Modellverwaltung

Ein Modell repräsentiert die Beziehungen, Berechnungen und Daten einer Organisation oder eines Geschäftssegments.

Modelle können in „Berichtsmodelle“ und „Faktoren- und Kursmodelle“ unterteilt werden. Berichtsmodelle werden für Benutzereingaben und Analysen verwendet. Faktoren- und Kursmodelle speichern Referenzdaten wie Währungskurse und Anteilbesitzdaten. Weitere Informationen finden Sie unter Berichtsmodelle bzw. Faktoren- und Kursmodelle.

Funktionsumfang

Zur Verwaltung von Modellen stehen folgende Funktionen zur Verfügung:

Neue Modelle erstellen

Um ein Modell zu erstellen, gehen Sie zu Administration und wählen im Bereich Modellierung die Option Modelle. Wählen Sie auf dem daraufhin angezeigten Bildschirm Neu.

Wenn Sie auf dem Administrationsbildschirm von Planning and Consolidation ein Modell erstellen, geben Sie einen Namen und eine Beschreibung ein, wählen den Modelltyp sowie dessen Optionen und Einstellungen aus, geben an, ob Sie von einem leeren oder einem vorhandenen Modell ausgehen möchten, und wählen die Dimensionen aus, die im Modell enthalten sein sollen.

Mit der Einstellung Nicht-Intercompany-Element in Anteilbesitz können Sie ein Nicht-Intercompany-Element im Anteilbesitzmodell kennzeichnen.

Die Einstellung Für Hierarchie von Gruppen verwendete übergeordnete/untergeordnete Eigenschaft wird in gesetzlichen Modellen mit dynamischen Hierarchien für die Definition von festen Hierarchien verwendet. Der Wert muss mit dem ParentProperty-Eigenschaftswert der Entitäten in dem Anteilbesitzmodell übereinstimmen, das das gesetzliche Modell unterstützt.

Während des Prozesses zum Erstellen von Modellen können Elemente wie Modellveröffentlichungen, private Veröffentlichungen, Dokumentansichten, Berichte, Teamaufgaben und Datenmanagerpakete eines Quellmodells kopiert werden. Über das Ankreuzfeld Als Datenquelle für externe Anwendungen verwenden können Sie Daten im Modell für die Evaluierung durch die Prozesssteuerung verfügbar machen.

Sobald ein Modell erstellt wurde, können Sie die Funktionen von Business Planning and Consolidation anzeigen, die für das Modell verwendet werden. Sie können auch anzeigen, ob Arbeitsstaus, Datenaudit und Journalvorlage ein- oder ausgeschaltet sind. Sie können außerdem Kommentare aktivieren und das Modell als Datenquelle für externe Anwendungen verwenden.

Modelle kopieren

Sie können ein neues Modell schnell erstellen, indem Sie ein vorhandenes Modell kopieren. Das System kopiert die Dimensionen, Daten und Vorlagen aus dem Quellmodell in das neue Modell. Sie können das Modell später bearbeiten. Wenn Sie über den Administrationsbildschirm von Planning and Consolidation ein Modell kopieren, wählen Sie ein Quellmodell aus und geben dann einen Namen und eine Beschreibung für das neue Modell an.

Geschäftsregeln zu Modellen hinzufügen

Im Bereich „Geschäftsregeln“ des Administrationsbildschirms können Sie einem Modell Geschäftsregeln hinzufügen. Sie aktivieren die Regeltypen, die Sie für das Modell benötigen (falls diese nicht bereits aktiviert sind), und fügen dann dem Modell die neuen Geschäftsregeln der verschiedenen Typen hinzu. Weitere Informationen finden Sie unter Verwalten von Geschäftsregeln.

