Formel- und Durchschnittspreisfindung Bei der Formel- und Durchschnittspreisfindung (F/D) wird der Preis für ein Material mit Hilfe externer Notierungen wie von Platt’s, Reuters, o.ä. ermittelt. Sie kann auf Verkaufs- und Einkaufsseite (SD und MM) durchgeführt werden.
Die F/D-Preisfindung ermöglicht die Berechnung von Produktpreisen mit Hilfe externer Notierungen über einen bestimmten Zeitraum. Das System führt die Preisfindung anhand von unternehmensspezifischen Rechenregeln durch. Kursschwankungen innerhalb eines Zeitraums werden entweder täglich neu berechnet oder es wird ein Periodendurchschnitt gebildet.

Hinweis
Bei Integration von SAP Oil & Gas mit SAP CRM wird im Internet Pricing and Configurator (IPC) der SAP-Begriff Basisdatum verwendet.
Im Customizing darf das Feld
Gruppenkondition
nicht
aktiviert sein.
Im Customizing müssen die entsprechenden Konditionsarten (z.B. FA00) beziehungsweise Zugriffsfolgen definiert und in das Kalkulationsschema eingebunden sein. Die Notierungen, auf denen die F/D-Preisfindung basiert, sind in der Notierungstabelle definiert. Sie können entweder die im Lieferumfang der Komponente IS-Oil enthaltene Tabelle OICQP oder selbstdefinierte Tabellen für die Hinterlegung von Notierungsdaten verwenden. Die folgenden Beschreibungen beziehen sich jeweils auf die mitgelieferte IS-Oil-Tabelle. Sie können Notierungsdaten entweder manuell erfassen (siehe Notierungen pflegen ) oder sie in elektronischer Form von einem externen Datendienst übernehmen (siehe Schnittstelle zu externen Notierungsdaten ).
Soll zum Zeitpunkt der Rechnungsprüfung (MM) automatisch eine erneute Preisfindung durchgeführt werden, so müssen Sie folgende Einstellungen vornehmen:
Wählen Sie in der Bestellung eine Position aus und wählen Sie
. Markieren Sie im Eingabebereich
WE/RE-Steuerung
das Ankreuzfeld
WE-bez. RP
(wareneingangsbezogene Rechnungsprüfung).
5
(WE-Datum) ein, um die Neuermittlung beim Wareneingang zu wählen.
Die Einstellungen für die Steuerung der Rechnungsprüfung und des Datums für die Preisfindung aufgrund des Wareneingangs können im Infosatz und im Lieferantenstamm vorgenommen werden. Diese Werte übernimmt das System automatisch in die Folgebelege im Einkauf.
Für die Rechnungsprüfung aufgrund des Wareneingangs markieren Sie im EingabebereichSteuerung
das AnkreuzfeldWE-bez. RP
(wareneingangsbezogene Rechnungsprüfung).
Für die Steuerung des Preisdatums geben Sie die erforderlichen Daten im FeldSteuerung Preisdatum
im EingabebereichKonditionen
ein.
Rufen Sie das Einstiegsbild für den Lieferantenstamm auf, wählen Sie und nehmen Sie folgende Einstellungen vor:
Für die Rechnungsprüfung aufgrund des Wareneingangs wählen Sie im Eingabebereich
Steuerungsdaten
das Ankreuzfeld
WE-bez. RechnPrüfung
(wareneingangsbezogene Rechnungsprüfung).
Für die Steuerung des Preisdatums geben Sie die erforderlichen Daten im Feld
Steuerung Preisdatum
im Eingabebereich
Konditionen
ein.
Bei Differenzfakturen wird die Differenz zwischen vorläufigen und endgültigen Preisen in Rechnung gestellt oder gutgeschrieben, sobald der endgültige Preis feststeht.
Sind für Ihre Geschäftsabläufe Differenzfakturen notwendig, so geben Sie bei der Erstellung der Faktura eine als Differenzfaktura klassifizierte Fakturaart ein.
Hierzu sind folgende Einstellungen im Customizing notwendig:
Wählen Sie im Customizing
Wählen Sie
Neue Einträge
,
und geben Sie eine Fakturaart ein.
Geben Sie im Eingabebereich
Differenzfaktura
die erforderlichen Daten ein.
Sie definieren die Formeln, die Sie im Rahmen der Formel- und Durchschnittspreisfindung verwenden möchten.
Sie definieren die für die F/D-Preisfindung relevanten Konditionsarten im Customizing, wobei Sie die Berechnungsart Q wählen (IS-Oil: F/D). Anschließend können Sie den Konditionsarten dann statt eines festen Satzes die Formeln zuweisen.
Bei der F/D-Preisfindung für Aufträge kann eine vorläufige oder eine endgültige Berechnungsregel verwendet werden. Das System ermittelt die korrekte Regel anhand des Preisdatums im Kopf des Auftrags.
Bei der F/D-Preisfindung während der Rechnungsstellung verwendet das System das Preisdatum (z.B. Auftragsdatum oder das Datum des Warenausgangs), um zu ermitteln, welche Regel (vorläufig oder endgültig) anzuwenden ist. Wenn eine vorläufige Rechnung (Anwendung der vorläufigen Rechenregel) angelegt wurde, kann eine Differenzfaktura gebucht werden, sobald die endgültige Berechnung möglich ist.
Sie können sich die Ergebnisse der Formelauswertung in den Auftrags- und Fakturabelegen mit Hilfe einer Zusatzfunktion, der Grobauswertung , anzeigen lassen.
Mit der Detailauswertung können Sie sich anzeigen lassen, wie das System Formelwert, ‑betrag und ‑status für eine bestimmte Formel ermittelt hat.
Bei der Integritätsprüfung ermittelt das System Notierungen, die zu Problemen führen können.
Neben den täglichen Wechselkursen können Sie auch gemittelte Wechselkurse zur Berechnung von Preisen heranziehen. Das System bietet hierzu bei der Preisermittlung eine Funktion, bei der der Kursdurchschnitt über einen bestimmten, in der Formel definierten Zeitraum gebildet wird. Sie können den Zeitraum für die Bildung von Kursdurchschnitten pro Formelteil festlegen, und zwar im Bild
Rechenregeln
im Bereich
Zeitraum zur Durchschnittsbildung – Wechselkurs
.
Die Methode der Durchschnittsbildung legen Sie über das Feld
Regel mitt. Wechselk.
(Regel für mittleren Wechselkurs) fest. Einzelheiten hierzu finden Sie
unter
Zeiträume und Umrechnungskurs-Regeln festlegen
.