Mengenverwaltung
In Bauprojekten stehen bereits vor Vertragsabschluss ungefähre Mengenangaben bereit. Für einen erfolgreichen Projektabschluss ist die Planung der notwendigen Ressourcen von besonderer Bedeutung. Dabei werden mithilfe der Produktivität die entsprechenden Mengen für jede Ressource ermittelt. Beispielsweise kann eine Pflastermaschine jeden Tag 2 km einer Straße pflastern. Für 100 km wird sie also 50 Tage benötigen.
Mit der Planungsarbeitsmappe zur mengenbasierten Planung können Sie jedes Strukturelement einzeln planen und die Ausbringungsmengen dann mit einer statistischen Kennzahl verknüpfen. Bei der Übertragung der Plandaten in das SAP-ERP-Backend-System werden die Ausbringungsmengen zu den entsprechenden statistischen Kennzahlen abgelegt.
Unter Statistische Kennzahl anlegen
(Transaktion KK01) haben Sie statistische Kennzahlen definiert und diese einem Kostenrechnungskreis zugeordnet.
Um statistische Kennzahlen in die BW-Stammdaten zu importieren, haben Sie mit dem Report Stammdaten für statistische Kennzahlen anlegen
(/CPD/PFP_CREATE_SKF_MSTR_DATA
) einen Hintergrundjob eingeplant.
Achtung
Wenn Sie mit diesem Report BW-Stammdaten aktualisieren, verarbeiten die zugrunde liegenden APIs numerische Daten nur in der für das Merkmal definierten Länge. Werte mit anderen Längen werden deshalb automatisch an die festgelegte Länge angepasst. Beispielsweise wurde für das Merkmal /CPD/STKEYFIG
die interne Länge von InfoObjects in BW mit 6 definiert. Dies bedeutet, dass ein Wert wie 1111, der aus ERP übertragen wird, zusätzlich das Präfix 00 erhält (also zu 001111 wird). Erst durch diese Anpassung kann der Wert vom System verarbeitet werden, da die zugrunde liegenden APIs einen sechsstelligen numerischen Wert benötigen. Bitte beachten Sie unbedingt, dass in diesem Szenario die Werte 01111 oder 001111 als doppelte Einträge behandelt werden.
Sie haben die notwendigen Einstellungen im Customizing unter vorgenommen.
Sie können die Ausbringungsmengen mit den statistischen Kennzahlen verknüpfen. Hierbei wird die Mengeneinheit verwendet, die der statistischen Kennzahl zugeordnet ist. Bei der Planung müssen Sie eine statistische Kennzahl auswählen, die dem Kostenrechnungskreis Ihres Masterprojekts zugeordnet ist.
Die neuen Arbeitsmappen zur mengenbasierten Planung enthalten zwei Sichten - eine Ausbringungs- sowie eine Einsatzsicht.
In der Ausbringungssicht können Sie Ausbringungsmengen planen, mit denen das System die erforderlichen Einsatzmengen auf Grundlage der Produktivität der einzelnen Planressourcen berechnet. Dazu werden andere Werte, wie der Planpreis pro Ausbringung, die geplanten Ausbringungskosten sowie die geplante Ausbringungsproduktivität angezeigt. Diese werden durch eine Berechnung oder Bewertung ermittelt.
In der Einsatzsicht können Sie die Ressourcen, die Einsatzproduktivität sowie die Kosten pro Ressource planen. Mit der Funktion Berechnen
schlägt das System Einsatzmengen vor, die auf der Ausbringungsmenge und Einsatzproduktivität basieren.
Dieser Wert wird normalerweise im Leistungsverzeichnis angegeben. Er bezeichnet den Arbeitsumfang für ein Strukturelement. Wenn Sie eine Ausbringungsmenge in einem Strukturelement planen, müssen Sie die Ausbringungsmenge außerdem einer statistischen Kennzahl zuordnen.
Die geplanten Ausbringungsmengen werden dann an die statistischen Kennzahlen übertragen, wenn Sie die Übertragung der Plandaten in das Backend-ERP-System starten. Weitere Informationen über die Übertragungsmethoden, die zum Übertragen von Ausbringungsmengen an die statistischen Kennzahlen verwendet werden, finden Sie unter Übertragung von Plandaten.
Die Produktivität misst, welche Zeiteinheit oder Leistung für eine Ausbringung benötigt wird. Die übliche Mengeneinheit sind Arbeitsstunden. Eine Produktivität können beispielsweise die Kubikmeter gepflasterten Betons pro Arbeitsstunde sein.
Dieser Wert berechnet und bezeichnet die durchschnittliche Produktivität von Ressourcen einer Aktivitätsart. Die Ausbringungsproduktivität wird berechnet, indem die gesamte Planmenge der Ressourcen oder Ressourcenarten durch die gesamte Ausbringungsmenge geteilt wird.