Modelle für die Konsolidierung einrichten

Um die ordnungsgemäße Funktion eines Modells für die gesetzliche Konsolidierung zu gewährleisten, muss es die vier obligatorischen Dimensionen ENTITY, CATEGORY, TIME und ACCOUNT enthalten (die jedoch auch umbenannt werden können). Für die übrigen Dimensionen gelten folgende Regeln:

  • Die Dimension CURRENCY/GROUP ist für die Konsolidierungs- und/oder Währungsgeschäftsregeln erforderlich.

  • Die Dimension INTCO wird für den Abgleich von Intercompany-Vorgängen benötigt.

  • Die Dimension DATASRC ist für Verrechnungs- und/oder Konsolidierungsgeschäftsregeln erforderlich.

  • Die Dimension SUBTABLE (Ablauf) ist optional und basiert auf Ihren Anforderungen.

Weitere Informationen finden Sie unter Modell erstellen oder bearbeiten.

Drill-Throughs einrichten

Sie können Drill-Throughs einrichten, um die Quelldaten anzuzeigen, die zum Content einer ausgewählten Zelle in einem Excel-Bericht gehören. Weitere Informationen finden Sie unter Einrichten von Drill-Throughs.

Modelle optimieren

Wenn Sie neue Umgebungen und Modelle erstellen, ist zunächst nur eine geringe Datenmenge vorhanden. Da die von Ihnen verwaltete Datenmenge jedoch im Laufe der Zeit zunimmt, empfehlen wir aus Performance-Gründen die regelmäßige Ausführung der Optimierungsfunktion. Weitere Informationen dazu finden Sie im „Administratorhandbuch für SAP Business Planning and Consolidation“ im SAP Help Portal.

YTD-Speichermodelle

Da die meisten Hauptbuch- und anderen Ausgangssysteme Bilanzen periodisch speichern, basiert die Standarddatenspeicherung für Modelle auf periodischen Zeitintervallen. Mit dieser Methode werden alle Berechnungen für periodische Bilanzen durchgeführt. Die Bilanzen werden dann für den Bericht des laufenden Jahres akkumuliert. In einigen Business Cases sollten Berechnungen auf YTD-Basis erfolgen, zum Beispiel in Modellen mit Währungsumrechnungen. Ist eine YTD-Basis erforderlich, können Sie Ihre Berichtsmodelle so einstellen, dass Daten auf YTD-Basis gespeichert werden, sodass auch Dateneingaben im YTD-Format akzeptiert werden. Wenn Daten in YTD eingegeben werden, werden ihre periodischen Werte, die zu Berichtszwecken verwendet werden, hergeleitet, indem der Unterschied zwischen der aktuellen Periode und der vorangegangenen Periode berechnet wird, wie im folgenden Beispiel dargestellt.

Beispiel

In diesem Beispiel werden INC- oder EXP-Konten dargestellt. Das Verhalten von AST- und LEQ-Konten ändert sich nicht.

Januar

Februar

März

Periodisch

100

200

0

YTD

100

300

300

Sowohl periodische als auch YTD-Speichermethoden unterstützen tägliche, wöchentliche, monatliche und YTD-Berichtsanforderungen.

Sie erstellen ein YTD-Speichermodell, indem Sie bei der Definition des Typs des Modells, das Sie gerade erstellen, YTD - Year To Date als Dateneingabemodus angeben.

Arbeitsstatuseinstellungen für Modelle festlegen

Zur Verwaltung von Arbeitsstatus gehört auch die Festlegung, wer Änderungen an den Daten vornehmen darf und wer den Arbeitsstatus eines Datensatzes ändern kann. Sie erstellen Arbeitsstatus, um den Status von Daten beim Durchlauf durch Ihre Geschäftsprozesse widerzuspiegeln. (Siehe Arbeitsstatus einrichten.)

Modelle löschen

Administratoren können Modelle ggf. löschen.

Achtung
Sie können ein Modell auch dann löschen, wenn es Daten enthält. Sie können ein Dimensionselement jedoch nicht löschen, wenn diesem im Modell Daten zugeordnet sind.