Bestandszuordnung und -übertragung

Einsatzmöglichkeiten

Beständevon Geschäftsobjekten (z.B. Kundenverträge) werden meist in einem eigenen Bestandssystem verwaltet. Hingegen die Vermittler oder Bestandsbetreuer dieser Kundenverträge in einem anderen System (z.B. Provisionsmanagementsystem) hinterlegt sind, ebenfalls repräsentiert durch Geschäftsobjekte (z.B. Provisionsverträge).

Um die Beziehungen, Zuordnungen und Übertragungen zwischen diesen Geschäftsobjekten der verschiedenen Systeme managen zu können, steht Ihnen die Bestandszuordnung und –übertragung zur Verfügung.

Die Bestandszuordnung(BZO) ermöglicht es Ihnen, auf komfortable Weise Beziehungen zwischen Objekten eines Bestandssystems und Provisionsverträgen in einem anderen System nach bestimmten Ordnungskriterien zu verwalten und Zuordnungen vorzunehmen.

Die Bestandsübertragungermöglicht Ihnen zusätzlich z.B. vakante Bestände auf einen oder mehrere neue Provisionsempfänger zu übertragen.

Einführungshinweise

In den meisten Fällen findet die Verwaltung der Objekte in vorgelagerten Systemen statt und nicht in der BZO selbst, z.B. verwaltet ein Policy-Management-System den Lebenszyklus von Versicherungspolicen. Oft müssen diese Umsysteme so angepasst werden, damit sie in der Lage sind, die Anlage, Änderung oder Beendigung des Lebenszyklus ihrer Objekte an die BZO melden zu können. Nur so kann diese auf einem aktuellen Stand gehalten werden (permanente Integration). Die BZO bietet hierfür eine geeignete Schnittstelle an. Auch eine einmalige vollständige Überführung der Objektdaten in die BZO (Migration) ist möglich.

Integration

Die Bestandszuordnung ist zwar in das ICM, FS-ICM und FS-PM integriert, jedoch kein Bestandteil der Systeme sondern eine eigene Komponente.

Die folgenden Aspekte zeichnen die Komponente Bestandszuordnung aus:

  • Sie kann an jedes externe System angebunden werden

  • Sie verwaltet die Beziehungen zwischen Objekten und nicht die Objekte selbst

  • Sie beinhaltet eine Zeitraum- und Versionsführung

  • Sie erlaubt eine Erweiterung der Datenstrukturen von Objektbeziehungen durch Kundenattribute

  • Sie bietet eine Exit-Technologie an, welche die Standard-Administrationsmethoden (Einführungsleitfaden) ergänzt

Funktionsumfang

Drei Transaktionen stehen Ihnen für die BZO zur Verfügung, um Objekte zu definieren und zuzuordnen.

  • Segment (PFO_SEG): Segmente anlegen und bearbeiten

  • Geschäftsobjekt (PFO_GZO): Zuordnung zwischen Geschäftsobjekt und Segment

  • Zuordnungsobjekt (PFO_SZO): Zuordnung zwischen Zuordnungsobjekt und Segment

Um die einzelnen Transaktionen aufzurufen, wählen Sie vom Bild SAP Easy Access aus Anfang des Navigationspfads Rechnungswesen Navigationsschritt Provisionsmanagement Navigationsschritt Stammdaten Navigationsschritt Bestandszuordnung Ende des Navigationspfads .

Hinweis Hinweis

Folgende fachliche Schlüssel und Attribute der Tabellen können Sie durch Customer-Includes ergänzen:

  • PFO_GO_00IP

  • PFO_ZO_0000

  • PFO_SEG

  • PFO_GZO

  • PFO_SZO

Hinweise dazu, wie Sie Customer-Includes verwenden können, finden Sie in der Dokumentation des Einführungsleitfadens.

Ende des Hinweises

Die BZO enthält im Standard beispielhaft zwei Objekttypen und einen Segmenttyp :

  • Objekttyp 00IP für ein Geschäftsobjekt (z.B. Insurance Policy)

  • Objekttyp 00CC für ein Zuordnungsobjekt (z.B. Commission Contract)

  • Segmenttyp 0CCS für das Standardsegment

    Hinweis Hinweis

    Über die entsprechenden Standardfunktionen des ALV Grid Controls können Sie Ihre eigenen Layouts für die Anzeige und Bearbeitung gestalten und verwalten.

    Weitere Informationen über den operativen Betrieb der BZO sowie über die Funktionen der Bestandsübertragung finden Sie in der Systemdokumentation des Zuordnungsframeworks .

    Ende des Hinweises

Siehe auch:

Objektstruktur der Bestandszuordnung

Segmente anlegen und bearbeiten

Zuordnung zwischen Geschäftsobjekt und Segment vornehmen

Zuordnung zwischen Zuordnungsobjekt und Segment vornehmen

Bestandsverwaltung