM; FRMREC; EXIT; G; P | LOMIN |
keine; FRM; FRMREC; EXIT; G; P | LORSOUT |
keine; LORSOUT; FRM; FRMREC; EXIT; G; P | LOMOUT |
LORSOUT; LORSOUT + EXIT; G; P | S:COMP |
Bei der Wiederholungsgruppe S:COMP
muss immer eine Wiederholungsgruppe LORSOUT
vorausgehen. Dazwischen kann auch eine EXIT
, G
- oder P
-Gruppe stehen.